202
Engels an Marx
in London

Manchester, 26.Nov.67

Lieber Mohr,

Den versprochenen Brief, in quo tua res agebatur1, habe ich nicht erhalten.

Meißners Vorschlag, neu zu annoncieren mit Auszügen aus den Kritiken, war der, den ich Dir machen wollte, sobald die Siebelschen Artikel (d.h. die ihm von mir gegebenbn2) erschienen. Der Auszug aus der „Zu-k[un]ft“ ist ganz gut, aber ein paar dazu wären noch besser; er sollte Dir den ganzen Kram zuschicken und Du dann daraus eine Annonce machen. Oder willst Du nicht, dann kann er’s mir zuschicken, und ich will sie machen. Es frappierte mich sehr, daß die erste Annonce genau den Raum einnahm wie damals die meiner kleinen Broschüre und nicht ein Wort der Begleitung bei sich hatte.

Wenn die Sache nicht bald anders wird, so muß ich – mit Deiner Zustimmung of course3 – an M[eißner] schreiben und ihm Artikel von mir für von ihm zu benennende Zeitungen anbieten. Das kann Dich doch nicht kompromittieren.

An Siebel habe ich noch grade vor Postschluß Meißners Entschuldigungsgründe mitteilen können. Sie sind allerdings stark, S[iebel] war damals at a very low ebb4 und hat sich erst in Honnef wieder erholt.

Meinen Brief vom Sonntag mit den Retourbriefen wirst Du erhalten haben.5 Inl. den Lohgerber6 zurück, autodidactum integrum7, was aber nicht verhindert, daß andre Nationen doch nicht imstande sind, einen solchen Lohgerber zu produzieren. Die Philosophie, zur Zeit Jacob Böhmes noch reiner Schuster, macht einen Fortschritt, wenn sie die Gestalt des Lohgerbers annimmt.

Wie ist’s mit dem Karbunkel? Die Position gefällt mir nicht, hoffentlich hat Lafargue Dir ihn geschnitten. Dieser Geschichte muß nun doch ein Ende gemacht werden.
Hat Borkh[eim] Dir das Geld bezahlt? Mir schreibt er nichts, obwohl ich Garant bin.8

Dein
F. E.