[Manchester] 1. Mai 70
Lieber Moro,
Poor1 Schapper! Das Aufräumen unter unsern alten Kameraden wird nachgerade stark.2 Weerth, Weydemeyer, Lupus, Schapper – aber einerlei, à la guerre comme à la guerre3. Kannst Du mir nicht eine Photographie von ihm verschaffen. Oder wo möglich zwei, Du weißt, die Solinger wünschen auch eine.
Dank für die Blätter. Alles Gewünschte geht morgen zurück. „Égal[ité]“ und „Solid[arité]“ hätte ich längst geschickt, aber ich dachte, der General Council hätte mehrere Exemplare erhalten. In den spanischen Sachen, die allerdings einen noch etwas spanischen Standpunkt verraten, merkt man die Phraseologie Bakunins durch.
Gumpert sah ich gestern. Als er mich nach Dir gefragt und ich ihm gesagt, daß Dein Leberleiden wieder aufgetreten, fuhr er gleich los ohne weiteres abzuwarten: Warum geht er nicht nach Karlsbad? Da hast Du die Antwort.4 Er meint, es sei am besten, früh im Sommer oder erst gegen Herbst, da es Juli–August dort sehr voll und greulich heiß sei. Der Kronprinz von Preußen5 ist augenblicklich da, willst Du ihm nicht Gesellschaft leisten? Er ist ein „gebildeter“ Mann.
Der Beschluß wegen der „Bee-Hive“6 wird Sam Moore vielen Spaß machen, der die „B[ee-Hive]“ bis jetzt gehalten hat und sich geärgert über das Saublatt. Ich will ihm sagen, er soll sich „Reynolds’s“ halten, oder weißt Du ein besseres? Existieren die „Democr[atic] News“ noch?
Inl. das Neueste von Wilh[elm]7. Er ist sehr dafür, daß Preußen der einzige ernsthafte Gegner der Revolution in Deutschland sei, aber sehr dagegen, daß er ein ernsthafter Gegner sei. Pauvre hère!8
Lizzie, der ich sofort die 3 Williams vorübersetzt, ist ganz begeistert davon und dankt Mr. Williams bestens.
Beste Grüße.
Dein
F. E.
Seit einiger Zeit kommen Deine Briefe wieder in unobjektionablem9 Zustand an. Man ist jedenfalls vorsichtiger geworden.
Es wird doch für einen ordentlichen Nekrolog für Schapper in der Presse gesorgt? Ich weiß nicht, ob Ecc[arius] der Mann ist, diesem besten Typus der alten Conspirateurs Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.