213
Marx an Engels
in Manchester

[London] 4.Aug.1 1869

Dear Fred,

100 £ erhalten mit best thanks. I shall now watch the proceedings so closely that similar mistakes etc.2

Ich bin keineswegs auf dem Strumpf. Die Armgeschichte ist im letzten Stadium des Zuheilens begriffen. Ich erkläre mir das sonstige Unwohlsein aus dem Wetter und saufe dagegen Gumperts Lebermedizin.

Gestern war eine tragikomische Sitzung des Generalrats. Trittbriefe für Karten, Miete, rückständiges Sekretärgehalt usw. Kurz international bankruptcy3, so daß man noch nicht sieht, wie wir einen Deputierten schicken können. Andrerseits Brief von Genf, French side4, worin der Generalrat höflich ersucht wird, ein Zirkular in den 3 Sprachen zu erlassen, alle Glieder auffordernd (und zwar sofort), Geld zu sammeln zum Ankauf eines Gebäudes zu Genf (für Meetings), was nur 5000 £ kosten wird und Eigentum der „International“ werden soll. Ist das nicht eine modeste Zumutung dieser Burschen, die ihre 1 d. pro Mann noch nicht gezahlt haben! Becker, der Chef der deutschen Zunge5, schickt 280 d. für seine „Myriaden“.

Das Lange und das Kurze von der Geschichte ist: die Lokalkomitees (Zentralkomitees eingerechnet) geben zuviel Geld aus und besteuern ihre Leute zu stark für ihre National- oder Lokalbedürfnisse, um irgendwas für den Generalrat übrigzulassen. Geld stets da, um blödsinnige Adressen an Spanier zu drucken etc. und für sonstige follies6. Wir werden gezwungen sein, schriftlich oder mündlich, dem nächsten Kongreß zu erklären, daß wir den Generalrat nicht so weiterführen können; daß sie aber gefälligst, bevor sie uns Nachfolger geben, unsere Schulden zahlen, die sich noch viel höher belaufen würden, wenn die meisten unsrer Sekretäre Korrespondenzkosten nicht persönlich trügen.

Wenn ich nur irgendwo Leute sitzen sähe, die uns nicht in Eseleien hineinreiten, so würde ich mit dem größten Vergnügen den Zentralrat von hier entfernt sehn. Die Sache wird ennuayant7.
Salut.

El
Moro

Beesly verheiratet 24 July.