[London] 2. August 1869
Dear Fred,
Durch den Kugelmann ist mein ganzer Reiseplan über den Haufen geworfen.
Käme ich zu ihm, bevor er nach Karlsbad geht, so würde er Kreuz und Bein einsetzen, um mich an diesen langweiligen und kostspieligen Ort mitzunehmen, – oder aber, ich würde ihn in Ausführung seines eignen Plans stören, den er gesundheitshalber ausführen muß.
Ich habe ihm daher geschrieben1, ich müsse Ende August wegen Familienangelegenheiten nach Holland und würde von da vielleicht noch Gelegenheit haben, ihn nach seiner Rückkehr in Hannover zu sehn. Ich wußte mir in der Tat nicht anders zu helfen. Für Aufschub der Reise sprach noch:
Erstens: die family Lafargue kommt vielleicht nächstens nach London.
Zweitens: Reiste ich jetzt von hier ab, so ist der Generalrat mit den in bezug auf den Basler Kongreß nötigen Arbeiten völlig geliefert.
Tussy scheint in Manchester festsitzen zu wollen. Während der 14 Tage Deiner Abwesenheit ist auch Vorwand dafür plausibel. Das Zeichenstück wird ihr von einem hiesigen (englischen) Badeplatz zugehn.2
Einliegend Briefe von Bebel und Wilhelm.
Du kömmst doch hoffentlich auf Deiner Reise auch nach London.
Dein
Mohr
Ich habe bisher nicht gesehn, daß Meißner den „18. Brum[aire]“ angezeigt hat. Sein Motto: Chi va piano va sano.3