Manchester, 10. März 68
Lieber Mohr,
Vergiß nicht, mir die Sachen von Meißner zurückzuschicken1, ich kann ihm sonst ja nicht antworten.
Wenn Dir die Holländer nicht bald schreiben, werde ich sehn, was ich tun kann, etwas wird sich immer noch erschwingen lassen.
Der Sturm im Commerce fängt an sich zu legen, und da komm’ ich auch abends wieder zum Arbeiten. Was Du wegen der „Fortnightly“ sagst, ist ganz richtig, was darin steht, kann man nachher in Deutschland wieder verwerten. Die Sache soll so rasch wie möglich betrieben werden. Aber Du begreifst, daß man abends nicht viel machen kann, wenn man erst ½8 bis 8 Uhr abends sein Mittagessen bekommt.
Eichhöffchen inl. – Du wirst sehn, neben seinem Bruder2 hat er auch sonst noch „Grind“, über Ökonomie zu lesen.
Die Russen haben also die Geschichte in der Türkei wieder vertagt. Solange sie keine Eisenbahn haben, kann ich überhaupt nicht glauben, daß ihnen irgendwelche ernstliche Aktion Ernst ist. Dabei haben sie eine greuliche Hungersnot im Innern.
Die Kosten der Bismarckschen Gloire etc. fangen an, sich zu produzieren. 1864 – Bevölkerung von Preußen 19 250 000. 1867 – 19 668 000 für die alten Provinzen. Nach der bisherigen Rate – 250 000 pro Jahr, hätten es 20 Millionen sein sollen. Die Rate ist also auf die Hälfte reduziert. In den Regierungsbezirken Münster, Minden und Koblenz (u.a.) hat die Bevölkerung positiv abgenommen. Größte Zunahme in Berlin und Regierungsbezirk Düsseldorf.
Dein
F. E.