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Engels an Marx
in London

[Manchester] 1. März 68

Lieber Mohr,

Die ganze vorige Woche bin ich von morgens bis abends so im Commerce abgerackert worden, daß ich absolut zu nichts zu gebrauchen war. Das ist jetzt, denk’ ich vorbei, und ich werde diese Woche wohl wieder ins Geleise kommen.

Inl. von Meißner. Sein Entwurf ist natürlich gar nicht zu brauchen; ich werde sehen, ob ich ihm nicht etwas Bessers zusammenstümpern kann. Es tut mir jetzt leid, daß ich ihm die Artikel zugeschickt habe1, ich hätte ihm schon was daraus zusammenstellen wollen.

Für Wilhelmchen2 werde ich etwas machen, Auszüge verbatim3 schwerlich, aber einige Hauptpunkte für sein Publikum etwas breittreten. Auch ich habe von dem Blättchen nur 3 Nr. gesehen, und diese hätten von Gustav Struve redigiert sein können. Seit Wilhelmchen sich selbst überlassen, ist sein süddeutscher Urinhalt-Föderativrepublikanismus (ernscht ist der Mann) wieder in voller Glorie durchgebrochen. Der Kerl druckt sogar Karl Grün ab!

Wie geht’s mit Deinem Karbunkel? Hoffentlich ist dies endlich der letzte.

Herr Goegg obstiniert4 sich, mir die „Vereinigten Staaten von Europa“ zuzuschicken (der Kerl will, ich soll ihm eine Agentur verschaffen, daher diese Anhänglichkeit). Da das Blatt gleichzeitig und gleichlautend deutsch und französisch herauskommt, wäre es doch nicht so übel, Dein Buch darin anzuzeigen, und G[oegg] hat mir versprochen, Artikel von Dir oder mir hineinzubringen. Was denkst Du davon?

Beste Grüße an Deine Frau, die Mädel und Lafargue.

Dein
F. E.