Manchester, [29.Nov. 1867]
Lieber Mohr,
Inl. den Schily zurück. Ach du lieber Gott, kommt da der olle Moses1 wieder herangepißt! Und gratuliert sich, daß Du ihm zertifiziert hast, daß er recht habe, wenn er behauptet, Kapital sei akkumulierte Arbeit!
Ich würde diesem Biedermann gegenüber ein ganz klein wenig zurückhaltend sein. Der beißt dann um so sicherer an, und Du weißt, wie wenig wir ihm trauen können, wenn wir ihn nicht ganz sicher haben. Du könntest, meiner Ansicht nach, ihm vorderhand erlauben, einige Auszüge daraus im „Cour[r]ier franç[ais]" zu bringen, damit man sehe, wie er vorhabe, die Sache zu behandeln. Diese unterschreibt es natürlich, und damit haben wir ihn wieder einigermaßen als reumütigen Sünder qualifiziert. Dann könntest Du von Übersetzung des ganzen Buchs2 sprechen, die er im Auge hat; Deine Revision stets vorbehalten; von den Konditionen sprechen, sobald ein Verleger da ist. Was Sch[ily] von Reclus sagt, scheint mir wichtig, da der Mann Deutsch kann.
Wegen der Fenier hast Du ganz recht.3 Wir dürfen über den Schweinereien der Engländer nicht vergessen, daß die Führer dieser Sekte meist Esel, teilweise Exploiteurs sind und wir uns in keiner Weise für die in jeder Verschwörung vorfallenden Eseleien verantwortlich machen können. Diese aber kommen sicher.
Schwarz und Grün herrscht auch bei mir zu Hause vor, brauche ich Dir kaum zu sagen. Die englische Presse hat sich wieder höchst gemein benommen. Der Larkin sei ohnmächtig geworden, und die andern4 hätten ganz blaß und verwirrt ausgesehn. Die katholischen Pfaffen, die dort waren, erklären dies für Lüge. Larkin sei gestolpert über eine Unebenheit, alle drei seien höchst couragiert gewesen. Der katholische Bischof von Salford hat sich sehr darüber beklagt, daß Allen die Sache nicht bereuen wollte; er habe nichts zu bereuen, und wäre er frei, so würde er's nochmals so machen. Übrigens waren die katholischen Pfaffen sehr frech, am Sonntag ist in allen Kirchen von der Kanzel erklärt worden,
these three men were murdered5.
Meinen gestrigen Brief mit £30 wirst Du erhalten haben.6 Was die Lebensversicherung angeht7, so will ich die betr. Summe garantieren, vorausgesetzt, daß B[orkheim] das Original in Händen hält und dem Sekretär bloß eine Kopie gibt, falls dies die Sache erleichtert.
Die Furunkeln scheinen mir auch Krisis der früheren Krankheit zu sein.
Beste Grüße an Deine Frau, die Mädchen und den Lafargue.
Da Liebknecht jetzt ein Blättchen hat, wofür wir verantwortlich gemacht werden, ist es sehr wichtig, daß er in seiner deutschen Politik keine Dummheiten macht. Ich warte mit Verlangen auf Brief von ihm.
Apropos. Die „Internat[ionale] Revue" wird vom 1.Januar auch als Mitfortsetzung einer mit ihr zu verschmelzenden Zeitschrift8 von Prutz erscheinen. Kann uns einen Strich durch die Rechnung machen.9 Wie denkst Du, daß man die Sache mit Hilberg anfängt? Man muß schlau dabei sein.
Dein
F. E.