186
Engels an Marx
in London

Manchester, 11. Okt. 1867

Lieber Mohr,

Besten Dank für die Briefe und Zeitungen, die ich in ein paar Tagen zurückschicke.

Ich schreibe an Borkheim, daß ich gern die Garantie mit ihm übernehmen will, falls er die Sache so abmachen kann, daß alles unterderhand abgeht und z.B. keine Referenzen von mir zu geben sind – es ist mir nämlich kontraktlich verboten, surety1 zu werden, und ich stehe so mit Monsieur Glottfried]2, daß er jeden Anlaß ergreifen würde, to put me in the wrong before a court of arbitration3. Kann er das nicht, so bin ich bereit, ihm meine bündige Erklärung zu geben, daß ich mit für die £ 100 hafte, und erwarte sonstige Vorschläge.4 Oder wäre z.B. Freiligrath Referenz genug für mich? Die Sache müßte eben ganz hinter dem Rücken aller meiner kommerziellen Verbindungen abgemacht werden. Enfin nous verrons.5

Dem Kugelmann werde ich morgen nachmittag ein Ding6 zurechtmachen; wenn wir warten sollen, bis er das Buch durchgelesen hat, so kommen wir nicht weit. Auch an Siebel schreibe ich. Was Du mit dem Freiligrath besingenden Rittershaus willst, weiß ich nicht, ich kenne den Kerl gar nicht, und soviel ich weiß, gehört er grade nicht zu unsren Leuten.

Ich wollte Dir noch schreiben, da kommt der verdammte alte Jud Leibel Choras, den Du kennst, und hält mich über eine Stunde auf. Dann gleich darauf noch ein Kerl. Ich bin seit 8 Tagen von Kunden überlaufen, heute morgen auch 2. Morgen früh wieder einer erwartet. Dazu ewiger Krakeel mit Gottfried, es ist zum Tollwerden.

Also bis morgen.

Dein
F. E.