[London] 29.Aug.1860
Lieber Engels,
Ist die Geschichte mit dem Schneider in Manchester wegen des Eccarius noch offen? Dann muß er hier fort, da er wieder arbeitsfähig (er wohnt noch hier draußen), das Geschäft in London aber schlecht geht, und er außerdem wieder in den Stinktstank müßte.1
Die Geldmittel, um ihn mit family herüberzuschaffen, werden hier beschafft.
In bezug auf ihn muß ich, zu Deiner Berücksichtigung, bemerken: Ich glaube, er leidet an einem Rückenmarkübel. Seine Frau ist ein widerliches Mensch, komisches Gemüt von respektablen Ansprüchen (Churchwarden's daughter2) und Irländertum. Ihre Wirtschaft ist liederlich. Er selbst hat passive Energie, gar keine aktive, namentlich seit die Krankheit um sich gegriffen. Es ist daher nötig, daß er von vornherein in Manchester nicht verwöhnt wird, wenn er hinkommt. Er bedarf der Daumenschrauben von außen namentlich, damit sie sich keine Illusionen macht.
Über den Garibaldi muß ich bald etwas haben. Es ist das einzige, was die Yankees interessiert.
Einen Brief habe ich heute von meinem Berliner Advokaten3 erhalten, worin er mir seine Beschwerdeschrift beim Obertribunal mitteilt. Du erhältst sie später. Den Punkt wegen des Flugblatts und Blinds4 hat er selbst nicht richtig verstanden; andres dagegen ganz gut aufgefaßt.
Salut.
Dein
K.M.