Rev. R. Jones, „An Essay on the Distribution of Wealth, and on the Sources of Taxation", Lond. 1831, Part I: Rent.
Schon diese erste Schrift on Rent zeichnet sich durch das aus, was allen englischen Ökonomen seit Sir James Steuart fehlt, Sinn für den historischen Unterschied der Produktionsweisen. (Solcher richtigen distinction1 der geschichtlichen Formen im großen und ganzen widersprechen sehr bedeutende archäologische, philologische und historische blunders2 nicht, wie sie dem J[ones] nachgewiesen wurden. Sieh z.B. „Edinburgh Review", Vol. LIV, Art. IV.)
Er fand bei den modernen Ökonomen nach Ric[ardo] Rent bestimmt als Surplusprofit, eine Bestimmung, die voraussetzt, daß der farmer Kapitalist ist (oder ein farming capitalist die Erde exploitirt), der average profit3 für diese besondre Anwendung des Kapitals erwartet, und daß die Agrikultur selbst der kapitalistischen Produktionsweise subsumiert ist. Kurz, das Grundeigentum wird hier nur aufgefaßt in der verwandelten Gestalt, die ihm das Kapital als das herrschende Produktionsverhältnis der Gesellschaft gegeben hat, seiner modernen bürgerlichen Form. Jones teilt durchaus nicht diese Illusion, daß das Kapital seit Beginn der Welt etabliert war.
Seine Ansichten vom Ursprung der Rente überhaupt in folgenden Sätzen zusammengefaßt:
„Die Fähigkeit der Erde, selbst der primitivsten Arbeit der Menschen mehr als nötig für die Subsistenz des Bebauers zu liefern, und ihn so befähigt, einen Tribut zu zahlen, ist der Ursprung der Rente.“ (p. 4.) „Rent [hat] also ihren Ursprung in der Aneignung des Bodens zu einer Zeit, wo die Masse des Volkes gezwungen ist, ihn entweder unter jeder Bedingung zu bebauen oder zu verhungern, und wo ihr dürftiges Kapital an Geräten, Samen usw., da es ganz unzureichend ist, ihnen ihren Unterhalt in einem anderen Gewerbe als in der Landwirtschaft zu gewähren, mit ihnen durch eine überwältigende Not an den Boden gekettet ist.“ [p. 11.]
Jones verfolgt die Rente durch alle Wandlungen von ihrer rohesten Gestalt als Fronarbeit bis zu der modernen ‹Pachtrente› farmers rent. Er findet überall, daß einer bestimmten Form der Arbeit und ihrer Bedingungen eine bestimmte Form der Rente, i. e. des Grundeigentums entspricht. So werden der Reihe nach betrachtet Labour Rents or Serf Rents, Change from Labour Rents to Produce Rents, Metayers Rents, Ryot Rents4 etc. – eine Entwicklung, die uns hier im Detail nichts angeht. In allen frühren Formen erscheint der Grundeigentümer, nicht der Kapitalist, als der unmittelbare Aneigner fremder surplus labour. Die Rente (wie sie bei den Physiokraten durch Reminiszenz gefaßt ist) erscheint historisch (so noch auf der größten Stufenleiter bei den asiatischen Völkern) als die allgemeine Form der surplus labour, der unentgeltlich zu verrichtenden labour. Hier ist nicht, wie beim Kapital, die Aneignung dieser surplus labour durch Austausch vermittelt, sondern ihre Basis ist die gewaltsame Herrschaft eines Teils der Gesellschaft über den andren (daher auch direkte Sklaverei, Leibeigenschaft oder politisches Abhängigkeitsverhältnis).
Da wir hier das Grundeigentum nur zu betrachten, soweit seine Auffassung die des Kapitals bedingt, gehn wir weg über J[ones]’ Entwicklungen gleich zu dem Resultat, was ihn sehr vorteilhaft von allen seinen Vorgängern unterscheidet:
Vorher noch einige incidental remarks5.
Bei der Fronarbeit – und den Formen der Leibeigenschaft (resp. Sklaverei), die ihr mehr oder minder entsprechen – ||1122| hebt Jones unbewußt die zwei Formen hervor, worin sich alle surplus value (surplus labour) auflöst. Es ist überhaupt charakteristisch, daß die eigentliche Fronarbeit in brutalster Form am klarsten das Substantielle an der Lohnarbeit zeigt.
„Die Rente“ (wo Fronarbeit) „kann nur vermehrt werden unter diesen Umständen, entweder indem die Arbeit der Lehnbauern geschickter und wirksamer angewandt wird" {relative surplus labour}, „aber als ein Hindernis die Unfähigkeit der Grundeigentümer, die Wissenschaft der Agrikultur zu fördern, oder indem die Menge der geforderten Arbeit vermehrt wird und dann, wenn die Ländereien der Grundeigentümer besser, die der Leibeigenen, denen Arbeit entzogen, um so schlechter bestellt werden." (l.c., ch.II, [p.61].)
Was dies Buch von Jones über Rent unterscheidet von dem sub 2 zu erwähnenden „Syllabus" dies: In der ersten Schrift geht er von den verschiedenen Formen des Grundeigentums als gegeben aus; in der zweiten von den verschiedenen Formen der Arbeit, denen sie entsprechen.
Jones zeigt auch, wie diesen verschiedenen Produktionsverhältnissen verschiedne Grade in der Entwicklung der gesellschaftlichen Produktivkraft der Arbeit entsprechen.
Die Fronarbeit (ganz wie die Sklavenarbeit) hat das mit der Lohnarbeit gemein, quoad6 Rente, daß letztre in Arbeit, nicht in Produkten, noch weniger in Geld gezahlt wird.
Bei der „Metayers Rent"7 „zeigt das Vorschießen von Betriebsmitteln durch den Grundeigentümer und das Überlassen der Leitung des Bodenanbaues an den wirklichen Arbeiter das ständige Fehlen einer zwischen ihnen stehenden Kapitalistenklasse." (p.74.)
„Ryotrenten sind Produktenrenten, die ein Arbeiter, der seinen eigenen Arbeitslohn aus dem Boden zieht, an den Souverän als dessen Eigentümer zahlt." (ch. I, [p. 109].) (Asien besonders.) „Die Ryotrenten oft vermischt mit Arbeitsrenten und Halbpachtrenten." (p. 136 sq.) [Hier der] Souverän Hauptlandlord. „Das Gedeihen oder vielmehr die Existenz von Städten in Asien entspringt völlig dem lokalen Aufwand der Regierung." (l.c. [p. 138].)
„Cottier-Renten"... sind alle Renten, die vertragsmäßig in Geld zu zahlen sind von bäuerlichen Pächtern, die ihren eigenen Lebensunterhalt aus dem Boden ziehen." (p. 143.) (Irland) „Auf der größten Oberfläche der Erde keine Geldrenten."
„Alle diese Formen" (serf, ryot, metayer, cottier etc., kurz peasants rents8) „hindern die volle Entwicklung der Produktivkräfte der Erde." „Die Differenz in der Produktivität der Industrie besteht erstens in der Menge der Vorrichtungen, die die Industrie gebraucht, um Handarbeit anzuwenden, und zweitens in dem Ausmaß, wodurch die rein physischen Tätigkeiten durch die akkumulierten Resultate vergangener Arbeit unterstützt werden, also von den verschiednen Quantitäten Geschick, Wissen und Kapital, die für die Produktion herangezogen werden.... „Kleine Anzahl der [nicht]landwirtschaftlichen Klassen. Es ist unverkennbar, daß die relative Anzahl von Menschen, die, ohne selbst Ackerbauarbeit zu leisten, unterhalten werden können, völlig nach den Produktivkräften der Ackerbauer gemessen werden muß." (ch. VI, [p. 157–160].) „Als in England die Arbeit der Hörigen abkam, da wurden die Pächter, die nun die Bewirtschaftung der Domänen der Grundeigentümer übernahmen, auf dem Lande gefunden. Es waren freie Bauern.“ (l.c. [p.166].)
Wir kommen endlich zum Punkt, der uns hier entscheidend interessiert, zu den Farmers' Rents. Hier ist es, wo die Superiorität von J[ones] schlagend hervortritt, indem er das, was Ric[ardo] etc. als ewige Form des Grundeigentums fassen, als dessen bürgerliche Form nachweist, die überhaupt erst eintritt, 1. sobald das Grundeigentum aufgehört, das die Produktion und darum die Gesellschaft beherrschende Verhältnis zu sein; 2. sobald die Agrikultur selbst kapitalistisch betrieben wird, was die Entwicklung der großen Industrie (at least of manufacture9) in der städtischen Industrie voraussetzt. Jones zeigt nach, daß Rent im Ric[ardo]schen Sinn nur in einer ||1123| Gesellschaft existiert, deren Basis die kapitalistische Produktionsweise. Mit der Verwandlung der Grundrente in Surplusprofit hört auch der direkte Einfluß des Grundeigentums auf wages auf, was in andren Worten nichts heißt als: der Grundeigentümer hört auf, der direkte Appropriator der surplus labour zu sein, was nun der Kapitalist ist. Die relative Größe der Rente betrifft nur noch die Teilung der surplus value between capitalist and proprietor, not the exaction of that surplus labour itself10. Diese Pointe tritt bei J[ones] sachlich hervor, ohne klar ausgesprochen zu sein.
J[ones], sowohl durch die historische Explanation, als in ökonomischen Details, wesentlicher Fortschritt über Ric[ardo]. Wir wollen seine Theorie Schritt für Schritt verfolgen. Dabei natürlich laufen blunders11 unter.
In folgenden Sätzen expliziert J[ones] richtig die historischen und ökonomischen Bedingungen, unter denen die Grundrente gleich surplus profit oder der Ausdruck des modernen Grundeigentums:
„Pächterrenten kann es nur dort geben, wo die wichtigsten Beziehungen zwischen den verschiedenen Gesellschaftsklassen aufgehört haben, aus dem Eigentum und Besitz von Boden zu entspringen.“ (p.185.)
Die kapitalistische Produktionsweise beginnt in der Manufaktur und unterwirft sich erst später die Agrikultur.
„Es sind die Handwerker und die Handarbeiter, die sich als erste der Leitung der Kapitalisten unterwerfen.“ (p.187.) „Unmittelbare Folge dieses Systems ist das Vermögen, nach Belieben Arbeit und Kapital, die in der Landwirtschaft angewandt sind, anderen Beschäftigungen zuzuführen.“
{Und erst mit dieser power12 kann von einer Ausgleichung zwischen agricultural und industrial profits die Rede sein.}
„Solange der Pächter selbst ein arbeitender Bauer war, der durch das Fehlen anderer Mittel für seinen Lebensunterhalt gezwungen wurde, diesen selbst aus dem Boden zu ziehen, war er gekettet durch Not an diesen Boden; der kleine Vorrat an Betriebsmitteln, den er vielleicht besitzt, war mit seinem Besitzer tatsächlich an den Boden gekettet, da er nicht ausreichte, jenem einen anderen Lebensunterhalt zu verschaffen, wenn er nicht im Landbau angewandt wurde. Mit dem kapitalistischen Unternehmer ist diese Abhängigkeit vom Boden gebrochen, und wenn durch die Beschäftigung der arbeitenden Klasse auf dem Land nicht so viel gewonnen werden kann wie durch ihre Anwendung in den verschiedenen anderen Gewerben, die in einem solchen Zustand der Gesellschaft zahlreich vorhanden sind, wird das Geschäft des Landbaus verlassen. Die Rente besteht in diesem Falle notwendigerweise ausschließlich aus Überprofit." (p. 188.) Der Einfluß von rents auf wages hört auf. „Sobald der Arbeiter einem Kapitalisten verpflichtet ist, hört diese Abhängigkeit vom Landlord auf." (p. 189.)
Wie der surplus profit entspringt, erklärt, wie wir weiter sehn werden, J[ones] eigentlich nicht, oder vielmehr nur Ricardisch, i. e. by the difference in the degrees of natural fertility belonging to different soils13.
„Wenn die Renten aus Überprofit bestehen, kann die Rente eines besonderen Ackerstückes aus 3 Ursachen anwachsen:
1. eine Vermehrung des Produkts infolge der Akkumulation größerer Kapitalmengen in seiner Bebauung;
2. die wirksamere Anwendung des schon angewandten Kapitals;
3. wenn Kapital und Produkt dasselbe bleiben, die Verminderung des Anteils der produzierenden Klassen an diesem Produkt und eine entsprechende Zunahme des Anteils des Landlords. Diese Ursachen können sich auch in verschiedenen Proportionen kombinieren." (p. 189.)
Wir werden sehn, was es mit diesen verschiednen Gründen auf sich hat. Zunächst setzen sie alle die Existenz der Rente aus surplus profit voraus; und dann unterliegt nicht dem geringsten Zweifel, daß Grund 1, den Ric[ardo] nur einmal nebenbei anspielt, durchaus richtig ist. Vermehrt sich das in der Agrikultur angewandte Kapital, so die Masse der Rente, obgleich die Preise des Korns etc. nicht steigen, überhaupt sonst gar kein change vorgeht. Es ist klar, daß in diesem Fall auch der Preis des Grund und Bodens steigt, obgleich die Kornpreise nicht steigen, überhaupt gar kein change in denselben stattfindet.
Rente auf dem worst soil14 erklärt J[ones] als Monopolpreis. Der wirkliche Ursprung der Rente bei ihm also beschränkt darauf: entweder Monopolpreis (wie bei Buchanan, Sismondi, Hopkins etc.), wenn absolute Rente (nicht aus der Differenz in der Fruchtbarkeit der Bodenarten entspringend) oder Differentialrente (Ricardisch).
{Ad vocem15 absolute Rente: Nehmen wir Goldmine. Das angewandte Kapital sei = 100 l., average profit = 10 l., Rente = 10 l. Gesetz, das Kapital bestehe halb aus konstantem Kapital (in diesem Fall Maschinerie und matières instrumentales16) und halb aus variablem Kapital. Die 50 l. konstantes Kapital heißen nichts, als daß sie soviel Arbeitszeit enthalten, wie ||1124| in 50 l. Gold enthalten ist. Der Teil des Produkts, der = 50 l., ersetzt also dies konstante Kapital. Ist nun der Rest des Produkts = 70 l., und werden mit den 50 l. variables Kapital 50 Arbeiter in Bewegung gesetzt, so müssen 50 Arbeiter (gesetzt, der Arbeitstag = 12 Std.) sich in 70 l. Gold ausdrücken, wovon 50 l. den Arbeitslohn zahlt, 20 l. unbezahlte Arbeit realisiert. Der Wert des Produkts von allen Kapitalien gleicher Komposition dann = 120; dann ist Produkt = 50 c + 70, [die 70] = 50 Arbeitstagen, = 50 v + 20 m. Ein Kapital von 100, das mehr konstantes Kapital und geringere Anzahl von Arbeitern anwandte, würde Produkt von geringerem Wert produzieren. Alle gewöhnlichen industriellen Kapitalien jedoch, obgleich der Wert ihres Produkts unter bewandten Umständen = 120, würden es nur verkaufen zu seinem Produktionspreis von 110. Dies aber im Fall der Goldmine, abgesehen von dem ownership of land17, unmöglich, weil der Wert sich hier in der Naturalform des Produkts ausdrückt. Es entspränge also notwendig Rente von 10 l.}
„Korn kann zu einem Monopolpreis verkauft werden (d.h. zu einem Preise, der mehr zahlt als die Kosten und Profite jener, die es unter den ungünstigsten Umständen produzieren) oder zu einem Preise, der nur die gewöhnlichen Profite zurückzahlt. Ersterer Fall angenommen, dann kann, von allem Unterschied in der Fruchtbarkeit der angebauten Böden abgesehn, das vermehrte Produkt, erhalten durch vermehrtes Kapital (Preise bleiben die gleichen), die Rente im Verhältnis zu dem ausgelegten vermehrten Kapital erhöhen.“ „Z.B. 10% die gewöhnliche Profitrate. Wenn Korn, mit £ 100 produziert, verkauft werden kann für 115, die Rente = 5 l. Wird durch fortschreitende Verbesserungen das auf das gleiche Land angewandte Kapital verdoppelt und ebenso das Produkt, so werden £ 200 ein Produkt von 230 liefern, die Rente steigt auf £ 10, ist also ebenfalls verdoppelt.“ (p.191.)
{Dies gilt für absolute rent as well as für differential rent18.}
„In kleinen Gemeinwesen kann Korn beständig zu einem Monopolpreis sein… Auch in größeren Ländern dies möglich, wenn die Bevölkerung beständig schneller wächst als die Zunahme des Ackerbaus. Aber Monopolpreis des Korns ungewöhnlich in Ländern von erheblicher Ausdehnung und großer Mannigfaltigkeit des Bodens. Wenn großes Steigen der Preise, [wird] mehr Land in Bebauung gesetzt oder mehr Kapital auf altes Land verwandt, bis der Preis kaum mehr den gewöhnlichen Profit auf die Ausgaben abwirft. Dann wird der Ackerbau eingeschränkt und in solchen Ländern Korn gewöhnlich verkauft zu einem Preis, der gerade ausreicht, das unter den ungünstigsten Umständen angewandte Kapital und mit der gewöhnlichen Profitrate zu ersetzen; und die Rente, die von besseren Böden bezahlt wird, mißt sich dann an dem Überschuß ihres Produkts über das Produkt des mit gleichem Kapital bebauten ärmsten Bodens.“ (p. 191, 192.) „Alles was nötig ist für ein Steigen der Rente auf der ganzen Fläche eines Landes, besitzend Böden von ungleicher Güte, ist dies, daß die besseren Böden für das zusätzliche Kapital, das im Fortschritt des Ackerbaus auf sie verwandt wird, etwas mehr liefern als die entschieden minder guten Böden. Denn da die Mittel gefunden werden können, neues Kapital auf jeden Boden, der zwischen den Extremen A und Z liegt, zu der gewöhnlichen Profitrate anzuwenden, werden die Renten auf allen Böden wachsen, die jenen besonderen Boden übertreffen.“ (p. 195.) „Wenn A, kultiviert mit 100, jährlich 110 einbringt, [wobei] £ 10 der gewöhnliche Profit, und B mit 100 £ 115 und C mit 100 £ 120 usf. bis Z, B zahlt dann Rente von 5 und C von 10. Nun [werde] jeder dieser Böden mit £ 200 bearbeitet. Also A 220, B 230, C 240 etc., also die Rente auf B nun 10 und auf C 20“ etc. (p. 193.) „Die allgemeine Akkumulation des in der Kultur angewandten Kapitals vermehrt das Produkt auf allen Bodenarten ziemlich im Verhältnis zu ihrer ursprünglichen Güte und muß von selbst die Renten erhöhen, ohne Bezug auf eine fortschreitende Verminderung des Ertrags der Arbeit und des Kapitals, die angewandt werden, und in der Tat ganz unabhängig von irgendeiner anderen Ursache.“ (p. 195.)
Dies ein Verdienst von J[ones], daß er zuerst klar hervorhebt, daß rent once supposed, its growth will on the whole {always supposing no revolutions in the mode of production} result from the augmentation of agricultural capital, of capital employed to land. This may be the case not only if prices remain the same but even when they fall below their former range.19
||1125| Gegen die [Annahme einer] gradual diminution20 in der [landwirtschaftlichen] Produktion bemerkt Jones:
„Der Durchschnittsertrag Englands an Korn überschritt ehedem keine 12 Bushel pro Acre; er ist jetzt etwa das Doppelte.“ (p. 199.) „Jeder weitere Zusatz von Kapital und Arbeit, den man dem Boden zuführt, kann ökonomischer und wirksamer angewandt werden als der letzte.“ (p. 199, 200.)
„Rente wird sich verdoppeln, verdreifachen, vervierfachen etc., wenn das auf das alte Land gelegte Kapital ver2, 3, 4facht wird, ohne daß sich der Ertrag vermindert und die relative Fruchtbarkeit der bebauten Böden eine Änderung erfährt." (p. 204.)
Dies also der erste Punkt, den Jones vor Ric[ardo] voraus hat. Rent once supposed, it may increase by the mere increase of the amount of capital employed to land, without any respect whatever to a change either in the relative fertility of the soils, or the returns of the successive doses of capital employed, or any alteration whatever in the price of agricultural produce.21
Der nächste Punkt von Jones dieser:
„Es ist nicht unbedingt erforderlich für das Steigen, daß das Verhältnis zwischen der Fruchtbarkeit der Böden völlig unverändert bleibt." (p. 205.)
{Jones übersieht hier, daß umgekehrt eine Vergrößerung der disproportion, even when the whole agricultural capital is more productively employed, must and will increase the amount of the differential rent. A diminution, on the contrary, in the differences of the fertility of the various soils, must diminish the differential rent, i. e. rent flowing from those differences. Taking away the cause you take away the effect. Still rent (apart from absolute rent) may increase, but only, then, in consequence of an increase of the agricultural capital employed.22}
„Ricardo übersah die notwendig ungleichen Wirkungen zusätzlichen Kapitals auf Böden ungleicher Fruchtbarkeit." (l.c.)
(Dies hieße also weiter nichts, als that the employment of additional capital adds to the differences of relative fertility, and, in that way, to differential rent23.)
„Wenn Zahlen, die in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen, mit derselben Zahl multipliziert werden, so bleibt ihr Verhältnis dasselbe wie das der Originalzahlen, aber die Differenz der Größen der verschiedenen Produkte wird bei jedem weiteren Schritte des Prozesses wachsen. Wenn 10, 15, 20 multipliziert werden mit 2 oder 4 und werden 20, 30, 40 oder 40, 60, 80, so bleiben ihre relativen Verhältnisse zueinander die gleichen: 80 und 60 stehen im selben Verhältnis zu 40 wie 20:15:10; aber die Differenz zwischen den Größen ihrer Produkte wird bei jeder Operation wachsen. War sie ursprünglich 5 und 10, so wird sie 10 und 20 und schließlich 20 und 40.“ (p. 206, 207.)
Dies Gesetz einfach dies:
1.) 105 1510 20. Differenz 5 [und 10]. Summe der Differenz 15.
2.) 2010 3020 40. Differenz 10 [und 20]. Summe der Differenz 30.
3.) 4020 6040 80. Differenz 20 [und 40]. Summe der Differenz 60.
4.) 8040 12080 160. [Differenz 40 und 80. Summe der Differenz 120.]
Die Differenz zwischen den Gliedern verdoppelt in 2, vervierfacht in 3.
Die Summe der Differenz ditto verdoppelt in 2, vervierfacht in 3.
Dies also das zweite Gesetz.
Das erste Gesetz war (von Jones bloß auf die Differentialrente angewandt): Die Masse der Rente wächst mit der Masse des angewandten Kapitals. Ist sie für 100 = 5, so für 200 ist sie 10.
||1126| Zweites Gesetz: All other circumstances remaining the same, the proportion in the difference between the capitals employed on different soils remaining the same, the amount of that difference, and hence the amount of the aggregate rent or the sum of those differences increases, with the absolute quantity of that difference as resulting from the increase of the capitals employed.24 Zweites Gesetz also: Die Masse der Differentialrente wächst im Verhältnis wie die Differenz des Produkts wächst, bei gleichbleibender Proportion in der fertility, aber infolge des gleichmäßigen Wachstums of capital employed on the different soils25.
Ferner:
„Wenn 100 auf den Bodenklassen A, B und C mit einem Produkt von 110, 115 und 120 angewandt werden, und in einem späteren Zeitraum 200 mit den Erträgen 220, 228, 235, so haben sich die relativen Differenzen der Produkte verringert und die Böden sind an Fruchtbarkeit einander näher gekommen. Trotzdem vermehren sich die Differenzen der Größen ihrer Produkte von 5 und 10 auf 8 und 15, und die Renten werden daher steigen. Verbesserungen, die die Tendenz haben, die Grade der Fruchtbarkeit der Kulturböden einander zu nähern, können also sehr wohl die Renten steigern, und ohne Kooperation einer andren Ursache.“ (p.208.) „Der Rübenbau und die Schafhaltung und die neuen Kapitalien, die angewandt wurden, sie zu betreiben, förderten die Fruchtbarkeit der armen Böden mehr als die der besseren. Aber sie vermehrten das absolute Produkt eines jeden und steigerten deshalb die Renten, während sie die Differenzen der Fruchtbarkeit der Kulturböden verminderten.“ (l.c.) „Bei Ricardos Meinung, daß Verbesserungen die Renten fallen machen können, ist zu bedenken, in welch langsamer Weise landwirtschaftliche Verbesserungen tatsächlich entdeckt, vervollkommnet und verbreitet werden.“ (p.211.)
{Dieser letzte Satz hat nur praktisches Interesse, geht die Sache an sich nichts an, und bezieht sich nur darauf, daß diese improvements26 nicht so rasch gehn as to considerably augment supply in regard to demand and to thus reduce market prices27.}
Ursprünglich haben wir:
1. 10a, 15b, 20c. Capital employed in each class28 = 100. Produkt = 110, 115, 120. Differenz = 5 + 10 = 15. On account29 der Verbeßrung doppeltes Kapital angewandt, statt 100 200 in each class a, b, c; aber dies Kapital wirkt verschieden auf die different classes, und wir haben Produkte = 220 (also verdoppelt das von a), 228 und 235. Also:
2. 20a, 28b, 35c. Capital employed in each class = 200. Produkt = 220, 228 und 235. Differenz = 8 + 15 = 23. Aber die Rate of difference vermindert. 5:10 (i.e. [das Verhältnis der Differenz] b – a [zu a] sub 1) = 1/2 und 10 zu 10 = 1, während 8:20 nur = 8/20 = 2/5 und 15:20 = 15/20 = 3/4. Die Rate der Differenz abgenommen, aber ihr amount zugenommen. Dies konstituiert jedoch kein neues Gesetz, sondern zeigt nur increase of rent mit dem increase of capital employed wie im ersten Gesetz, obgleich das increase auf a, b, c nicht proportionell zu ihren original differences of fertility30. Würden infolge dieser vermehrten Fruchtbarkeit (die aber [relativ] verminderte Fruchtbarkeit für b und c, da sonst ihr Produkt = 230 und 240 sein müßte) die Preise fallen, so durchaus nicht nötig, daß die Rente steigt oder auch nur stationär bliebe.
||127| Als Anwendung – sequel31 – des zweiten Gesetzes weitre application32 desselben:
Drittes Gesetz: Wenn „Verbesserungen in the efficiency of the capital employed in cultivation“ – increase the surplus profits realized on particular spots of land, they increase rent33.
Folgendes sind die hierauf bezüglichen Sätze (together mit den früheren) von Jones:
„Also die erste Quelle vom Steigen der Pächterrenten sind die fortschreitende Akkumulation und die ungleichen Wirkungen von Kapital auf die verschiedenen Bodenstufen.“ (p.234.)
{Dies kann sich jedoch nur auf improvements beziehen, die relate directly to the fertility of the soil, as f. i. manures, succession of crops34 etc.}
„Verbesserungen in der Wirksamkeit des im Landbau angewandten Kapitals erhöhen die Renten, indem sie den auf besonderen Ackerstücken realisierten Mehrprofit vermehren. Sie erzeugen regelmäßig diese Vermehrung von Mehrprofit, wenn sie nicht die Masse des Bodenprodukts so rasch vermehren, daß dadurch die Zunahme der Nachfrage überhaupt wird. Solche Verbesserungen in der Wirksamkeit des angewandten Kapitals treten gewöhnlich beim Fortschreiten der landwirtschaftlichen Geschicklichkeit und der Akkumulation größerer Massen von Hilfskapital (konstantes Kapital) „ein. Einem Steigen der Rente aus dieser Ursache folgt gewöhnlich eine Ausdehnung der Kultur auf geringere Böden, ohne irgendeine Verminderung der Erträge des landwirtschaftlichen Kapitals auf den schlechtesten der urbar gemachten Ländereien.“ (p.244.)
{[Jones] bemerkt sehr richtig, daß a fall of profits nicht beweist [the decreasing efficiency of] agricultural industry35 (alias fall im Preis des agricultural produce). Aber er selbst erklärt die Möglichkeit dieses Falls sehr mangelhaft. Entweder das Produkt mag change or its division between labourers und capitalists mag change36. Vom wirklichen Gesetz des Falls der Profitrate hier noch keine Ahnung.
„Ein Fallen des Profits ist kein Beweis für die abnehmende Produktivität der landwirtschaftlichen Arbeit.“ (p.257.) „Der Profit hängt teils von der Masse des Produkts der Arbeit ab, teils von der Teilung jenes Produkts zwischen den Arbeitern und den Kapitalisten; und ihre Masse kann sich daher infolge eines Wechsels eines dieser Faktoren ändern.“ (p.260.)
Daher auch das falsche Gesetz, das er aufstellt:
„Wenn, abgesehen von den Wirkungen der Besteuerung, eine offenbare Verminderung der Revenue der produzierenden Klassen, zusammen betrachtet, eintritt“ {hier nicht gesagt, was Revenue. Value in use or value in exchange, amount of profit or rate37}, „wenn ein Fallen der Profitrate vorkommt, das nicht durch ein Steigen des Arbeitslohns kompensiert wird und umgekehrt“ {dies eben das Ric[ardosche] Gesetz, falsch}, „dann kann man schließen, eine Verminderung der produktiven Kraft von Arbeit und Kapital ist eingetreten.“ (p.273.)
Das begreift J[ones] richtig, daß relatives Steigen [des Werts] des agricultural38 produce as compared to industrial39 produce may take place in the progress of society although in point of fact, agriculture is progressing, absolutely40.
„Im Fortschritt der Nationen ereignet es sich gewöhnlich, daß Kraft und Geschicklichkeit der Industrie in größeren Maße wächst, als dies von der Landwirtschaft eines anwachsenden Volkes erwartet werden kann. Dies ist eine unbestreitbare Wahrheit. Ein Steigen im relativen Werte der Bodenprodukte kann daher im Fortschreiten der Nationen erwartet werden, ohne eine positive Abnahme der Produktivität der Landwirtschaft.“ (p.265.)
Dies erklärt aber nicht positives Steigen der Geldpreise des raw produce41, es sei denn, daß such a fall in the value of gold takes place, as is balanced and overbalanced in manufacture by the still greater fall in the commodities produced, while it is not so balanced in agriculture. This may happen, even ||1128|| if no general fall in the value of gold (money) takes place, but when a peculiar nation f.i. buys more money by a day’s work as the competing nations do.42
Jones erklärt die Gründe, warum er in England nicht an die Wirkung des Ric[ardo]schen Gesetzes glaubt, dessen abstrakte Möglichkeit er, however43, zugibt.
„Wächst die Rente aus dem Ric[ardo]schen Grund, ‚der Anwendung einer zusätzlichen Menge Arbeit, die einen verhältnismäßig geringeren Ertrag liefert‘ und daher dem Landlord einen Teil des Produkts zuführt, das auf besserem Boden erzielt wurde, dann muß notwendigerweise der durchschnittliche Anteil am Gesamtprodukt wachsen, den der Landlord als Rente an sich nimmt." Zweitens, „die Arbeit eines größeren Teils der Bevölkerung muß der Agrikultur gewidmet werden." (p. 280, 281.)
(Letztres nicht exakt. It is possible that greater portion of secondary labour is employed – more commodities procured by industry and commerce enter the agricultural process, without the gross produce being augmented proportionally, and without more immediate labour being employed. There may even be less employed.44)
„Nun finden wir in der englischen Statistik 3 Tatsachen: Eine Ausdehnung der Bodenbebauung, begleitet von einem Steigen der gesamten Rentenmasse des Landes; eine Verminderung des Teiles des Volkes, der in der Landwirtschaft beschäftigt wird; eine Abnahme im Anteil des Landlords am Produkt." (p.282.)
(Letztres erklärt sich ganz wie die Abnahme der Profitrate: durch Zunahme des Teils des Produkts, der konstantes Kapital ersetzt. Dabei kann die Rente in amount und Wert wachsen.)
„A.Smith sagt: ,Im Fortschritt der Verbesserung nimmt die Rente im Verhältnis zum Produkt des Landes ab, obwohl sie an Größe zunimmt.'" (p.284.)
]Jones] nennt das konstante Kapital „auxiliary capital"45.
„Es folgt aus verschiednen Berichten, gemacht zu verschiedenen Zeiten dem Landwirtschaftsamt, daß das ganze in England landwirtschaftlich angewandte Kapital sich zu dem für die Erhaltung der Arbeiter erforderlichen verhält wie 5 : 1, d. h., daß 4 × mehr Hilfskapital gebraucht wird als Kapital, das zur Erhaltung der Arbeit dient, die direkt im Ackerbau angewandt wird. In Frankreich dies Verhältnis 2 : 1." (p.223.)
„Wenn eine bestimmte Menge zusätzliches Kapital in der Form des Resultats vergangener Arbeit angewandt wird, um die Arbeit der tatsächlich beschäftigten Arbeiter zu fördern, so wird ein geringerer jährlicher Ertrag genügen, die Anwendung solchen Kapitals profitabel und darum dauernd durchführbar zu machen, als wenn dieselbe Menge neuen Kapitals zur Erhaltung zusätzlicher Arbeiter verausgabt würde." (p.224.)
„Gesetzt, £ 100 würden auf das Land zur Erhaltung dreier Arbeiter verwandt, die ihren eigenen Arbeitslohn und 10% Profit produzieren, also £ 110. Das angewandte Kapital werde verdoppelt. Zuerst 3 neue Arbeiter angewandt. Das vermehrte Produkt muß = 110 l. sein, = dem Arbeitslohn der 3 zusätzlichen Arbeiter + 10 l. Profit. Nun unterstelle, die zusätzlichen £ 100 seien in der Form von Geräten, Dünger oder sonstigen Resultaten vergangener Arbeit angewandt, während die Zahl der beschäftigten Arbeiter dieselbe bleibe. Dies Hilfskapital daure im Durchschnitt 5 Jahre. Der Jahresertrag des Kapitalisten muß sein 10% Profit und 20 l. für die jährliche Abnutzung seines Kapitals, also 30 l. Ertrag nötig, um die dauernde Anwendung der zweiten 100 £ profitabel zu machen, statt 110 l., des Betrages, der erheischt ist, wenn direkt Arbeit damit angewandt wurde. Klar daher, daß die Akkumulation von Hilfskapital im Ackerbau noch anfänglich ist, wenn die Anwendung derselben Masse Kapital zur Erhaltung zusätzlicher Arbeit aufgehört hat, es zu sein, und daß die Akkumulation solchen Kapitals unendlich lange vor sich gehen kann." (p. 224, 225.)
„So vergrößert die Zunahme des Hilfskapitals daher einerseits die Macht des Menschen über die Bodenkräfte, im Verhältnis zu der ||1129| direkt oder indirekt auf den Boden angewandten Menge Arbeit, und vermindert andererseits den Jahresertrag, der erheischt ist, die fortschreitende Anwendung bestimmter Mengen neuen Kapitals profitabel zu machen." (p. 227.)
„Unterstellen wir ein Kapital, z.B. 100 l., die auf den Boden ganz in der Zahlung von Arbeitslohn angewandt sind und 10% Profit liefern, so daß die Revenue des Pächters 1/10 von der der Arbeiter. Wenn das Kapital verdrei-etc.-facht, dann wird die Revenue des Pächters fortfahren, das gleiche Verhältnis zu der der Arbeiter zu bilden. Aber wenn die Zahl der Arbeiter dieselbe bleibt und die Masse des Kapitals verdoppelt wird, dann werden die Profite £ 20 oder 1/5 der Revenue [ausmachen]. Wenn das Kapital vervierfacht, werden sie £ 40 [bilden] oder 2/5 der Revenue der Arbeiter; wenn das Kapital wächst zu 500, dann wird der Profit £ 50 oder die Hälfte der Revenue der Arbeiter [ausmachen]. Und der Reichtum, der Einfluß und wahrscheinlich auch in einigem Umfang die Zahl der Kapitalisten im Gemeinwesen wird entsprechend wachsen... Mit dem Wachsen des Kapitals gewöhnlich auch das Beschäftigen von einiger zusätzlicher direkter Arbeit nötig. Dieser Umstand wird jedoch nicht verhindern, daß die verhältnismäßige Menge des Hilfskapitals stetig [wächst]." (p. 231, 232.)
Zuerst wichtig in dieser Stelle, daß mit dem Wachstum des Kapitals das auxiliary capital wächst im Verhältnis zum variablen oder das letzte relativ abnimmt im Vergleich zum konstanten.
Daß die annual returns46 abnehmen im Verhältnis zum vorgeschößnen Kapital, wenn der Teil des auxiliary capital wächst, der aus fixem Kapital besteht oder dessen Turnus sich über mehrere Jahre erstreckt – dessen Wert jährlich nur in der Form des déchet47 in das Produkt eingeht –, findet überhaupt statt, nicht nur in der Agrikultur. Allerdings, in der Industrie vermehrt sich das während des Jahrs bearbeitete Rohmaterial noch viel schneller, als die Größe des fixen Kapital gewachsen ist. Vergleich z.B. die Masse Baumwolle, die a mule-jenny48 verbraucht wöchentlich, also auch jährlich, mit der, die ein Spinnrad braucht. Nimm aber an, z.B. in Schneiderei (auf großem Maßstab) ebensowiel Wert an Rohmaterial bearbeitet (obgleich nicht soviel Masse, aber das Rohmaterial teurer als in der Spinnerei), so muß der jährliche return49 in der Schneiderei bedeutend größer sein als in der Spinnerei, weil ein größerer Teil des ausgelegten Kapitals (fixen) in letztrer nur als annuity50 in das Produkt eingeht.
Der Wert des jährlichen returns in der Agrikultur (wo das, was man als Rohmaterial betrachten kann, der Samen, nicht wächst im Verhältnis, wie die übrigen Teile des konstanten Kapitals, namentlich das fixe) ist natürlich kleiner, wenn das Kapital wächst, aber statt daß das variable wächst, nur das konstante wächst. Denn das variable muß ganz im Produkt ersetzt sein, das andre nur als annuity, soweit es jährlich konsumiert wird.
Den Getreidepreis als gegeben vorausgesetzt, sind, wenn das qr. = 1/2 l., 220 qrs. nötig, um variables Kapital von 100 bei 10 p. c. Profit zu ersetzen, während nur 60 qrs. (= 30 l.) nötig sind, um 20 l. déchet und 10 £ Profit zu ersetzen. Ein geringrer absoluter return (hier, wie unter ähnlichen Verhältnissen in der Industrie) gibt denselben Profit. Indes laufen hier bei Jones verschiedne fallacies51 unter.
D'abord52 kann nicht gesagt werden (unter den gemachten Voraussetzungen), daß die productive powers of the soil53 gewachsen sind. Sie sind gewachsen in respect to the labour employed directly, but not in regard to the general capital employed54. Es kann nur gesagt werden, daß mindres gross produce55 nötig ist, um nach wie vor dasselbe net produce56, i. e. denselben Profit zu liefern.
||1130| Ferner das Wachsen der Revenue des Farmers im Verhältnis zu der Revenue of the labourers ist zwar in dieser besondren Sphäre so far57 wichtig, als hier der Teil des Gesamtprodukts, which goes to profit, becomes increased and goes on increasing relatively to that part which goes to the labourers58. Damit wächst und dehnt sich unbedingt aus wealth and influence des farming capitalist as compared to his labourers59. Aber Jones scheint so zu rechnen: 10 auf 100 ist 1/10; 20 l. auf 120 (nämlich 100 in Arbeit ausgelegt, 20 déchet) = 1/6, und die 20 l. sind 1/5 des den Arbeitern Gezahlten etc. Aber nichts ist falscher, als daß, generally speaking60, die Profitrate steigen kann, während das in Arbeit ausgelegte Kapital abnimmt. Grade umgekehrt. Es wird proportionell weniger surplus value realisiert. Die Profitrate sinkt aber. Mit Bezug auf den farmer speziell (wie für jedes besondre Geschäft isoliert), mag die Profitrate dieselbe bleiben, ob er mit einem Kapital von 200, 3 oder 6 Arbeiter anwendet.
Damit die Rente = surplus profit, i. e. Überschuß über den average profit61, ist unterstellt nicht nur, daß die Agrikultur formell der kapitalistischen Produktion unterworfen, sondern daß Ausgleichung der Profitraten in den verschiednen Produktionssphären, speziell auch zwischen Agrikultur und Industrie, stattfinde. Sonst kann die Rente gleich sein surplus wages62 (was auch der Profit ist). Sie kann sogar part of profit63 vorstellen. Sie kann selbst deduction from wages64 sein.
R. Jones, „An Introductory Lecture on Polit. Econ., delivered at King's College London, 27th February, 1833. To which is added a Syllabus of Course of Lectures on the Wages of Labor“, Lond. 1833.
„Eigentum am Boden stützt sich zu einer bestimmten Zeit der Entwicklung eines Volkes fast ohne Ausnahme entweder auf die allgemeine Regierung oder auf Personen, die daraus ihren Nutzen ziehen.“ (p. 14.)
„Unter der ökonomischen Struktur der Nationen verstehe ich jene Beziehungen zwischen den verschiednen Klassen, die in erster Linie durch die Einrichtung des Eigentums am Boden und durch die Verteilung seines Mehrprodukts begründet, später modifiziert und geändert werden (in einem größeren oder geringeren Ausmaß) durch die Einführung von Kapitalisten als Vermittler der Produktion und des Austauschs von Reichtum und der Ernährung und Beschäftigung der arbeitenden Bevölkerung.“ (p. 21, 22.)
Jones versteht unter „Labor Fund“65
„die Gesamtmasse der Revenuen, die von den Arbeitern konsumiert werden, welches auch immer die Quelle dieser Revenuen“. („Syllabus...“, p. 44.)
Dies Hauptsache (das Wort labor fund gehört wohl Malthus? ) bei J[ones]: Die ganze ökonomische Struktur der Gesellschaft dreht sich um die Form der Arbeit, d. h. also die Form, worin der Arbeiter sich seine Lebensmittel aneignet oder den Teil seines Produkts, upon which he lives66. Dieser labour funds hat verschiedne Formen, und das Kapital ist nur eine seiner Formen, eine historisch späte Form. Erst bei R. [Jones] erhält A. Smiths wesentliche Unterscheidung – ob die Arbeit vom Kapital bezahlt wird oder direkt aus Revenue – die ganze Entwicklung, deren sie fähig, und wird ein Hauptschlüssel zum Verständnis der verschiednen ökonomischen Gesellschaftsstrukturen. Zugleich verschwindet damit die blödsinnige Vorstellung, als ob, weil im Kapital die Revenue des Arbeiters d’abord67 in der Form eines vom Kapitalisten Angeeigneten, alias Ersparien erscheint, dies mehr als Formunterschied.
„Selbst bei den westlich europäischen Nationen finden wir noch die Wirkungen der sozialen Gestaltung, die aus dem eigentümlichen Modus, das Produkt ihres Landes und ihrer Arbeit zu verteilen, resultiert, wie er ||131|| in der früheren Periode der Existenz Ackerbau treibender Nationen eingeführt wurde“ („An introductory lecture on political economy...“ p.16) (nämlich a class of agricultural labourers68, zweitens Landlords, drittens menials, retainers und artizans69, die direkt oder indirekt an der landlords’ revenue mitzehren).
„Die Wechsel, die auf diese ökonomische Gestaltung einwirken, haben ihren großen Faktor, ihre bewegende Kraft, aus der sie herrühren, im Kapital, nämlich im akkumulierten Reichtum, der zur Erzielung von Profit angewendet wird.“ „... „Bei allen Nationen spielt die besondere Teilung des Reichtums, auf die hier hingewiesen wurde, eine sehr wichtige Rolle bei der Veränderung der Bande, die die verschiedenen Klassen des Gemeinwesens zusammenhalten, und bei der Bestimmung ihrer Produktivkraft.“ „... „In Asien und einem Teil von Europa (früher in ganz Europa) werden die nicht agrikulturellen Klassen [fast] ganz von dem Einkommen der andren Klassen erhalten; hauptsächlich von denen der Landlords. Wenn du die Arbeit eines Handwerkers wünschst, dann versorgst du ihn mit Material; er kommt in dein Haus, du ernährst ihn und zahlst ihm seinen Lohn. Nach einer Zeit tritt der Kapitalist dazwischen, er besorgt das Material, er schießt dem Arbeiter den Arbeitslohn vor, er wird sein Anwender, und er ist der Eigentümer des produzierten Artikels, den er gegen dein Geld austauscht... Eine Zwischenklasse erscheint so zwischen den Grundeigentümern und einem Teil derjenigen, die keine Landwirte sind, und von dieser Zwischenklasse werden in bezug auf Beschäftigung und Lebensunterhalt jene abhängig, die keine Landwirte sind. Die Bande, die früher das Gemeinwesen zusammenhielten, sind zernirbt und fallen auseinander; andere Bande, andere Prinzipien des Zusammenhangs verknüpfen seine verschiedenen Klassen, neue ökonomische Beziehungen entstehen etc. ... Hier in England steht nicht nur die große Masse derjenigen, die keine Landwirte sind, im Solde der Kapitalisten, sondern auch die arbeitenden Bebauer des Bodens sind deren Diener.“ (p.16 sqq.)
Der „Syllabus of a course of lectures on the Wages of Labor“ unterscheidet sich von dem Buch „On Rent“ dadurch: In dem letztern werden die verschiednen Formen des Grundeigentums betrachtet, denen verschiedne social forms of labour70 entsprechen. In dem erstren wird von diesen different forms of labour ausgegangen und sowohl die verschiednen Formen des Grundeigentums als das capital als ihr offspring71 betrachtet. Der Form, die die Arbeitsbedingungen dem Arbeiter gegenüber annehmen – also namentlich das Land (die Natur, da dies Verhältnis alle andren einschließt) –, entspricht die soziale Bestimmtheit seiner Arbeit. In der Tat aber ist es die letztre, die in der ersteren nur ihren objektiven Ausdruck findet.
Wir werden daher sehn, daß die verschiednen Formen des labour fund den verschiednen Weisen entsprechen, worin sich der Arbeiter zu seinen eignen Produktionsbedingungen verhält. Die Art, wie er sich sein Produkt (oder Teil desselben) aneignet, hängt ab von der Art, wie er sich zu seinen Produktionsbedingungen verhält.
„Der Arbeitsfonds" sagt J[ones], „kann eingeteilt werden in 3 Klassen: 1. Revenuen, produziert durch die Arbeiter, die sie selbst konsumieren und nie andren Personen angehören." {In diesem Fall, welches immer die besondre Form, muß der Arbeiter faktisch Besitzer seiner Produktionsinstrumente sein.}
„2. Revenuen, die von den Arbeitern unterschiedenen Klassen angehören und von diesen Klassen zum direkten Unterhalt von Arbeit verausgabt werden.
3. Kapital im eigentlichen Sinn.
Diese verschiednen Zweige des Arbeitsfonds können alle in unserem eigenen Lande beobachtet werden; aber wenn wir nach dem Ausland schauen, sehn wir, daß jene Teile dieses Fonds, die hier am beschränktesten, anderswo die Hauptquellen des Lebensunterhalts der Bevölkerung bilden und den Charakter und die Stellung der Mehrheit des Volkes bestimmen." (p. 45, 46.)
ad 1. „Die Löhne der arbeitenden Landwirte oder besitzenden Bauern… Diese arbeitenden Landwirte oder Bauern sind erbliche Besitzer, Eigentümer, Lehensleute. Die Lehensleute sind Hörige, Halbpächter, Häusler. Letztre Irland eigentümlich. Etwas wie Rente oder Profit oft mit den Revenuen der bäuerlichen Landwirte aller Klassen vermischt, aber wenn ihre Subsistenz wesentlich von der Belohnung ihrer manuellen Arbeit abhängt, sind sie als Lohnarbeiter zu betrachten."
Von den labouring peasants also72:
α. „erbliche Besitzer, die den Boden selbst bebauen. ||1132| Altes Griechenland. Modernes Asien, besonders Indien."
β. „[bäuerliche] Eigentümer. Frankreich, Deutschland, Amerika, Australien, Alt-Palästina."
γ. „Häusler." (p. 46–48.)
Was hier das Charakteristische: Der Arbeiter reproduziert für sich selbst den labour fonds. Er verwandelt sich nicht in Kapital. Wie er ihn direkt produziert, so eignet er ihn direkt an, obgleich seine surplus labour, je nach der besondren Form, worin er sich zu seinen Produktionsbedingungen verhält, von ihm selbst ganz oder teilweise, oder von andren Klassen ganz angeeignet wird. Ganz ökonomisches Vorurteil ist, daß Jones diese Sorte wages-labourers73 nennt. Nichts von dem, was den wages-labourer charakterisiert, existiert bei ihnen. Es ist eine schöne bürgerlich ökonomische Vorstellung, daß, weil unter dem Kapital der Teil des Produkts, den der Arbeiter sich selbst aneignet, wages ist, der von dem Arbeiter selbst verzehrte Teil seines Produkts wages sein muß.
ad 2.
„In England reduziert auf Bediente, Soldaten, Seeleute und wenige Handwerker, die auf ihre eigene Rechnung arbeiten und aus dem Einkommen ihrer Anwender bezahlt werden. Dieser Zweig des allgemeinen Arbeitsfonds unterhält auf einem großen Teil der Erde fast alle nichtlandwirtschaftlichen Arbeiter. In England hatte dieser Fonds früher Übergewicht. Warwick, der Königsmacher. Der englische Landadel. Heute überwiegt er im Orient. Handwerker, Bediente. Große Truppenkörper werden so erhalten. Folgen der Konzentration dieses Fonds in den Händen des Souveräns in allen Teilen Asiens. Plötzliches Entstehen von Städten; plötzliches Aufgeben; Samarkand, Kandahar und andere.“(p. 48, 49.)
J[ones] übersieht zwei Hauptformen: Das asiatische Gemeinwesen mit seiner Einheit von Agrikultur und Industrie. Zweitens das städtische Zunftwesen des Mittelalters, teilweise auch in der alten Welt.
ad 3.
„Kapital sollte niemals mit dem allgemeinen Arbeitsfonds der Welt verwechselt werden, von dem ein großer Teil aus Revenuen besteht. Alle Zweige der Revenuen einer Nation … tragen zur Akkumulation bei, durch die Kapital gebildet wird. Sie tun dies in verschiedenem Maße in verschiedenen Ländern und auf verschiedenen Stufen der Gesellschaft. Wenn Löhne und Renten das meiste dazu beitragen.“(p. 50.)
Daß die surplus labour sich in Kapital verwandelt (statt direkt sie als Revenue gegen Arbeit auszutauschen), läßt das Kapital als aus Revenue Ersparnis erscheinen. Dies der Hauptgesichtspunkt von J[ones]. Und in the progress of society74 in der Tat besteht die Masse des Kapitals aus so rückverwandelter Revenue. Indes erscheint bei der kapitalistischen Produktion der ursprüngliche labour fund selbst als Ersparnis des capitalist. Der reproduzierte labour fonds selbst, statt wie in 1. dem Arbeiter angehörig zu bleiben, erscheint selbst als das Eigentum des Kapitalisten, dem Arbeiter als fremdes Eigentum. Und dieser point75 nicht von J[ones] entwickelt.
Was Jones in diesem „Course“76 über die rate of profits77 und ihren Einfluß auf Akkumulation sagt, schwach:
„Wenn alle andern Umstände gleich sind, wechselt die Kraft einer Nation, von ihren Profiten zu sparen, mit der Profitrate; sie ist groß, wenn der Profit hoch ist, kleiner, wenn er niedrig ist; aber wenn die Profitrate fällt, bleibt nicht alles andere gleich. Die Mengen angewandten Kapitals können relativ zur Bevölkerungszahl wachsen.“
{Was Jones nicht einsieht, wie aus dem „may“ increase78 hervorgeht, daß the rate of profits sinks because „the quantities of capital employed relatively to the numbers of population have increased“79. Er nähert sich aber dem Richtigen.}
„Veranlassungen und Erleichterungen zu akkumulieren, können wachsen... Eine niedrige Profitrate ist gewöhnlich begleitet von einer im Verhältnis zu den Bevölkerungsziffern schnellen Akkumulationsrate wie in England; und eine hohe Profitrate von einer im Verhältnis zu den Bevölkerungsziffern langsameren Akkumulationsrate ||1133|| wie in Polen, Rußland, Indien usw.“ (p.50 sq.)
Wo die Profitrate hoch (abgesehen von Fällen wie in Nordamerika, wo einerseits kapitalistische Produktion, andererseits lower value of all agricultural produce80), ist es generally81, weil das Kapital principally82 aus variablem Kapital besteht, also die unmittelbare Arbeit vorherrscht. Nimm ein Kapital von 100, wo 1/5 variables. Und nimm an, die surplus labour sei gleich 1/3 des Arbeitstags. In diesem Fall Profit = 10 p.c. Nimm an, 4/5 bestehn aus variablem Kapital und die surplus labour = 1/6 des Arbeitstags. In diesem Fall Profit = 16 p.c.
„Irrig ist die Lehre, daß, wo im Fortschritt der Nation die Profitrate sinkt, die Mittel zur Beschaffung des Unterhalts für eine wachsende Bevölkerung abnehmen müssen. Dieser Irrtum entspringt 1. der falschen Auffassung, die Akkumulation aus Profiten müsse langsam sein, wo die Profitrate niedrig, und rasch, wo sie hoch ist; 2. der falschen Meinung, der Profit sei die einzige Quelle der Akkumulation; 3. der falschen Meinung, alle Arbeiter der Erde lebten nur von Akkumulationen und Ersparnissen aus Revenuen und nie von Revenuen selbst.“ (p.51.)
„In der ökonomischen Struktur der Nationen treten Veränderungen ein, wenn das Kapital die Aufgabe auf sich nimmt, den Arbeitslohn vorzuschießen...“ (p.51, 52.) ||1133||
||1157|| R. Jones faßt richtig zusammen in folgendem Satz: ||1157||
||1133|| „Die Menge des zum Unterhalt der Arbeit bestimmten Kapitals kann unabhängig von einem Wechsel in der Gesamtmasse des Kapitals variieren.“ (dies wichtiger Satz) „…Man kann zuweilen beobachten, daß große Fluktuationen im Ausmaß der Beschäftigung und daher großes Elend häufiger vorkommen, wenn das Kapital selbst reichlicher wird.“ (p. 52.) |1133|
|1157| Das Gesamtkapital kann dasselbe bleiben und change83 (Abnahme namentlich) im variablen Kapital eintreten. Der change im Verhältnis zwischen den beiden Bestandteilen des Kapitals schließt nicht notwendig changes in der Größe des Gesamt[kapitals] ein.
Andererseits Wachstum des Gesamtkapitals kann verbunden sein nicht nur mit relativer, sondern absoluter Abnahme des variablen Kapitals und ist stets verbunden mit heftigen fluctuations in demselben und daher „fluctuations in the amount of employment“84. |1157|
|1133| „Perioden allmählichen Übergehens der Arbeiter aus der Abhängigkeit von dem einen Fonds in die Abhängigkeit von einem anderen… Versetzung der arbeitenden Landwirte zur Bezahlung durch Kapitalisten… Versetzung der nichtlandwirtschaftlichen Klassen zur Beschäftigung durch Kapitalisten.“ (p. 52, 53.)
Was J[ones] hier „transfer“85 nennt, ist das, was ich die „ursprüngliche Akkumulation“ nenne. Bloßer Formunterschied. Steht ebenso der abgeschmackten Ansicht von den „savings“86 entgegen.
Sklaverei. „Sklaven können geteilt werden in Hirten, Grundhörige, Haussklaven, in Sklaven gemischten Charakters, die zwischen Grundhörigen und Haussklaven stehen… Wir finden Sklaven als Bauern, als Hausgesinde oder Handwerker, die aus dem Einkommen der Reichen unterhalten werden, als Arbeiter, die vom Kapital unterhalten werden.“ (p. 59.)
Aber solange Sklaverei herrscht, kann das Kapitalverhältnis immer nur sporadisch, untergeordnet, nie als beherrschend erscheinen.
„Die Produktivität der Arbeit der Völker hängt in Wirklichkeit von 2 Umständen ab: Erstens von der Fruchtbarkeit oder Unfruchtbarkeit der ursprünglichen Quellen (Land und Wasser) des Reichtums, den sie produzieren. Zweitens von der Wirksamkeit der Arbeit, die sie anwenden, wenn sie diese Quellen benutzen oder die Waren fertigstellen, die aus ihnen gewonnen werden.“ (p. 4.)
„Die Wirksamkeit der menschlichen Arbeit hängt ab:
1. von der Stetigkeit, mit der sie ausgeführt wird;
2. von dem Wissen und dem Geschick, womit sie zu den Zwecken des Produzenten angewandt wird;
3. von der mechanischen Kraft, die sie unterstützt.“ (p. 6.)
„Die Kraft, die der arbeitende Mensch in der Produktion des Reichtums ausübt…, kann verstärkt werden
1. dadurch, daß er bewegende Kräfte, die größer sind als seine eigenen, in seinen Dienst nimmt;
2. daß er eine Menge oder Art bewegender ||1134| Kraft, über die er verfügt, in einer Weise anwendet, die einen größeren mechanischen Vorteil bietet. Z. B. eine Maschine von 40 Pferdestärken wirkt anders auf Eisenbahn als auf einer Landstraße.“ (p. 8.)
„Die beste Form des Pfluges verrichtet ebensoviel und ebenso gute Arbeit mit zwei Pferden wie die schlechteste mit vieren.“ (p. 9.)
„Die Dampfmaschine ist nicht ein bloßes Werkzeug, sie liefert eine vermehrte bewegende Kraft, nicht bloß die Mittel zur mechanisch vorteilhafteren Anwendung der Kräfte, die der Arbeiter bereits besitzt.“ (p. 10, Note.)
Dies also nach J[ones] der Unterschied von tool und machinery87. Das erste gibt dem Arbeiter die Mittel, die vom Arbeiter beseßnen Kräfte mit größrem mechanischen Vorteil anzuwenden; die andre liefert einen Zuwachs von motive force88. (?)
„Kapital… besteht aus Reichtum, von der Revenue erspart und zur Erzielung von Profit gebraucht.“ (p. 16.) „Die möglichen Quellen von Kapital… sind offenbar alle Revenuen aller Individuen, die ein Gemeinwesen bilden, von welchen Revenuen es möglich ist, Ersparnisse zu machen. Die besonderen Einkommensklassen, die am reichlichsten zum Fortschritt des nationalen Kapitals beitragen, ändern sich auf verschiedenen Stufen ihrer Entwicklung und sind infolgedessen gänzlich verschieden bei Nationen, die verschiedene Positionen in dieser Entwicklung einnehmen.“ (l. c.) „Der Profit ist also weit entfernt davon, die einzige Quelle zu sein, aus der Kapital gebildet oder vermehrt wird. Sogar eine unwichtige Quelle der Akkumulation, verglichen mit Löhnen und Renten, auf den früheren Stufen der Gesellschaft.“ (p. 20.) „Wenn ein beträchtliches Anwachsen in den Kräften der nationalen Industrie tatsächlich stattgefunden hat, erlangen die Profite eine vergleichsweise größere Wichtigkeit als Quelle der Akkumulation.“ (p. 21.)
Kapital danach ein Teil des wealth89, woraus die Revenue besteht, der nicht als Revenue verausgabt wird, sondern, um Profit zu produzieren. Profit ist schon eine Form des Mehrwerts, die speziell das Kapital voraussetzt. Die kapitalistische Produktionsweise einmal vorausgesetzt – i.e. das Kapital –, ist die Erklärung richtig. D.h., wenn das vorausgesetzt wird, was erklärt werden soll. J[ones] meint aber hier alle Revenue, spent not as revenue90, sondern mit dem Zweck der Bereicherung, also productively91.
Wichtig hier aber zweierlei:
Erstens: Eine gewisse Akkumulation des Reichtums findet auf allen Stufen der ökonomischen Entwicklung statt, d.h. teils Erweiterung der Produktionsleiter, teils Schatzbildung etc. Solange wages und rents vorherrschen – d.h. nach dem Frühern, solange der größte Teil der überhaupt dem Arbeiter selbst nicht anheimfallenden surplus labour und surplus produce dem Grundeigentümer (Staat in Asien) zufällt, andrerseits der Arbeiter selbst seinen labour fonds reproduziert, selbst seine wages nicht nur produziert, sondern auch sie sich selbst zahlt, wobei er meist in der Situation (fast immer in that state of society92), sich auch selbst einen Teil at least93 seiner surplus labour und seines surplus produce anzueignen –, in diesem Zustand der Gesellschaft sind wages und rent auch die Hauptquellen der Akkumulation. (Profit hier auf Kaufleute etc. beschränkt.) Erst sobald die kapitalistische Produktion zur herrschenden geworden, nicht nur sporadisch existiert, sondern sich die Produktionsweise der Gesellschaft untergeordnet; sobald der Kapitalist, in fact, the whole surplus labour und surplus produce appropriates directly, in the first instance, although he has to pay away portions of it to the landholder etc.94, erst von diesem Augenblick wird der Profit die principal source of capital, of accumulation, of wealth saved from revenue, and used with a view to profit95. Es unterstellt dies zugleich (dies impliziert in dem Vorherrschen der kapitalistischen Produktionsweise), „a considerable advance in the power of national industry has actually taken place“96.
Den Eseln also, die sich einbilden, daß ohne den Profit des Kapitals keine Akkumulation statthaben könnte, oder die den Profit dadurch rechtfertigen, daß der Kapitalist das Opfer bringt, to save from his revenue for productive purposes97, antwortet J[ones], daß diese Funktion „of accumulating“98 nun in dieser spezifischen Produktionsweise (der kapitalistischen) dem Kapitalisten vorzugsweise zufällt; daß in frühern Produktionsweisen der Arbeiter selbst und zum Teil der landlord die Hauptfunktionäre in diesem Prozeß waren und der Profit hier fast gar keine Rolle spielte.
Die Funktion geht natürlich immer an den über, 1. der die surplus value einsteckt, und 2. unter denen, die die surplus value einstecken, namentlich an den, der zugleich Agent in der Produktion selbst ist. Sagt man ||1135| also, daß der Profit daher berechtigt, weil der Kapitalist „saves“ his capital from profit99, und weil er die Funktion des Akkumulierens erfüllt, so sagt man nur, daß die kapitalistische Produktionsweise deswegen berechtigt, weil sie da ist, was von der früheren und spätern ditto gilt. Sagt man, daß alias Akkumulation unmöglich, so vergißt man, daß diese bestimmte Manier der Akkumulation – through the agency of the capitalist100 – von historischem Datum ist und ebenso ihrem historischen Datum des Aufhörens zugeht.
Zweitens: Ist einmal per fas und nefas soviel accumulated wealth101 in die Hände von capitalists übergegangen, daß sie sich der Produktion bemächtigen können, so kann die größte mass of existing capital – after a certain lapse of time to be considered as merely originating from profit (revenue)102, d. h. kapitalisiertem Mehrwert.
Ein Punkt, den Jones nicht gebührend hervorhebt, eigentlich nur stillschweigend involviert, ist der: Wenn der labouring producer103 sich selbst seine wages zahlt und sein Produkt nicht erst die „shape“104 annimmt of being „saved“ from other people’s revenue, and then paid back by them to the labourer105, ist es nötig, daß der Arbeiter sich im Besitz (sei es als Eigentümer, tenant, hereditary occupier106 etc.) seiner Produktionsbedingungen befindet. Damit seine wages und damit der labour funds ihm als fremdes Kapital gegenüber[treten], müssen diese Produktionsbedingungen ihm verlorengegangen [sein], die shape of foreign property107 angenommen haben. Erst nachdem mit seinen Produktionsbedingungen sein labour funds ihm entrissen, ihm gegenüber verselbständigt als Kapital, fängt dann der weitere Prozeß an, der sich nicht auf die mere108 Reproduktion dieser ursprünglichen Bedingungen bezieht, sondern ihre Weiterbildung, daß sowohl die Produktionsbedingungen als der labour funds an den Arbeiter herantreten als „saved“ from other people’s revenue, in order to be converted into capital109. Mit dem Besitz seiner Produktionsbedingungen und damit seines labour funds hat er auch die Funktion zu akkumulieren verloren, und jede Addition, die er zum Reichtum macht, stellt sich dar in the shape of other people's revenue, that must first be „saved" by those people, that is to say, not spent as revenue, to perform the functions of capital and labour funds für den labourer110.
Da Jones selbst die Zustände darstellt, worin die Sache sich noch nicht so darstellt, wo die Einheit existiert, hätte er natürlich diese „Trennung" als den eigentlichen Bildungsprozeß des Kapitals darstellen müssen. Ist es einmal da, so tritt allerdings der Prozeß ein, wird er continued und expanded111 – indem nun die surplus labour des Arbeiters ihm immer als fremde Revenue gegenübertritt, durch deren „saving"112 allein wealth accumulated113 und die Stufenleiter der Produktion erweitert werden kann.
Die Rückverwandlung der Revenue in Kapital. Wenn das Kapital {i.e. die Trennung der Produktionsbedingungen vom Arbeiter} die Quelle des Profits {i.e. davon, daß die surplus labour als Revenue des Kapitals, nicht der Arbeit erscheint}, so wird nun der Profit die Quelle des Kapitals, der Neubildung von Kapital, i e davon, daß die additional114 Produktionsbedingungen als Kapital dem Arbeiter gegenübertreten, als Mittel, ihn als Arbeiter zu erhalten und seine surplus labour von neuem anzueignen. Die ursprüngliche Einheit zwischen Arbeiter und Arbeitsbedingungen {vom Sklavenverhältnis abstrahiert, wo der Arbeiter selbst zu den objektiven Arbeitsbedingungen gehört} hat zwei Hauptformen: das asiatische Gemeinwesen (naturwüchsigen Kommunismus) und die kleine Familienagrikultur (womit Hausindustrie verbunden) in one or the other115. Beide Formen sind Kinderformen und gleich wenig geeignet, die Arbeit als gesellschaftliche Arbeit und die Produktivkraft der gesellschaftlichen Arbeit zu entwickeln. Daher die Notwendigkeit der Trennung, der Zerreißung, des Gegensatzes zwischen Arbeit und Eigentum (womit zu verstehn Eigentum an den Produktionsbedingungen). Die äußerste Form dieser Zerreißung, worin zugleich die productive forces of social labour are most powerfully developed116, ist die des Kapitals. Auf der materiellen Basis, die es schafft, und vermittelst der Revolutionen, die im Prozeß dieser Schöpfung die Arbeiterklasse und the whole society undergoes117, kann erst wieder die ursprüngliche Einheit hergestellt werden.
Ein Punkt, den Jones auch nicht genug hervorhebt, ist der:
Die Revenue, die sich direkt als solche gegen Arbeit austauscht, wenn es nicht die Revenue des self-sustaining labourer118 ist, der einen secondary workman119 beschäftigt, ist die Revenue der landholders120, selbst deriviert von der Rente, die ihm der self-sustaining labourer zahlt, und die er nicht ganz in natura aufzehrt, selbst und mit seinen menials and retainers121, sondern womit er zum Teil das Produkt oder die Dienste von secondary workmen kauft etc. Dies setzt also immer das erste Verhältnis voraus.
||1136| {Ganz wie ein Teil des Profits als Zins rangiert wird, even if the industrial capitalist employs his own capital only122, weil diese Form gesonderte Existenzweise hat, so auf Grundlage der kapitalistischen Produktionsweise, even if a labourer owns his means of production, even without employing any other labourer, it is considered as capital123, und der Teil seiner eignen Arbeit, den er realisiert, au delà124 dessen, was die common wages125 bildet, erscheint als Profit, seinem Kapital geschuldet. Er wird dann selbst in different economical characters126 zerlegt. Als his own workman he gets his wages, and as capitalist, he gets his profits127. Diese Bemerkung gehört in das Kapitel: Revenue and its sources128.}
„Was den Einfluß auf die Produktivkräfte der Nationen anbelangt, so besteht ein Unterschied zwischen dem Reichtum, der gespart wurde und als Arbeitslohn verausgabt wird, um Profit zu erzielen, und jenem Reichtum, der aus der Revenue zur Erhaltung von Arbeit verausgabt wird. Im Hinblick auf diese Unterscheidung gebrauche ich das Wort Kapital, um ausschließlich jenen Teil des Reichtums zu bezeichnen, der aus der Revenue gespart wurde und benutzt wird, um Profit zu erzielen." (p. 36, 37.)
„Wir können ... unter dem Begriff Kapital allen Reichtum verstehen, der der Erhaltung von Arbeitern gewidmet ist, ob er nun einen vorherigen Ersparungsprozeß durchgemacht hat oder nicht ... Wollen wir die Stellung der arbeitenden Klassen und derjenigen, von denen sie bezahlt werden, in den verschiedenen Nationen und unter verschiedenen Bedingungen verfolgen, dann müssen wir also zwischen Kapital unterscheiden, das gespart wurde, und Kapital, das keinen Akkumulationsprozeß durchgemacht hat, kurz, zwischen Kapital, das Revenue, und Kapital, das keine Revenue ist." (p. 36.)
„In jeder Nation der Alten Welt, ausgenommen England und Holland, wird der Arbeitslohn der Landarbeiter nicht aus den Fonds vorgeschossen, die aus Revenue gespart und akkumuliert wurden, sondern aus Fonds, die von den Arbeitern selbst produziert wurden, und die nie in einer anderen Form existieren als in der eines Vorrats für ihren eigenen unmittelbaren Konsum.“ (p.37.)
Was Jones vor den übrigen Ökonomen (mit Ausnahme etwa von Sismondi) auszeichnet, ist, daß er die soziale Formbestimmtheit des Kapitals als das Wesentliche betont und den ganzen Unterschied der kapitalistischen Produktionsweise von andren Weisen derselben auf diese Formbestimmtheit reduziert. Es ist, daß die Arbeit sich direkt in Kapital verwandelt, und daß andrerseits dies Kapital Arbeit kauft, nicht ihres Gebrauchswerts wegen, sondern um sich selbst zu verwerten, Mehrwert (höheren Tauschwert) zu schaffen, „with a view to profit“129.
Zugleich zeigt sich hier aber, daß das „saving of revenue“130, um sie in Kapital zu verwandeln, und die „Akkumulation“ sich selbst nur durch die Form von den andren Weisen unterscheidet, worin „wealth is devoted to the maintenance of labour“131. Die agricultural labourers in England und Holland, die wages vom Kapital „advanced“132 erhalten, produce „their wages themselves“133, so gut wie der French peasant or the self-sustaining Russian serf134. Den Produktionsprozeß in seiner Kontinuität betrachtet, schießt der Kapitalist dem labourer heute nur vor als „wages“ einen Teil des Produkts, das der labourer gestern „produziert“ hat. Der Unterschied [zwischen der kapitalistischen und anderen Produktionsweisen] liegt also nicht darin, daß in dem einen Fall der labourer does produce his own wages, and does not produce them in the other135. Der Unterschied liegt darin, daß dies sein Produkt als wages erscheint; daß in dem einen Fall das Produkt des Arbeiters (der Teil des Produkts des Arbeiters, der den labour funds bildet) 1. als fremde Revenue erscheint, dann 2. aber nicht als Revenue verausgabt wird, auch nicht in Arbeit, worin Revenue direkt verzehrt wird, sondern 3. als Kapital dem Arbeiter gegenübertritt, das ihm diesen Teil des Produkts zurückgibt im Austausch nicht nur gegen ein Äquivalent, sondern gegen mehr labour, als in dem Produkt vergegenständlicht wird. So erscheint sein Produkt 1. als fremde Revenue, 2. als „saved“ from revenue in order to be employed in the purchase of labour with a view of profit136, i.e. als Kapital.
Und dieser Prozeß, worin sein eignes Produkt ihm als Kapital gegenübertritt, ist dasselbe, was heißt, daß der labour funds „has gone through a previous process of saving“, „has undergone a process of accumulation“, „exists“ previously to be reconverted into the means of the labourer’s substance, „in an other shape“137 (hier ausdrücklich bloße Formveränderung) „than that of a stock for the labourer’s immediate consumption“138. Der ganze Unterschied liegt in der Formverwandlung, die der vom Arbeiter produzierte labour funds durchläuft, bevor er ihm in der Form der wages wieder zuströmt. Im case der self-sustaining peasants139 oder selbständigen Handwerker nimmt er daher auch nie die Form der „wages“ an.
||1137| „Saving“ und „accumulation“ – as far as the labour funds is concerned140 – sind hier bloße Namen für die Formverwandlungen, die das Produkt des Arbeiters durchläuft. Der self-sustaining labourer ißt sein Produkt ganz so gut wie der wages-labourer141 oder der letzte vielmehr ganz so gut wie der erstre. Nur erscheint bei dem letztrin sein Produkt als something saved or accumulated from others, the capitalist’s revenue142. Das fact ist vielmehr, daß dieser Prozeß den Kapitalist befähigt, zu „save“ oder „accumulate“, on his account, the labourers surplus labour143, weswegen auch Jones so sehr hervorhebt, daß in der nichtkapitalistischen Produktionsweise die accumulation nicht from profits144 herrührt, sondern von wages, d. h. der Einnahme des self-sustaining cultivator145 oder des Handwerkers, der direkt seine Arbeit gegen Revenue austauscht (wie hätten auch sonst aus den letztrin die middleclass-men146 hervorgehn können?), und des landlords rent. Damit aber der labour funds diese Verwandlungen durchmache, ist es ebenso nötig, daß seine Produktionsbedingungen ihm ebenfalls als Kapital gegenüberbtreten, was in den andren Formen nicht der Fall. Die Erweiterung des wealth erscheint im letzten Fall nicht ausgehend vom labourer, sondern durch saving147 von Profit – Rückverwandlung von Mehrwert in Kapital –, ganz wie der labour funds selbst (vor der Erweiterung durch neue Akkumulation) als Kapital ihm gegenübertritt.
Das „saving“, wörtlich genommen, hat nur Sinn für den Kapitalisten, der seine Revenue kapitalisiert gegen den, der sie auffißt, spends as revenue, but has no sense whatever, as between capitalist and labourer148.
Zwei Hauptfacts der kapitalistischen Produktion:
[Erstens] Konzentration der Produktionsmittel in wenigen Händen, wodurch sie aufhören, als unmittelbares Eigentum des einzelnen Arbeiters zu erscheinen, sondern als Potenzen der gesellschaftlichen Produktion, wenn auch noch zunächst als Eigentum der nicht arbeitenden Kapitalisten; diese sind ihre trustees149 in der bürgerlichen Gesellschaft und genießen alle Früchte dieser Trusteeschaft.
Zweitens: Organisation der Arbeit selbst als gesellschaftliche durch Kooperation, Teilung der Arbeit, und Verbindung der Arbeit mit den Resultaten der gesellschaftlichen Herrschaft über die Naturkräfte.
Nach beiden Seiten hin hebt die kapitalistische Produktion Privateigentum und Privatarbeit auf, wenn auch noch in gegensätzlichen Formen.
Was bei A.Smith der Hauptunterschied zwischen produktiver und nicht produktiver Arbeit, daß die erste sich direkt gegen Kapital austauscht, die andre direkt gegen Revenue – der Sinn dieses Unterschieds bricht erst vollständig durch bei Jones. Es zeigt sich hier, daß die erste Arbeit die die kapitalistische Produktionsweise charakterisierende ist; die zweite, wo sie herrscht, früheren Produktionsweisen angehört, und wo sie bloß herläuft, auf Sphären beschränkt (oder beschränkt sein sollte), worin es sich nicht um die unmittelbare Produktion von Reichtum handelt.
„Kapital ist das Werkzeug, das alle die Ursachen in Gang setzt, durch die die Wirksamkeit der menschlichen Arbeit und die Produktivkräfte der Nationen vermehrt werden… Kapital ist das aufgehäufte Resultat vergangener Arbeit, das gebraucht wird, eine bestimmte Wirkung in bestimmter Richtung der Produktion von Reichtum hervorzubringen.“ [p.35.]
(Er sagt in Note ibid. p.35:
„Es wird passend sein und ist vernünftig, den Akt der Produktion als unvollendet zu betrachten, solange nicht die produzierte Ware in die Hände des Individuums gelangt ist, das sie konsumieren soll. Alles, was bis dahin geschieht, hat dieses Ziel im Auge. Pferd und Wagen des Krämers, der uns den Tee von Hertford in unser College bringt, sind ebenso notwendig, sollen wir jenen Tee erlangen, um ihn zu konsumieren, wie die Arbeit des Chinesen, der die Blätter pflückte und trocknete.“)
„...Aber ... dieses Kapital … erfüllt nicht in jedem Gemeinwesen alle die Aufgaben, die es zu erfüllen vermag. Auf jeden Fall geht es an sie nur allmählich, eine nach der anderen, heran; und es ist eine bemerkenswerte und höchst wichtige Tatsache, daß die eine besondere Funktion, deren Erfüllung unerläßlich ist, sollen die Kräfte des Kapitals für alle seine anderen Funktionen erhebliche Fortschritte machen, gerade jene ist, die das Kapital für den größten Teil der Arbeiter der Menschheit überhaupt noch nicht erfüllt hat." (p.35, 36.)
„Ich habe das Vorschießen des Arbeitslohns im Auge." (p.36.)
„Der Arbeitslohn wird von Kapitalisten noch nicht einem Viertel der Arbeiter der Erde vorgeschossen... Diese Tatsache ... von ungeheurer Bedeutung bei der Vergleichung des Fortschritts der Nationen." (l.c.)
|| 1138 | „Kapital oder akkumulierter Vorrat, nachdem es schon mannigfache andere Funktionen bei der Produktion von Reichtum erfüllt hat, übernimmt erst spät die Funktion, dem Arbeiter seinen Arbeitslohn vorzuschießen." (p.79.)
In dem letzten Satz (p.79) ist in der Tat das Kapital als „Verhältnis" ausgesprochen, nicht nur als „accumulated stock"150 sondern als ganz bestimmtes Produktionsverhältnis. Der „stock" kann nicht „take up the function of advancing wages"151. Und Jones hebt hervor, daß das Kapital in seiner Grundform – worin es dem ganzen Prozeß der sozialen Produktion den distinktiven Charakter gibt, ihn beherrscht, und eine ganz neue Entwicklung der Produktivkräfte der gesellschaftlichen Arbeit herbeiführt, alle sozialen und politischen Verhältnisse revolutioniert – die Form ist, worin es der Lohnarbeit gegenübertritt, wages zahlt. Er hebt hervor, daß vor dem Auftreten des Kapitals in dieser entscheidenden Funktion es andre Funktionen erfüllt, in andren subalternen, aber historisch frühern Formen erscheint, daß aber seine power in all its functions152 erst völlig sich entwickelt mit seinem Auftreten als industrielles Kapital. Andrerseits in the III lecture „On the gradual manner in which capital or capitalists"153 {hier liegt der Hase im Pfeffer, in diesem or; es ist nur durch diese Personifikation, daß der accumulated stock zu Kapital wird} „undertake successive functions in the production of wealth"154 sagt J[ones] nicht, welches die frühern functions sind. Sie können in der Tat nur die des merkantilen oder im Geldhandel befindlichen Kapitals sein. Aber obgleich Jones so nahe an das Richtige streift und es in gewisser Art ausspricht, ist er andrerseits doch als Ökonom so befangen im bürgerlichen Fetischismus, daß kein Teufel dafür stehn kann, ob er nicht verschiedne functions versteht, wozu „accumulated stock" als solcher dienen kann.
Der Satz:
„Kapital oder akkumulierter Vorrat, nachdem es schon mannigfache andere Funktionen bei der Produktion von Reichtum erfüllt hat, übernimmt erst spät die Funktion, dem Arbeiter seinen Arbeitslohn vorzuschießen“ (p.79.)
ist der vollständige Ausdruck des Widerspruchs, einerseits der richtigen historischen Auffassung des Kapitals, andererseits überschattet von der ökonomischen Borniertheit, daß der „stock“ als solcher „Kapital“ ist. Daher „the accumulated stock“ wird eine Person, which „takes up the function of advancing wages“ to men155. Es ist noch in der ökonomischen Befangenheit [begründet], daß Jones sie auflöst, eine Auflösung nötig, sobald die kapitalistische Produktionsweise als bestimmte geschichtliche aufgefaßt und nicht mehr ewiges Naturverhältnis der Produktion ist.
Man sieht, welch großer Sprung von Ramsay zu Jones. Ramsay erklärt grade die function des Kapitals, die es zum Kapital macht, the advancing of wages für akzidentell, nur der Armut der großen Masse geschuldet, und dem Produktionsprozeß als solchem gleichgültig. In dieser bornierten Form verleugnet er die Notwendigkeit der kapitalistischen Produktionsweise. Jones dagegen (sonderbar, daß beide Pfaffen der established church156. Die englischen Pfaffen der „church“ scheinen doch mehr zu denken als die kontinentalen} zeigt nach, daß grade diese Funktion das Kapital zum Kapital macht und das Charakteristische der kapitalistischen Produktionsweise bedingt. Er zeigt nach, wie diese Form erst auf einem gewissen Grad der Entwicklung der Produktivkräfte eintritt und dann eine ganz neue materielle Basis schafft. Aber er versteht deswegen auch die „Aufhebbarkeit“, die bloß historisch vorübergehende Notwendigkeit dieser Form in ganz anders tiefer Weise als R[amsay]. Er hält keineswegs das Kapitalverhältnis für ein ewiges Verhältnis.
„Es mag in der Zukunft einmal ein Zustand bestehen – und einzelne Teile der Welt mögen ihm entgegengehen –, unter dem die Arbeiter und die Eigentümer des akkumulierten Vorrats identisch sind. Aber in dem Fortschreiten der Nationen... war dies bisher noch nie der Fall, und um jenes Fortschreiten zu verfolgen und zu verstehen, müssen wir beobachten, wie die Arbeiter allmählich aus der Gewalt von Kunden, die sie aus ihrer Revenue bezahlen, in die von Anwendern gelangen, von denen sie durch Vorschüsse von Kapital bezahlt werden, aus deren Erträgen die Eigentümer eine besondere Revenue zu realisieren trachten. Das dürfte kein so wünschenswerter Zustand sein wie jener, in dem Arbeiter und Kapitalisten identisch sind, aber wir müssen ihn hinnehmen als ein Stadium im Entwicklungsgang der Produktion, das bisher die Geschichte fortschreitender Nationen kennzeichnet. Zu diesem Stadium sind die Völker Asiens noch nicht gelangt.“ (p.73.)
||1139| Hier sagt Jones ganz unumwunden heraus, daß er das Kapital und die kapitalistische Produktionsweise nur als eine Übergangsphase in der Entwicklung der gesellschaftlichen Produktion „akzeptiert“, eine Phase, die einen ungeheuren Fortschritt gegen alle vorhergehenden Formen bildet, wenn man die Entwicklung der Produktivkräfte der gesellschaftlichen Arbeit betrachtet –, die aber keineswegs Endresultat, vielmehr in ihrer antagonistischen Form zwischen den „owners of accumulated wealth“157 und den „actual labourers“158 die Notwendigkeit ihres Untergangs einschließt.
Jones war Professor der politischen Ökonomie in Haileybury, der Nachfolger von Malthus. Wir sehn hier, wie die wirkliche Wissenschaft der politischen Ökonomie damit endet, die bürgerlichen Produktionsverhältnisse als bloß historische aufzufassen, die zu höhren leiten, worin der Antagonismus, worauf sie beruhn, aufgelöst. Durch ihre Analyse bricht die politische Ökonomie die scheinbar gegeneinander selbständigen Formen, worin der Reichtum erscheint. Ihre Analyse (selbst bei Ricardo schon) geht so weit, daß
1. die selbständige stoffliche Gestalt des Reichtums verschwindet und er bloß mehr als Betätigung der Menschen erscheint. Alles, was nicht Resultat menschlicher Tätigkeit, Arbeit, ist Natur und als solches nicht sozialer Reichtum. Das Phantom der Güterwelt zerrinnt, und sie erscheint nur noch als beständig verschwindende und beständig wiedererzeugte Objektivierung der menschlichen Arbeit. Aller stofflich feste Reichtum ist nur vorübergehende Vergegenständlichung dieser gesellschaftlichen Arbeit. Kristallisation des Produktionsprozesses, dessen Maß die Zeit, das Maß der Bewegung selbst ist.
2. Die mannigfaltigen Formen, worin die verschiednen Bestandteile des Reichtums verschiednen Teilen der Gesellschaft zufließen, verlieren ihre scheinbare Selbständigkeit. Der Zins ist bloß Teil des Profits, die Rente bloß surplus profit. Beide sinken daher im Profit zusammen, der sich selbst auflöst in Mehrwert, d.h. unbezahlte Arbeit. Der Wert der Ware selbst aber wird bloß in Arbeitszeit aufgelöst. Die Ricardosche Schule selbst kommt so weit, daß sie eine der Formen der Aneignung dieses Mehrwerts – das Grundeigentum (Rente) – als nutzlos negiert, soweit sie von Privaten einkassiert wird. Sie leugnet den Grundeigentümer als Funktionär in der kapitalistischen Produktion. Der Gegensatz so reduziert auf Kapitalist und Lohnarbeiter. Dies Verhältnis aber betrachtet die Ricardosche Ökonomie als gegeben, als Naturgesetz, worauf der Produktionsprozeß selbst beruht. Die Spätern bleiben hierbei nicht stehn, sondern erkennen, wie Jones, nur mehr die geschichtliche Berechtigung dieses Verhältnisses an. Von dem Moment aber, wo die bürgerliche Produktionsweise und die ihr entsprechenden Produktions- und Distributionsverhältnisse als geschichtliche erkannt sind, hört der Wahn, sie als Naturgesetze der Produktion zu betrachten, auf, und eröffnet sich die Aussicht auf eine neue Gesellschaft, ökonomische Gesellschaftsformation, wozu sie nur den Übergang bildet. ||1139||
||1139|| Wir werden nun bei Jones noch Verschiednes zu betrachten [haben]:
1. Wie grade die kapitalistische Produktionsweise – das advancing of wages by capital159 – die Form und Produktivkräfte alteriert.
2. Seine Sachen über Akkumulation und Profitrate.
Hier aber zunächst noch ein Punkt hervorzuheben.
||1140|| „Der Kapitalist war nur ein Agent, um den Arbeitern den Nutzen der Verausgabung der Revenue der sie umgebenden Kunden in einer neuen Form und unter neuen Verhältnissen zukommen zu lassen.“ (p. 79.)
Dies bezieht sich auf die non-agricultural labourers160, die früher direkt von der Revenue der landholders161 etc. lebten. Statt daß sie direkt ihre Arbeit (oder deren Produkt) mit jenen Revenues austauschen, tauscht der Kapitalist das Produkt ihrer Arbeit – gesammelt und konzentriert in seiner Hand – gegen jene Revenues aus, oder diese verwandeln sich, tauschen sich aus gegen Kapital, indem sie die returns162 des Kapitals bilden. Statt der direkten returns für die Arbeit bilden sie direkte returns für das Kapital, which employs the labourers163. ||1140||
||1144|| Nachdem Jones das Kapital als spezifisches Produktionsverhältnis entwickelt, dessen Wesentliches, daß der accumulated wealth als advancer of wages164 erscheint, der labour funds selbst als „wealth saved from revenue, and employed with a view to profit“165, entwickelt er die dieser Produktionsweise eigentümlichen changes166 in der Entwicklung der Produktivkräfte. Sehr gut sagt er, wie mit dem change in den material powers of production die relations (economical)167 und damit der soziale und moralische und politische state of the nations changes168.
„In dem Maße, in dem Gemeinwesen ihre Produktivkräfte ändern, ändern sich notwendigerweise auch ihre Sitten und Gewohnheiten.“ (p. 48.) „Im Laufe ihrer Entwicklung finden alle die verschiedenen Klassen eines Gemeinwesens, daß sie mit anderen Klassen durch neue Beziehungen verknüpft sind, neue Positionen einnehmen, von neuen moralischen und sozialen Gefahren und neuen Bedingungen sozialen und politischen Gedeihens umgeben sind.“ (l.c.)
Den Einfluß der kapitalistischen Form der Produktion auf die Entwicklung der Produktivkräfte entwickelt er so. Doch vorher noch einige mit dem bisher Angeführten zusammenhängende Sätze.
„Große politische, soziale, moralische und intellektuelle Veränderungen begleiten Änderungen in der ökonomischen Organisation der Gemeinwesen und in den Kräften und Mitteln, seien sie reichlich oder dürftig, mit denen die Aufgaben der Produktion ausgeführt werden. Diese Veränderungen üben notwendigerweise einen gebietenden Einfluß auf die verschiedenen politischen und sozialen Elemente der Bevölkerung aus, in deren Schoße jene Änderungen vor sich gehen. Dieser Einfluß erstreckt sich auf den intellektuellen Charakter, auf Gewohnheiten, Gebräuche, Sitten und das Glück der Nationen.“ (p. 45.)
„England ist das einzige große Land, das … den ersten Schritt im Fortschritt zur Vollkommenheit als ein produzierender Mechanismus getan hat; das einzige Land, in dem die Bevölkerung, die landwirtschaftliche wie die nichtlandwirtschaftliche, der Leitung von Kapitalisten untergeordnet ist, und wo die Wirkungen ihrer Mittel und der besonderen Funktionen, die sie allein zu erfüllen vermögen, in ausgedehntem Maße empfunden werden, nicht bloß im enormen Wachstum seines Reichtums, sondern auch in allen ökonomischen Beziehungen und Positionen seiner Bevölkerung.
Nun sage ich mit Bedauern, aber ohne das geringste Zaudern: England darf nicht als ein glückliches Beispiel ||1145| der Laufbahn eines Volkes gelten, das in dieser Weise seine Produktivkräfte entwickelt.“ (p. 48, 49.)
„Der allgemeine Arbeitsfonds besteht: 1. Aus Arbeitslohn, den die Arbeiter selbst produzieren. 2. Aus den Revenuen anderer Klassen, die zur Erhaltung von Arbeitern ausgegeben werden. 3. Aus Kapital oder einem Teile des aus der Revenue gesparten Reichtums, der verwendet wird, um Arbeitslohn zur Erzielung von Profit vorzuschießen. Jene, die aus dem ersten Teile des Arbeitsfonds erhalten werden, wollen wir nicht verdungene Arbeiter nennen. Jene aus dem zweiten Teile bezahlte Dienstleute. Aus dem dritten gedungene Arbeiter.“ (Lohnarbeiter.) „Der Lohnbezug aus der einen oder anderen der 3 Abteilungen des Arbeitsfonds bestimmt das Verhältnis des Arbeiters zu den anderen Klassen der Gesellschaft und bestimmt so mitunter direkt, mitunter mehr oder weniger indirekt den Grad der Stetigkeit, Kunstfertigkeit und Kraft, womit die Aufgaben der Produktion ausgeführt werden.“ (p. 51, 52.)
„Die erste Abteilung, der selbst produzierte Arbeitslohn, erhält mehr als die Hälfte, vielleicht mehr als 2/3 der arbeitenden Bevölkerung der Erde. Diese Arbeiter bestehen überall aus Bauern, die den Boden besitzen und bebauen… Die zweite Abteilung des Arbeitsfonds, Revenue, verausgabt zur Erhaltung von Arbeit, erhält den weitaus größten Teil der produktiven nichtlandwirtschaftlichen Arbeiter des Orients. Sie ist von einiger Bedeutung auf dem europäischen Kontinent. In England dagegen umfaßt sie nur einige Handwerker, die Gelegenheitsarbeiten machen, die Überreste einer stärkeren Schicht… Die dritte Abteilung des Arbeitsfonds, das Kapital, beschäftigt in England die große Mehrheit seiner Arbeiter, dagegen erhält sie nur eine geringe Zahl Individuen in Asien, und im kontinentalen Europa erhält sie bloß nichtlandwirtschaftliche Arbeiter, die wahrscheinlich im ganzen nicht ein Viertel der produktiven Bevölkerung ausmachen.“ (p. 52.)
„Ich habe aus der Sklavenarbeit keine besondere Kategorie gemacht… Die bürgerlichen Rechte der Arbeiter haben keinen Einfluß auf ihre ökonomische Lage. Man kann beobachten, daß Sklaven ebenso wie Freie von jedem der Teile des allgemeinen Fonds leben.“ (p. 53.)
Wenn die „civil rights“ der labourers do not affect „their economical position“, their economical position, however, does affect their civil rights169. Die Lohnarbeit auf nationalem Maßstab, daher auch die kapitalistische Produktionsweise, nur möglich, wo die Arbeiter persönlich frei. Sie beruht auf der persönlichen Freiheit der Arbeiter.
Smiths produktive und unproduktive Arbeit wird von Jones richtig auf ihren Kern reduziert, auf kapitalistische und nichtkapitalistische Arbeit; indem er Smiths payment der labourers by capital or out of revenue170 richtig durchführt. Er selbst versteht dagegen unter productive und non-productive labour171 offenbar Arbeit, die in die Produktion von material [wealth]172 eingeht und solche, die nicht darin eingeht. Wie wir hier sehn, wo er von den productive labourers spricht, who depend on revenue expended173. Ferner:
„Jener Teil des Gemeinwesens, der unproduktiv im Sinne des materiellen Reichtums, kann nützlich oder nutzlos sein.“ (p. 42.)
„Es ist vernünftig, den Akt der Produktion als unvollendet zu betrachten, solange nicht die produzierte Ware in die Hände des Individuums gelangt ist, das sie zu konsumieren hat.“ (p. 35, Note.)
Der Unterschied der vom Kapital oder revenue living labourers174 bezieht sich auf die Form der Arbeit. Es ist der ganze Unterschied der kapitalistischen und nichtkapitalistischen Produktionsweise. Dagegen productive und unproductive labourers im engren Sinn, alle Arbeit, die in die Produktion von Ware (Produktion hier umfassend alle Akte, die die Ware zu durchlaufen vom first producer bis consumer175) eingeht, welcher Art sie immer sei, Handarbeit oder nicht (wissenschaftliche) und solche, die nicht darin eingeht, deren Zweck und Ziel nicht die Produktion von Ware. Diese Unterscheidung muß festgehalten werden und der Umstand, daß alle andren Tätigkeit rückwirken auf material production176 and vice versa, ändert absolut nichts an der Notwendigkeit der Unterscheidung.
||1146| Wir kommen jetzt zur Entwicklung der Produktivkräfte durch die kapitalistische Produktionsweise.
„Es mag hier am Platze sein, darauf hinzuweisen, wie diese Tatsache {daß die Löhne vom Kapital vorgeschossen werden} die Produktivkräfte der Arbeiter beeinflußt, oder die Stetigkeit, das Wissen, die Kraft, womit die Arbeit verrichtet wird… Der Kapitalist, der einen Arbeiter bezahlt, kann die Stetigkeit seiner Arbeit fördern. Einmal dadurch, daß er solche Stetigkeit möglich macht. Dann dadurch, daß er sie überwacht und erzwängt.
Es gibt viele und ausgedehnte Schichten von Arbeitern in der Welt, die die Straßen auf der Suche nach Kunden durchziehen und deren Arbeitslohn von den gelegentlichen Bedürfnissen von Leuten abhängt, die gerade in dem Moment nach ihren Diensten verlangen oder die Gegenstände brauchen, die sie machen.
Die ersten Missionare fanden diesen Zustand in China… ‚Dort laufen die Handwerker vom Morgen bis in die sinkende Nacht durch die Straßen, um Kundschaft zu suchen. Der größte Teil der chinesischen Arbeiter arbeitet in Privathäusern. Brauchst du Kleider? Der Schneider kommt zu dir des Morgens und geht abends heim. Das gleiche ist der Fall mit den anderen Handwerkern. Ununterbrochen laufen sie durch die Straßen, um Arbeit zu suchen, selbst die Schmiede, die ihren Hammer und ihren Schmiedeherd für gewöhnliche Arbeiten mit sich führen. Auch die Barbiere … wandern durch die Straßen mit einem Armstuhl auf der Schulter und einer Schüssel und einem Kessel für heißes Wasser in der Hand.‘ Das ist allgemein der Fall im Orient und zum Teil auch im Abendland.
Diese Arbeiter können nicht für längere Zeit arbeiten. Sie müssen sich wie ein Lohnkutscher durch die Straßen bewegen, und wenn sie keinen Kunden finden, müssen sie müßig bleiben. Wenn im Laufe der Zeit ein Wechsel in ihrer ökonomischen Lage eintritt und sie die Arbeiter eines Kapitalisten werden, der ihnen ihren Arbeitslohn vorschießt, so tritt zweierlei ein. Erstens können sie ununterbrochen arbeiten, und zweitens, eine Kraft steht bereit, deren Amt und deren Interesse es ist, zu veranlassen, daß sie wirklich ständig arbeiten … der Kapitalist hat Reserven…, auf einen Kunden zu warten… a id="S426"Auf diese Weise kommt es zu einer größeren Stetigkeit in der Arbeit dieser Klasse von Leuten. Sie arbeiten täglich vom Morgen bis in die Nacht und werden nicht dadurch unterbrochen, daß sie auf den Kunden warten oder ihn suchen, der schließlich den Artikel, an dem sie arbeiten, konsumieren soll.
Aber die Stetigkeit ihrer Arbeit, die auf diese Weise ermöglicht ist, wird gesichert und vermehrt durch die Aufsicht des Kapitalisten. Er hat ihren Arbeitslohn vorgeschossen; er wird das Produkt ihrer Arbeit erhalten. Es ist sein Interesse und sein Vorrecht, dafür zu sorgen, daß sie nicht mit Unterbrechungen oder saumselig arbeiten.
Ist einmal die Stetigkeit der Arbeit auf diese Weise erreicht, dann ist die Wirkung allein dieser Änderung auf die Produktivkraft der Arbeit sehr groß… Die Kraft ist verdoppelt. Zwei Arbeiter, die ununterbrochen das ganze Jahr hindurch vom Morgen bis zur Nacht arbeiten, werden wahrscheinlich mehr produzieren als 4 Arbeiter, die von einer Arbeit zur anderen springen und viel von ihrer Zeit damit verlieren, nach Kunden zu jagen und unterbrochene Arbeiten wiederaufzunehmen.“ (p.37 sq.)
Erstens: Den Übergang der labourers, die casual services177 tun, Rock, Hose machen im Hause des landowners178 etc., zu denen, die das Kapital beschäftigt, sieh schon bei Turgot sehr gut dargestellt.
Zweitens: Diese continuity179 unterscheidet die kapitalistische labour wohl von dieser Form, die J[ones] schildert, nicht von der Sklavenproduktion im großen.
Drittens: Es ist unrichtig, die Vermehrung der Arbeit selbst durch ihre lange Dauer und ihre non-interruptedness180 eine Vermehrung der Produktivkraft oder der power of labour181 zu nennen. Diese nur so far as the continuity augments the personal skill of the labourers182. Unter der power verstehn wir die größre produktive Macht, womit a given quantity of labour is employed, not any change in the quantity employed183. Vielmehr gehört dies zur formalen Subsumtion der Arbeit unter das Kapital. Wird erst völlig entwickelt mit der Entwicklung des fixen Kapitals. (Darüber gleich.)
Richtig hebt J[ones] hervor: Der Kapitalist betrachtet die Arbeit als sein Eigentum, wovon nichts verlorengehn darf. Bei der labour, die direkt von Revenue abhängt, handelt es sich nur um den Gebrauchswert der Arbeit.
||1147| Sehr richtig hebt J[ones] ferner hervor, daß die sedentary184 Arbeit der non-agricultural labourers185 von morgens bis abends durchaus nichts naturwüchsig gegebnes, sondern selbst Produkt der ökonomischen Entwicklung. Im Gegensatz zu der asiatischen Form und westlichen Form (früher, zum Teil noch jetzt) auf dem Land, bildet die städtische Arbeit des Mittelalters schon großen Fortschritt und Vorschule zur kapitalistischen Produktionsweise, [zur] continuity und steadiness of labour186.
{Über diese continuity of labour:
„Der Kapitalist verwaltet auch gleichsam einen Arbeitsnachweis; er versichert gegen die Ungewißheit, einen Absatz für Arbeit zu finden; wäre er nicht da, dann würde diese Ungewißheit das Unternehmen mancher Arbeit verhindern. Die Mühe, nach einem Käufer zu sehen und auf den Markt zu gehen, wird durch seine Vermittlung auf einen verhältnismäßig kleinen Umfang beschränkt.“ („An Inquiry into those Principles respecting the Nature of Demand and the Necessity of Consumption etc.“, London 1821, p. 102.)
Ebendaselbst:
„Wo das Kapital in hohem Maße fixes oder wo es in Grund und Boden angelegt ist..., ist der Gewerbsmann viel mehr verpflichtet (als wenn er weniger fixes Kapital angelegt hätte), dauernd dieselbe Menge zirkulierendes Kapital anzuwenden wie vorher, um nicht aufzuhören, aus jenem Teil, der fixes Kapital ist, irgendeinen Profit zu ziehen.“ (l. c. p. 73.)}
{[Jones sagt weiter:]
„Von den Zuständen, die aus der Abhängigkeit der Arbeiter von der Revenue ihrer Kunden in China entsprangen, erhält man wohl das lebendigste Bild in der chinesischen Ausstellung, die ihr amerikanischer Besitzer in London so lange offenhielt. Man findet dort massenhaft Figuren von Handwerkern mit ihren kleinen Bündeln Werkzeuge, die nach Kunden suchend umherziehen und müßig sind, wenn keine erscheinen. Anschaulich zeigen sie das in ihrem Falle notwendige Fehlen jener Stetigkeit der Arbeit, die eines der drei großen Elemente ihrer Produktivität ist. Sie bezeugen aber auch genügend für jeden unterrichteten Beschauer das Fehlen von fixem Kapital und Maschinerie, die kaum weniger wichtige Elemente der Fruchtbarkeit der Produktion sind.“ (Jones, [„Textbook of lectures...“, Hertford 1852], p. 73.)
„Das gleiche Bild kann man in Indien in den Städten sehen, wo das Auftreten von Europäern den Schauplatz noch nicht geändert hat. Indes werden dort die Handwerker in den ländlichen Gegenden in besonderer Art versorgt ... Jene Handwerker und andere nichtlandwirtschaftliche Elemente, die in einem Dorfe wirklich notwendig waren, wurden dadurch erhalten, daß ihnen ein Teil der gemeinsamen Revenue aller Dorfbewohner zugewiesen wird. Von diesem Fonds lebten im ganzen Lande zahlreiche Scharen von Arbeitern, die ihren Beruf von Generation zu Generation vererbten und deren Gewerbsfleiß die einfachen Bedürfnisse und Wünsche befriedigte, denen die Bauern nicht mit der Arbeit der eigenen Hände zu genügen vermochten. Die Stellung und die Rechte der ländlichen Handwerker wurden bald erblich, wie alle Rechte im Orient. Die Schar der Handwerker fand Kunden in den anderen Dorfbewohnern. Die Dorfleute waren seßhaft und konservativ, und das gleiche galt von den Handwerkern...
Die Handwerker der Städte waren und sind in einer ganz anderen Lage. Sie erhielten ihren Arbeitslohn aus einem Fonds, der im wesentlichen derselbe war – die Mehrrevenue vom Boden –, aber er war für sie geändert in der Art der Verteilung und in seinen Verteilern, so daß für sie die dauernde Seßhaftigkeit verlorenging und häufige und gewöhnlich verderbliche Wanderungen die Folge waren… Solche Handwerker sind nicht an eine Örtlichkeit durch ihre Abhängigkeit von Massen fixen Kapitals gefesselt. (Z.B. wie in Europa Baumwoll- und andre Manufakturen an Gegenden gebunden sind, wo Wasserkraft oder Brennstoff, der Dampf produziert, reichlich vorhanden ist, und ansehnliche Massen von Reichtum in Baulichkeiten und Maschinerie verwandelt sind etc.) … Anders liegt der Fall, wenn die ||1148 |Arbeiter bloß auf die direkte Empfangnahme eines Teiles der Revenuen der Leute angewiesen sind, die die von den Handwerkern produzierten Waren konsumieren… Sie sind nicht an die Nähe irgendeines fixen Kapitals gebunden. Wenn ihre Kunden ihren Wohnsitz für längere Zeit oder selbst für sehr kurze Zeiträume wechseln, müssen die nichtlandwirtschaftlichen Arbeiter ihnen folgen oder verhungern.“ (Jones, l.c. p.73, 74.)
„Der größere Teil dieses Fonds für die Handwerker wird in Asien durch den Staat und seine Beamten verteilt. Die Hauptstadt war notwendigerweise das Hauptzentrum der Verteilung.“ (p.75.)
„Von Samarkand können wir südwärts bis Beejapour und Seringapatam die Ruinen untergegangener Hauptstädte verfolgen, deren Bevölkerung sie plötzlich verließ (nicht Verfall wie in andren Ländern), sobald neue Zentren der Verteilung der königlichen Revenuen, das ist die Gesamtheit des Mehrprodukts187 vom Boden, begründet waren.“ (l.c.p.76.)
Sieh Dr.Bernier, der die indischen Städte mit Feldlagern vergleicht. Dies beruht also auf der Form des Grundeigentums in Asien.}
Von der continuity kommen wir jetzt zur division of labour188, [Entwicklung des] knowledge189, Anwendung von Maschinerie etc.
[Jones schreibt:]
„Aber mit dem Gesagten ist die Wirkung des Wechsels derjenigen, die die Arbeit bezahlen, auf die Stetigkeit der Arbeit keineswegs erschöpft. Die verschiedenen Aufgaben der Produktion können nun weiter geteilt werden… Wenn er“ (der Kapitalist) „mehr als einen Mann beschäftigt, kann er nun die Arbeit zwischen ihnen verteilen. Er kann jeden einzelnen beständig bei dem Teile der gemeinsamen Arbeit belassen, den er am besten verrichtet… Ist der Kapitalist reich und hält er eine genügende Anzahl Arbeiter, dann kann die Arbeit noch in weitere Unterableilungen zerlegt werden, soweit sie überhaupt zur weiteren Teilung geeignet ist. Die Stetigkeit der Arbeit ist dann eine vollständige… Das Kapital hat dadurch, daß es die Funktion des Vorschießens des Arbeitslohns übernahm, nun nach und nach die Stetigkeit der Arbeit vervollkommnet. Es vermehrt gleichzeitig das Wissen und die Geschicklichkeit, womit solche Arbeit angewandt wird, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen.
Die Kapitalistenklasse wird zuerst teilweise und schließlich ganz und gar entbunden von der Notwendigkeit der Handarbeit. Sie ist daran interessiert, daß die Produktivkräfte der Arbeiter, die sie beschäftigt, so groß wie möglich seien. Diese Kraft zu steigern, darauf ist ihre Aufmerksamkeit fast ausschließlich gerichtet. Eifriger wird über die besten Mittel nachgedacht, alle die Zwecke des menschlichen Gewerbefleißes zu fördern; das Wissen erweitert sich und vermehrt die Gebiete seiner Wirksamkeit und unterstützt die Produktion fast in jedem ihrer Zweige…
Aber auch die mechanische Kraft wird gesteigert. Kapital, das angewandt wird, Arbeit nicht zu bezahlen, sondern zu unterstützen, wollen wir Hilfskapital nennen.“
{Versteht also darunter den Teil des konstanten Kapitals, der nicht aus raw material190 besteht.}
„Die Masse des Hilfskapitals in der Nation kann, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, ins Endlose wachsen, bei gleichbleibender Zahl der Arbeiter. Mit jedem Schritte in dieser Richtung [wächst] das dritte Element der Wirksamkeit der menschlichen Arbeit, nämlich ihre mechanische Kraft… Die Masse des Hilfskapitals wächst so im Verhältnis zur Bevölkerung… Welche Bedingungen müssen also erfüllt sein, damit die Masse des Hilfskapitals wachsen könne, das angewandt wird, sie“ {die Arbeiter des Kapitalisten} „zu unterstützen?
3 Dinge müssen zusammentreffen:
1. Die Mittel, zusätzliches Kapital zu sparen.
2. Der Wille, es zu sparen.
3. Erfindungen, die es ermöglichen, durch die Anwendung solchen Kapitals die Produktivkräfte der Arbeit zu vermehren, und zwar in solchem Maße zu vermehren, daß sie über den Reichtum hinaus, den sie früher produzierte, noch das zusätzliche Hilfskapital so rasch reproduziert, als es aufgebraucht wird, und noch einen Profit dazu…
Ist die ganze Masse des Hilfskapitals bereits geliefert, das bei dem gegebenen Stande des Wissens mit Vorteil angewandt werden kann…, dann vermag nur eine Erweiterung des Wissens die Mittel und Wege zu weisen, mehr anzuwenden. Ferner ist eine solche Anwendung nur dann praktisch durchführbar, wenn die entdeckten Mittel die Kraft der Arbeit genügend erhöhen, daß sie das zusätzliche Kapital in derselben Zeit reproduziert, in der es verbraucht wird. Ist dies nicht der Fall, dann muß der Kapitalist seinen Reichtum verlieren… Aber darüber hinaus muß die vermehrte Wirksamkeit der Arbeiter auch noch einen Profit reproduzieren, sonst hätte der Kapitalist keinen Grund, sein Kapital in der Produktion überhaupt anzuwenden… Solange durch die Anwendung neuer Massen von Hilfskapital diese beiden Zwecke erreicht werden können, gibt es keine feste und bestimmte Grenze für die Anwendung weiterer Massen solchen Kapitals. Ihre Zunahme kann Hand in Hand gehen mit dem Zunehmen des Wissens. Aber das Wissen bleibt nie stehen, und in demselben Maße, wie es von Stunde zu Stunde nach allen Richtungen fortschreitet, können von Stunde zu Stunde neue Werkzeuge, neue Maschinen, neue bewegende Kräfte auftauchen, die das Gemeinwesen instand setzen, die Masse des Hilfskapitals, der seinen Gewerbefleiß unterstützt, mit Vorteil zu vergrößern und dadurch den Unterschied zu steigern, der zwischen der Produktivität seiner Arbeit und der ärmerer und weniger geschickter Nationen besteht.“ (l.c. [p.38-41.])
||1149| Zunächst die Bemerkung, daß die inventions oder appliances oder contrivances191 derart sein müssen,
„daß die Produktivkräfte der Arbeit in einem solchen Ausmaß vermehrt werden, daß sie über den Reichtum hinaus, den sie früher produzierte, noch das zusätzliche Hilfskapital so rasch produziert, als es aufgebraucht wird“ oder „daß sie das zusätzliche Kapital in derselben Zeit reproduziert, in der es verbraucht wird“. [p.40.]
Heißt also nichts, als daß das déchet192 ersetzt wird à fur et mesure that it takes place, or, that the additional capital is replaced in the average time during which it is consumed193. Ein Teil des Werts des Produkts – oder was auf dasselbe hinauskommt, ein Teil des Produkts – muß das consumed auxiliary capital194 ersetzen und zwar in solcher Zeit, daß, wenn es wholly consumed, it may take the place of the capital gone by195. Aber was ist die Bedingung hierzu? Die Produktivität der Arbeit muß so gesteigert werden durch das additional auxiliary capital196, daß ein Teil des Produkts abgezogen werden kann zum Ersatz dieses Bestandteils, sei es in natura, sei es per exchange197.
Ist die Produktivität so groß, d.h. die Vermehrung der Produkte, die derselbe Arbeitstag liefert, daß die einzelne Ware wohlfeiler als die einzelne Ware beim früheren Prozeß, obgleich die Summe der Waren durch ihren Gesamtpreis das jährliche (z.B.) déchet der Maschinerie deckt, also auf die einzelne Ware der aliquote Teil des déchet, der auf sie eingeht, so verschwindend klein ist, so wird das auxiliary capital reproduziert. Ziehn wir vom Gesamtprodukt den Teil ab, der das déchet ersetzt, und zweitens den Teil, der den Wert des Rohmaterials ersetzt, so bleibt ein Teil, der den Arbeitslohn zahlt und ein Teil, der den Profit deckt und selbst größren Mehrwert liefert [als] bei der früheren Prozedur.
Es könnte Vermehrung des Produkts stattfinden, ohne diese Bedingung zu erfüllen. Wenn z.B. die Anzahl der Pfunde Twist sich verzehnfachte (statt zu verhundertfachen etc.) und fiele auf 1/10 ein additional von value198 von 1/6 für déchet der Maschinerie, so wäre der mit Maschinerie gesponnene Twist teurer als der mit der Spindel gesponnene. Würden 100 l. additional capital in Guano auf die Agrikultur angewandt und müßte dieser Guano in 1 Jahr ersetzt werden und wäre der Wert von 1 qr. (bei der alten Methode) = 2 l., so müßten 50 additional qrs. produziert werden, nur um das déchet zu ersetzen. Und ohne das könnte er (vom Profit abgesehn) nicht angewandt werden.
J[ones'] Bemerkung, daß das additional capital must be „reproduced“199 (natürlich aus dem Verkauf des Produkts oder in natura) „in the time it wastes away“200, heißt nur, daß die Ware das in ihr enthaltne déchet ersetzen muß. Um die Reproduktion von neuem zu beginnen, müssen alle in der Ware enthaltenen Wertelemente ersetzt sein in der Zeit, worin ihre Reproduktion von neuem beginnen muß. In der Agrikultur ist diese Reproduktionszeit gegeben durch Naturverhältnisse und die Zeit, in der das déchet ersetzt werden muß, ist hier ebenso gegeben, ni plus ni moins201, wie die Zeit, worin alle andern Wertelemente des Getreides z.B. ersetzt sein müssen.
Damit der Reproduktionsprozeß beginnen kann – i.e. Erneuerung des eigentlichen Produktionsprozesses stattfinden kann –, muß der Zirkulationsprozeß durchlaufen, d.h. die Ware verkauft sein (soweit sie nicht in natura sich selbst ersetzt, wie der Samen) und das Geld, wofür sie verkauft ist, wieder in die Produktionselemente verwandelt sein. Bei dem Getreide und andren Agrikulturprodukten bestimmte, durch den Lauf der Jahreszeiten vorgeschriebne Epochen für diese Reproduktion, also Grenzen (extreme), positive Grenzen für die Dauer des Zirkulationsprozesses.
Zweitens: Aus der Natur der Waren als Gebrauchswerte gehn überhaupt solche positive Grenzen des Zirkulationsprozesses hervor. Alle Waren verderben in bestimmter Zeit, obgleich die ultima Thule202 ihres Daseins verschieden. Werden sie nicht von den Menschen konsumiert (für die Produktion oder individuelle Konsumtion), so werden sie von den elementarischen Naturkräften konsumiert. Sie verschlechtern; schließlich verderben sie. Geht ihr Gebrauchswert kaputt, so geht ihr Tauschwert zum Teufel, und mit ihrer Reproduktion ist es am Ende. Die letzten Grenzen ihrer Zirkulationszeit also bestimmt durch die natürlichen Termini der Reproduktionszeiten, die ihnen als Gebrauchswerten zukommen.
Drittens: Damit ihr Produktionsprozeß kontinuierlich sei, also ein ||1150| Teil des Kapitals sich fortwährend im Produktionsprozeß und der andre sich fortwährend im Zirkulationsprozeß befinde, müssen je nach den natürlichen Grenzen der Reproduktionszeiten oder Grenzen der verschiednen Gebrauchswerte oder den verschiednen Wirkungssphären des Kapitals sehr verschiedne Teilungen des Kapitals stattfinden.
Viertens: Dies gilt für alle Wertelemente der Ware gleichzeitig. Aber bei den Waren, worin viel fixes Kapital eingeht, kommt außer den Grenzen, die ihre eignen Gebrauchswerte der Zirkulationszeit vorschreiben, auch der Gebrauchswert des fixen Kapitals als bestimmend hinzu. It wastes away in a certain time and, therefore, must be reproduced in a given period.203 Sage, z.B., ein Schiff in 10 Jahren oder eine Spinnmaschine in 12. Die während der 10 Jahre bewirkte Fracht oder der verkaufte Twist in 12 Jahren muß hinreichend sein, damit ein neues Schiff nach 10 Jahren oder eine neue Spinnmaschine nach 12 die alten ersetze. Wird das fixe Kapital in 1/2 Jahr aufgezehrt, so muß das Produkt während des halben Jahres aus der Zirkulation retourniert sein.
Außer den natürlichen Sterblichkeitsfristen der Waren als Gebrauchswerte – Fristen, die bei den verschiednen Gebrauchswerten sehr verschieden sind –, außer den Erfordernissen der Kontinuität der Produktionsprozesse, wodurch wieder verschiedne letzte Grenzen der Zirkulationszeit gesetzt sind, je nachdem Waren länger oder kürzer in der Produktionssphäre verharren müssen und in der Zirkulationssphäre verharren können, kommen also noch drittens hinzu die verschiednen Sterblichkeitsfristen und daher Reproduktionsnotwendigkeiten des in die Produktion der Waren eingehenden auxiliary capital.
Als zweite Bedingung setzt Jones den „Profit", den das auxiliary capital „produzieren" muß, und dies ist conditio sine qua204 für alle kapitalistische Produktion, welches immer die besondre Formbestimmtheit des angewandten Kapitals. Nirgendwo hat er entwickelt, wie er sich eigentlich die Genesis dieses Profits vorstellt. Aber da er ihn bloß aus der „labour" ableitet und den Profit, den das auxiliary capital abwirft, bloß aus der gesteigerten efficiency of the labour of the workmen205, muß er sich auf absolute or relative surplus labour reduzieren. Er besteht ja überhaupt darin, daß der Kapitalist nach Abzug des Teils des Produkts, der in natura oder durch exchange die Bestandteile des Kapitals ersetzt, die aus Rohmaterial oder Arbeitsmitteln bestehen, er von dem übrigen Rest des Produkts erstens wages zahlt, zweitens einen Teil als surplus produce sich aneignet, ein surplus produce, das er verkauft oder in natura verzehrt. (Letztres, mit geringen Ausnahmen der Kapitalisten, die unmittelbar notwendige Lebensmittel produzieren, nicht in Rechnung zu bringen bei der kapitalistischen Produktion.) Dies surplus produce stellt aber ebensowohl realisierte Arbeit der labourers dar, als die andren Teile des Produkts, aber unbezahlte Arbeit, von dem capitalist ohne Äquivalent sich angeeignetes Produkt der Arbeit.
Was neu in der Darstellung von J[ones] ist, daß die Vermehrung des auxiliary capital über einen gewissen Grad hinaus abhängt von einem increase of knowledge206. J[ones] sagt, was nötig ist, sind 1. the means to save the additional capital; 2. the will to save it; 3. some inventions207, wodurch es die Produktivkräfte der Arbeit hinreichend vermehrt, um das additional capital zu reproduzieren und Profit darauf zu produzieren.
Was vor allem nötig ist, ist, daß surplus produce da sei, sei es in seiner Naturalform, sei es converted into money208.
Z.B. in der Baumwollproduktion, die Pflanzer in Amerika (wie jetzt in Indien) konnten große Strecken bepflanzen, hatten aber nicht die Mittel, sie209 zur rechten Zeit durch cleaning210 in Baumwolle zu verwandeln. Teil verrottete auf dem Feld. Diesem ein Ende gemacht durch die Erfindung des cotton-gin211. Teil des Produkts verwandelt sich jetzt in cotton-gin. Aber der cotton-gin ersetzt nicht nur seine Kosten, sondern vermehrt das surplus produce. Neuer Markt wirkt ebenso, z.B. zur Verwandlung von Häuten in Geld (ditto verbesserte Transportmittel).
Jede neue Maschine, die Kohlen konsumiert, ist ein Mittel, in Kohlen bestehendes Surplus in Kapital zu verwandeln. Die Verwandlung eines Teils des surplus in auxiliary capital kann doppelt sein: Vermehrung des bestehenden auxiliary capital, seine Reproduktion auf größerer Stufenleiter. Entdeckung neuer Gebrauchswerte oder neuer Anwendung alter Gebrauchswerte und neue Erfindung von Maschinerie oder motive power212, wodurch neue Arten des auxiliary capital geschaffen werden. Hier natürlich extension of knowledge213 eine der Bedingungen der Vermehrung des auxiliary capital oder, was dasselbe, der Verwandlung von surplus produce oder surplus money (wobei auswärtiger Handel wichtig) in surplus of auxiliary capital. Z. B. Telegraphie eröffnete ganz neues Feld für Anlegung von auxiliary capital, so Eisenbahnen etc., so die ganze Guttapercha- oder Indian Rubber Production214.
||1151| Dieser Punkt mit der extension of knowledge wichtig.
Akkumulation braucht daher keine neue Arbeit unmittelbar in Bewegung zu setzen, sondern braucht nur der alten andre Richtung zu geben. Z. B. dasselbe mechanische Atelier, das früher Webstühle, macht nun mechanische, und ein Teil der Weber geht ein in diese veränderte Produktionsweise, übriger Teil wird auf die Straße geworfen.
Wenn eine Maschine Arbeit ersetzt, so ruft sie auf jeden Fall weniger neue Arbeit (in ihrer eignen Produktion) hervor, als sie ersetzt. Vielleicht wird nur alter Arbeit neue Richtung gegeben. In jedem Fall wird Arbeit frei, die nach mehr oder weniger Irrsal und Trübsal in andrer Richtung verwandt werden kann. Das Menschenmaterial for a new sphere of production215 ist so geliefert. Was aber das direkte Freiwerden von Kapital angeht, so ist es nicht das Kapital, das die Maschine kauft, das frei wird, because it is invested in it216. Und gesetzt selbst, die Maschine [wäre] wohlfeiler als der ersetzte Arbeitslohn, so mehr Rohmaterial etc. erheischt. Wenn die entlaßnen Arbeiter 500 l. kosten und die neue Maschine 500, so müßte Kapitalist jährlich 500 auslegen, jetzt dauert die Maschine vielleicht 10 Jahre, und er legt jährlich nur 50 in fact aus. Aber was jedenfalls frei wird (nach Abzug der in der Maschinenfabrikation und ihrer auxiliary matters217 wie Kohle etc. mehr angewandten Arbeiter), ist das Kapital, das den return218 für die Arbeiter bildete oder wogegen sie ihr Salair auslegten. Dies existiert nach wie vor. Werden die Arbeiter als motive power einfach ersetzt, ohne daß die Maschinerie selbst sehr verändert wird, z. B. durch Wasser oder Wind, wo sie früher bewegten, so würde doppeltes Kapital frei, das Kapital, das in ihre Zahlung früher angewandt wurde und das Kapital, wogegen sie ihre Geldrevenue austauschten. Dies ein von Ricardo] gebrauchtes Beispiel.219
Immer aber ein Teil des Produkts, der früher in Arbeitslohn verwandelt, jetzt als auxiliary capital reproduziert.
Ein großer Teil der Arbeit zur Produktion von auxiliary capital verwandt, der früher direkt in der Produktion der Lebensmittel verwandt. Auch dies steht der A.Smithschen Ansicht entgegen, wonach Akkumulation von Kapital = Anwendung von mehr produktiver Arbeit. Es kann – abgesehn vom oben Betrachteten – bloß change in the application of labour220 sein und withdrawal221 der Arbeit von direkter Produktion von Lebensmitteln zur Produktion von Produktionsmitteln, Eisenbahnen, Brücken, Maschinerie, Kanälen usw.
{Wie wichtig für die Akkumulation die vorhandne Masse der Produktionsmittel und die vorhandne Stufenleiter der Produktion:
„Die erstaunliche Raschheit, mit der eine große Baumwollfabrik, die Spinnerei und Weberei einschließt, in Lancashire errichtet werden kann, rührt von den großen Sammlungen von Modellen aller Art her, angefangen bei den gigantischen Dampfmaschinen, Wasserrädern, Eisenträgern bis zu dem kleinsten Teil einer Drosselspinnmaschine oder eines Webstuhls, von denen die Ingenieure, Konstrukteure und Mechaniker eine große Auswahl haben. Im Laufe des letzten Jahres rüstete Herr Fairbairn – unabhängig von seinem Mühlenbau und seiner Dampfkesseleinrichtung – Wasserräder mit einer Leistung von 700 Pferdekräften und Dampfmaschinen mit einer Leistung von 400 Pferdekräften allein in einer seiner mechanischen Werkstätten aus. Sobald neue Kapitalien für neue Unternehmen angeboten werden, werden die Mittel, sie fruchtbringend anzulegen, mit solcher Schnelligkeit hergestellt werden, daß sie einen Profit, der den Wert der Kapitalien verdoppelt, realisieren kann, ehe eine analoge Fabrik in Frankreich, Belgien oder Deutschland in Betrieb gesetzt werden könnte.“ („Philosophie des manufactures etc.“, par A. Ure, t. I, Paris 1836, p. 61, 62.)
||1152| Mit der Entwicklung Verwohlfeilerung der Maschinerie, teils relativ im Verhältnis zu ihrer force222, teils absolut; aber zugleich damit verbunden massenhafte Aufhäufung von Maschinerie in einem Atelier, so daß, im Verhältnis zur angewandten lebendigen Arbeit, ihr Wert wächst, obgleich der Wert ihrer einzelnen Bestandteile abnimmt.
Die treibende Kraft wird wohlfeiler – die Maschine, die die motive power produziert – im Verhältnis wie die Maschinerie, die die force transmits223 und die Arbeitsmaschine verbessert, Friktion vermindert wird etc.
„Die Vorteile, die aus der Anwendung selbsttätiger Werkzeuge hervorgehen, haben nicht nur die Genauigkeit vervollkommnet und die Herstellung des Mechanismus einer Fabrik beschleunigt, sondern auch in einem bemerkenswerten Grad den Preis gesenkt und die Beweglichkeit erhöht. Man vermag heute eine vortreffliche Drosselmaschine um 9 sh. 6 d. pro Spindel und einen Selfaktor um ungefähr 8 sh. pro Spindel zu kaufen, inbegriffen die Patentgebühren für den letzteren. Die Spindeln in einer Baumwollfabrik bewegen sich mit einer so geringen Reibung, daß eine Pferdekraft 500 Spindeln auf einer Feinspinnmaschine, 300 auf einem Selfaktor und 180 auf einer Drosselmaschine in Bewegung setzt; diese Kraft schließt ein alle vorbereitenden Maschinen wie die Krempelmaschine, Vorspinnmaschine usw. Eine Kraft von 3 Pferden genügt, um 30 große Webstühle mit ihren Hechelmaschinen in Bewegung zu setzen.“ (l.c. p.62, 63.)}
[Jones sagt weiter:]
„Auf dem bei weitem größten Teile der Erde erhält die große Mehrheit der arbeitenden Klassen nicht einmal ihren Arbeitslohn von Kapitalisten. Sie produzieren ihn entweder selbst oder erhalten ihn aus der Revenue ihrer Kunden. Der große erste Schritt ist noch nicht getan, der die Stetigkeit ihrer Arbeit sichert. Nur solches Wissen und ein solches Ausmaß mechanischer Kraft unterstützt sie, als im Besitz von Leuten gefunden werden kann, die mit ihren eigenen Händen für ihren Lebensunterhalt arbeiten. Die Geschicklichkeit und Wissenschaft fortgeschrittenerer Länder, die riesenhaften bewegenden Kräfte, die akkumulierten Werkzeuge und Maschinen, die jene Kräfte in Bewegung setzen können, alles das fehlt der Arbeit einer Industrie, die bloß von solchen Agenten betrieben wird.“ („Text-book of lectures…“, Hertford 1852, p.43.)
{In England selbst:
„Nehmen wir die Agrikultur… Das Verständnis für einen guten Betrieb der Landwirtschaft ist sehr dünn gesät und sehr selten im Lande zu finden. Ein sehr geringer Teil der gesamten landwirtschaftlichen Bevölkerung wird von all dem Kapital unterstützt, das … für diesen Zweig der nationalen Produktion zu verwenden wäre… Das Arbeiten in diesen“ {großen Manufakturen} „ist die Beschäftigung nur eines kleinen Teils unserer nichtlandwirtschaftlichen Arbeiter. In Werkstätten auf dem flachen Lande sowie bei Handwerkern, die ihre einzelnen Unternehmungen mit wenig Kombination betreiben, ist die Arbeitsteilung unvollständig und die Stetigkeit der Arbeit daher unvollkommen… Man verlasse die großen Städte, gehe hinaus aufs flache Land und man wird sehen, welch großer Teil der nationalen Produktion weit hinter der Vollkommenheit in Stetigkeit, Geschicklichkeit und Kraft der Arbeit einherhinkt.“ (l.c. p.44.)}
Trennung der Wissenschaft von der Arbeit mit der [Entwicklung] der kapitalistischen Produktion. Gleichzeitig Anwendung der Wissenschaft als solcher auf die materielle Produktion.
Mit Bezug auf die Grundrente bemerkt J[ones] richtig:
Die Rente im modernen Sinn, die ganz vom Profit abhängt, unterstellt
„die Möglichkeit, Kapital und Arbeit von einem Arbeitszweig in einen anderen zu überführen … die Beweglichkeit von Kapital und Arbeit, und in Ländern, wo Kapital und Arbeit in der Landwirtschaft keine derartige Beweglichkeit haben…, können wir nicht erwarten, irgendeines der Resultate zu beobachten, die bei uns ausschließlich aus jener Beweglichkeit entspringen“. (l.c. p.59.)
Diese „mobility of capital and labour“224 ist überhaupt die reale Voraussetzung für die Bildung der allgemeinen Profitrate. Es unterstellt die Gleichgültigkeit gegen die bestimmte Arbeit. Hier tritt in der Wirklichkeit (auf Unkosten der Arbeiterklasse) Friktion ein zwischen dem einseitigen Charakter, den Teilung der Arbeit und Maschinerie dem Arbeitsvermögen auf der einen Seite geben, während es auf der andren Seite dem Kapital {was sich dadurch von seiner unentwickelten Form in der zünftigen Industrie unterscheidet} nur als lebendige Möglichkeit jeder Arbeit überhaupt gegenübersteht, dem, je nach dem Profit, der in dieser oder jener Produktionssphäre zu machen, diese oder jene Direktion gegeben wird, so daß die verschiednen Massen Arbeit aus einer Sphäre in die andre werfbar sind.
In Asien etc. „besteht die Masse der Bevölkerung aus arbeitenden Bauern. Mangelhaft entwickelte Systeme der Bodenbebauung“ bieten lange Zwischenräume der Muße. So wie der Bauer seine eigene Nahrung produziert..., so erzeugt er auch die meisten der anderen elementaren zum Leben notwendigen Dinge, die er konsumiert – seine Kleidung, seine Werkzeuge, seinen Hausrat, selbst seine Baulichkeiten; denn in seiner Klasse gibt es nur eine geringe Teilung der Berufe. Die Sitten und Gebräuche eines solchen Volkes wechseln nicht. Von den Eltern werden sie den Kindern überliefert; nichts ist da, was sie ändern oder stören würde.“ (p.97.)
Dagegen mit der mobility of capital and labour und den beständigen revolutionen225 in der Produktionsweise, daher in den Produktionsverhältnissen, Verkehrsverhältnissen und Lebensweise, die die kapitalistische Produktion charakterisiert, große mobility in the habits, modes of thinking etc. des people226.
Vergleich mit dem eben zitierten Passus über die „intervals of leisure“ im „imperfectly developed systems of cultivations“227:
„Wird eine Dampfmaschine auf einem Landgut angewandt, dann bildet sie den Teil eines Systems, das die meisten Arbeiter in der Landwirtschaft beschäftigt, und auf jeden Fall mit einer Verringerung der Zahl der Pferde.“ („On the Forces used in Agriculture.“ Paper read by Mr. John C.Morton, at the Society of Arts, [December 7, 1859]) und:
„Der Unterschied in der Zeit, die erforderlich ist, um die Produkte der Landwirtschaft fertigzumachen, und der von anderen Arbeitszweigen, ist die Hauptursache der großen Abhängigkeit der Landwirte. Sie können ihre Waren nicht in kürzerer Zeit zu Markte bringen als in einem Jahr. Während dieses ganzen Zeitraums müssen sie borgen vom Schuhmacher, Schneider, Schmied, Wagenmacher und den verschiedenen anderen Produzenten, von denen sie Produkte brauchen, und welche Produkte in wenig Tagen oder Wochen fertig werden. Infolge dieses natürlichen Umstands und infolge der raschen Reichtumsvermehrung in den anderen Arbeitszweigen sind die Grundbesitzer, die den Boden des ganzen Reichs monopolisiert haben, obgleich sie außerdem sich das Monopol der Gesetzgebung angeeignet haben, dennoch unfähig, sich und ihre Diener, die Pächter, vor dem Schicksal zu retten, die abhängigsten Leute im Lande zu werden.“ (Hodgskin „Pop. Polit. Econ.“, p. 147, Note.)
Der Kapitalist unterscheidet sich dadurch vom Kapital, daß er leben muß, also einen Teil des surplus value stündlich und täglich als Revenue verzehren muß. Je länger also die Produktionszeit dauert, bis er seine Ware auf den Markt bringen kann oder die Zeit des returns228 seiner verkauften Ware vom Markt dauert, um so mehr muß er entweder auf Pump in der Zwischenzeit leben, was wir hier nicht zu betrachten haben, oder er muß einen [um] so größeren stock of money hoard229, den er für Revenue verausgabt. Er muß sich um so länger seine eigne Revenue vorschießen. Sein Kapital muß um so größer sein. Er muß einen Teil desselben beständig als Konsumtionsfonds brachliegen haben. {In der kleinen Agrikultur daher häusliche Industrie verbunden mit der Agrikultur; Vorräte fürs Jahr etc.}
Wir kommen jetzt zu Jones' Lehre von der Akkumulation. Bisher bloß das Eigne, daß die Akkumulation durchaus nicht vom Profit ausgehn muß; zweitens, daß the accumulation of auxiliary capital depends upon the advance of knowledge230. Er beschränkt dies letztre auf Erfindung neuer mechanical appliances, motive forces231 etc. Gilt aber überhaupt. Z.B.: Wenn Korn als Rohmaterial für Branntwein gebraucht wird, new source of accumulation, because the surplus produce may be converted into new forms, satisfies to new wants, and can enter as a productive element into a new sphere of production232. Ditto wenn Stärke aus dem Korn bereitet wird etc. Die Austauschsphäre dieser bestimmten und aller Waren wird damit vermehrt. So wenn Kohle benutzt wird zum Leuchten etc.
Natürlich der auswärtige Handel auch durch die variegation233 der Gebrauchswerte und die Masse der Waren great agent in the process of accumulation234.
Was J[ones] nun zunächst sagt, bezieht sich auf den Zusammenhang zwischen Akkumulation und Profitrate. (Über die Genesis der letztern ist er keineswegs ganz klar):
„Die Fähigkeit einer Nation, Kapital aus Profiten zu akkumulieren, wechselt nicht in derselben Weise wie die Profitrate… Im Gegenteil, die Fähigkeit, Kapital aus Profit zu akkumulieren, bewegt sich gewöhnlich in entgegengesetzter Richtung wie die Profitrate; das heißt sie ist groß, wo die Profitrate niedrig steht, und klein, wo die Profitrate hoch steht.“ ([„Text-book of lectures…“, Hertford 1852], p.21.)
So sagt A.Smith: ||1154| „Wenn der Teil der Revenue der Einwohner, der aus dem Profit des Kapitals stammt, in reicheren Ländern stets viel größer ist als in armen, so rührt dies daher, weil das Kapital dort viel größer ist; im Verhältnis zum Kapital sind dort die Profite im allgemeinen viel geringer.“ („W. o. N.“, B. II, ch. III [p. 102].(117))
„In England und Holland ist die Profitrate niedriger als in jedem anderen Teile Europas.“ ([„Text-book of lectures…“, Hertford 1852], p.21.)
„In der Zeit, in der sein“ (Englands) „Reichtum und Kapital am raschesten anwuchs, ging die Profitrate allmählich zurück.“ (p.21, 22.)
„Die relativen Massen des produzierten Profits … hängen nicht von der Profitrate allein ab…, sondern von der Profitrate in Verbindung mit den relativen Mengen des angewandten Kapitals.“ (p.22.)
„Das Wachstum der Menge des Kapitals der reicheren Nationen … ist gewöhnlich von einem Sinken der Profitrate begleitet oder einem Sinken des Verhältnisses, in dem die vom angewandten Kapital bezogene jährliche Revenue zu dessen Gesamtsumme steht.“ (l.c.)
„Wenn man sagt, daß unter sonst gleichen Umständen die Profitrate das Vermögen, vom Profit zu akkumulieren, bestimmt, so kann man antworten, daß der Fall, wenn auch praktisch möglich, doch zu selten vorkommt, um Beachtung zu verdienen. Wir wissen aus unseren Beobachtungen, daß ein Sinken der Profitrate die gewöhnliche Begleiterscheinung eines Wachsens der Differenzen der von den verschiedenen Nationen angewandten Kapitalmassen ist, und daß daher nicht alle [anderen] Dinge gleichbleiben, wenn die Profitrate der reicheren Nationen sinkt.
Wenn man behauptet, der Profit könnte tief genug sinken, daß es ganz unmöglich würde, vom Profit zu akkumulieren, so ist zu antworten, daß es lächerlich wäre, über die Annahme eines solchen Sinkens zu disputieren, da das Kapital schon lange vorher, ehe die Profitrate einen solchen Stand erreicht hätte, ins Ausland gegangen wäre, um dort größeren Profit zu realisieren, und daß die Möglichkeit des Exports immer eine gewisse Grenze bilden wird, unter die der Profit in einem Lande niemals sinken wird, solange andere Länder da sind, in denen die Profit[rate] höher steht.“ (p. 22, 23.)
„Außer den ursprünglichen Quellen der Akkumulation gibt es auch abgeleitete, wie z. B. die Besitzer von Staatspapieren, Beamte usw.“ (p.23.)
All this is bel et bon.235 Es ist ganz richtig, daß die accumulated masses236 abhängen keineswegs allein von der Rate of profit, sondern von der Rate of profit multipliziert mit dem angewandten Kapital; also ebensosehr von der Größe des angewandten Kapitals. Ist das angewandte Kapital = C, und die rate of profit f. i. = r, so die Akkumulation = Cr, und es ist klar, daß dies Produkt wachsen kann, wenn Faktor C schneller wächst als Faktor r abnimmt. Und dies ist in der Tat a fact derived from observation237. Damit wissen wir aber nichts über den Grund, die raison d'être238 dieses fact. Jones selbst war ganz nah dem Grund, als er die Observation machte, daß das auxiliary capital beständig wächst relatively to the working population by which it is put into motion239.
Soweit der Fall des Profits aus dem Ric[ardo]schen Grund herrührt, dem rise of rent240, bleibt das Verhältnis der gesamten surplus value zum angewandten Kapital dasselbe. Nur wächst ein Teil davon – rent – auf Kosten des andren Teils, des profit, was das Verhältnis der Gesamt-surplus-value, wovon profit, interest and rent241 nur Kategorien bilden, unverändert läßt. Ric[ardo] leugnet also in der Tat das Phänomen selbst.
Andererseits der bloße Fall des Zinsfußes beweist nichts, sowenig wie sein Steigen, obgleich er allerdings stets Index der minimum rate242, worunter der Profit nicht gefallen. Denn der Profit muß immer größer sein als der average interest243.
||1155| Abgesehn von dem Schrecken, den das Gesetz vom Fall der Profitrate den Ökonomen einflößt, ist seine wichtigste Konsequenz die, daß es stets wachsende Konzentration der Kapitalien voraussetzt, also stets wachsende Entkapitalisierung der kleinen Kapitalisten. Dies ist überhaupt das Resultat aller Gesetze der kapitalistischen Produktion. Und streifen wir dieser Tatsache den gegensätzlichen Charakter ab, der sie auf Basis der kapitalistischen Produktion bezeichnet, was drückt dies factum aus, dieser Progress of centralisation? Weiter nichts, als daß die Produktion ihren Privatcharakter verliert und gesellschaftlicher Prozeß wird, nicht formal, wie bei allem Austausch die Produktion gesellschaftlich ist durch die absolute Abhängigkeit der Produzenten voneinander und die Notwendigkeit, ihre Arbeit als abstrakt gesellschaftliche (Geld) darzustellen, sondern reell. Indem die Produktionsmittel als gemeinschaftliche und daher nicht durch das Eigentum des einzelnen, sondern durch ihr Verhältnis zur Produktion – als gesellschaftliche Produktionsmittel – angewandt werden, ebenso die Arbeiten auf gesellschaftlicher Stufenleiter ausgeführt werden.
Jones hat einen eignen Abschnitt überschrieben: „Causes which determine the inclination to accumulate“244. [Als solche nennt er]:
„1. Differenzen des Temperaments und der Disposition des Volkes.
2. Differenzen der Verhältnisse, in denen die Revenuen der Nation unter die verschiedenen Klassen der Bevölkerung verteilt werden.
3. Verschiedene Grade der Sicherung des Genusses des gesparten Kapitals.
4. Verschiedene Grade der Leichtigkeit, die aufeinanderfolgenden Ersparnisse ebenso profitabel wie sicher anzulegen.
5. Verschiedenheiten der Möglichkeiten für die verschiedenen Schichten der Bevölkerung, ihre Lage durch Sparen zu verbessern.“ (p.24.)
Diese 5 Gründe reduzieren sich in der Tat alle darauf, daß die Akkumulation von der Stufe der kapitalistischen Produktionsweise abhängt, die eine bestimmte Nation erreicht hat.
D'abord245 Nr.2. Wo die kapitalistische Produktion entwickelt, bildet Profit die Hauptsource246 der Akkumulation, d.h. die Kapitalisten haben den größten Teil der national revenue in Händen und selbst [ein] Teil der landlords sucht zu kapitalisieren.
Nr. 3. Die (juristisch-polizeiliche) Sicherheit wächst im Verhältnis, wie die Kapitalisten das Staatsregime unter ihre Hände bekommen.
Nr.4. Mit der Entwicklung des Kapitals wachsen die Produktionssphären einerseits. Andererseits Organisation des Kredits, um jeden farthing in den Händen der money-lenders (banquiers)247 zu sammeln.
Nr.5. In der kapitalistischen Produktion hängt die bettering248 bloß vom Geld ab, und jeder kann sich einbilden, Rothschild zu werden.
Nr.1 bleibt. Alle Völker haben nicht gleiche Anlage zur kapitalistischen Produktion. Einige Urvölker, wie Türken, haben weder Temperament noch Disposition dazu. Aber dies Ausnahmen. Mit der Entwicklung der kapitalistischen Produktion wird ein average249 Niveau der bürgerlichen Gesellschaft und damit der Temperamente und dispositions in den verschiedensten Völkern geschaffen. Wesentlich kosmopolitisch wie das Christentum. Christentum daher auch spezielle Religion des Kapitals. In beiden gilt nur der Mensch. An und für sich ist ein Mensch so wenig und so viel wert wie der andre. In dem einen hängt alles davon ab, ob er den Glauben, und in dem andren, ob er Kredit hat. Außerdem kommt bei dem einen allerdings die Gnadenwahl hinzu. Bei dem andren der Zufall, ob er von Haus aus Geld hat oder nicht.
Quelle des Mehrwerts und primitive rent250:
„Wird der Boden angeeignet und bebaut, dann liefert er fast stets für die darauf verwandte Arbeit mehr als erforderlich, die bereits eingeführte Art der Bewirtschaftung fortzuführen. Was er darüber hinaus produziert, || 1156| wollen wir sein Mehrprodukt nennen. Dieses ist die Quelle der ursprünglichen Rente, und darauf ist die Ausdehnung jener Revenuen beschränkt, die dauernd von Eigentümern des Bodens im Unterschied zu seinen Besitzern aus dem Boden bezogen werden können." (p. 19.)
Diese primitive rents sind die erste gesellschaftliche Form, worin sich die surplus value darstellt, und dies ist die verborgne Anschauung, die der Physiokratie zugrund liegt.
Beide, absolute und relative surplus value, haben das gemein, daß sie einen gewissen Grad der Produktivkraft der Arbeit voraussetzen. Wenn der ganze Arbeitstag (disponible Arbeitszeit) eines Menschen (jedes Menschen) nur hinreichte, sich selbst (und family to the utmost251) zu nähren, so fiele surplus labour, surplus value und surplus produce fort. Diese Voraussetzung eines gewissen Grades von Produktivkraft basiert auf der natürlichen Fruchtbarkeit der natural sources of wealth252, Land und Wasser. Sie ist verschieden in verschiednen Ländern etc. Im Anfang Bedürfnisse einfach und roh, also das minimum produce, das zur Erhaltung der Produzenten selbst nötig, klein. So dann auch das surplus produce. Andrerseits in solchen Verhältnissen die Zahl der von surplus produce Lebenden ebenfalls sehr klein, so daß es253 die Sammlung des kleinen surplus produce einer verhältnismäßig großen Anzahl von Produzenten.
Die Basis der absolute surplus value – d. h. die reelle Bedingung für ihr Dasein – ist die natürliche Fruchtbarkeit des Landes, der Natur, während die relative surplus value auf der Entwicklung der gesellschaftlichen Produktivkräfte beruht.
Damit sind wir mit Jones fertig. |XVIII–1156|