41, Regent's Park Road, N. W.
[London] 1.Nov. 1894
Mein lieber Plechanow,
Selbstverständlich werde ich Ihnen die Durchsicht in der „Neuen Rh[einischen] Zeitung" usw. soweit wie möglich erleichtern, und ich verstehe gar nicht, warum Sie sich genieren, mir das offen zu sagen. Momentan sind meine Bücher noch nicht sortiert; diese Arbeit wurde unterbrochen, weil ich eine Vielzahl anderer Dinge zu erledigen hatte, wie Gänge in die Stadt, Konsultationen bei Rechtsanwälten und andere Unannehmlichkeiten, bedingt durch die gesetzlichen Formalitäten und materiellen Schwierigkeiten, ohne die es in England und besonders in London nicht möglich ist, ein Haus zu mieten. Und das hat noch immer kein Ende...
Bevor ich meine Bücher nicht in Ordnung gebracht habe, wird es kaum möglich sein anzufangen, und darum möchte ich Sie bitten, sich noch etwas zu gedulden. Aber seien Sie versichert, daß Sie alles erhalten werden, was ich an Büchern, Zeitungen usw. in der Sie interessierenden speziellen Literatur finden kann. Wir werden uns darüber unterhalten, sobald ich das Vergnügen haben werde, Sie zu sehen.
Freundschaftlichst Ihr
F. Engels
Soeben höre ich, daß in unserer Küche ein neuer Herd gesetzt wird und wir daher bis nächste Woche nicht kochen können. Wir können Sie also Sonntagabend nicht empfangen, da wir Sie nicht bewirten können. Wenn Sie jedoch an einem anderen Abend nach acht Uhr vorbeikommen wollten, werden wir uns über die Bücherangelegenheit unterhalten.
Aus dem Französischen.