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Engels an Eduard Bernstein
in London
4, Royal Parade, Eastbourne
6./9./94
Lieber Ede,
An Schlüter werde ich schreiben, ihm mitteilen, daß Du Zeitmangel hast und er aus der „N[euen] Z[eit]“ abdrucken kann.
Die Druckfehler haben Zeit, bis ich zurückkomme, 18.Sept. Die Vorrede1 wird erst später fertig, Du kannst sie aber vor Absendung bei mir ansehn. Das über die Profitrate findest Du im Buch selbst, in der Vorrede kommt nichts Neues zur Sache vor, nur Kritik der Lösungsversuche.
Was den Edwards angeht, so würde ich an Deiner Stelle mal zuerst von Avelings erfragen, weshalb sie abgelehnt und was sie von dem Mann wissen, das don’t know him2 ist im Englischen nicht ganz eindeutig. Wenn Du die Zeit opfern willst, so hat es gewiß sein Gutes, daß Du einen beliebigen Arndt oder Hyndman verhinderst, den Artikel zu schreiben. Andrerseits kann man mit Mitarbeit an solchen plötzlich von Unbekannten ins Leben gerufnen Sammelwerken allerlei Erfahrungen machen. Der Mann kann Dir nicht übelnehmen, wenn Du bei ihm anfragst, welche andren Mitarbeiter er schon gewonnen hat, das würde Dir doch ein bestimmteres Urteil erlauben.
Pinkau soll gern ein Photo haben, sobald ich selbst wieder eins habe – wie Du weißt, schlugen Inkas Versuche fehl, seitdem bin ich nirgendswo vor die Lupe gekommen.
Viele Grüße an Gine und die Kinder von Louise und
Deinem
F. Engels
Freyberger ist in London heute zum Spitaldienst.