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Engels an Laura Lafargue
in Le Perreux

London, 4.Nov. 92

Mein liebes Löhr,

Heute morgen erhalte ich von Meißner eine Überweisung über £ 38, wovon ein Drittel, £ 12.13.4 d. Dein Anteil ist und durch den beigefügten Scheck beglichen wird, dessen Eingang Du mir bitte bestätigen willst. Es sind etwa noch 400 Exemplare von Bd. II1 übrig, und die zweite Auflage ist in Vorbereitung. Die vierte Auflage von Bd. I1 ist heraus, 460 Exemplare sind verkauft, die den größten Teil der Druckkosten etc. tilgen; nur 886 Mark sind noch zu decken, und alle Einnahmen darüber hinaus sind Gewinn, der mit Meißner zu teilen ist.

Mit dem dritten Bd.1 bin ich gut im Zuge und werde nicht aufhören, bis er fertig ist. Das kann nur geschehen, wenn ich die Korrespondenz vernachlässige, Du mußt meine Kürze also entschuldigen.

Du solltest jetzt Deinen fälligen Besuch in London ernsthaft erwägen; wir haben so viel davon gesprochen, daß er nun endlich verwirklicht werden müßte. Wir würden uns alle so sehr freuen, Dich wieder einmal hier zu sehen.

Ich erwarte täglich die Nachricht, daß Pumps wieder ein Baby bekommen hat. Es ist längst fällig, wenn nicht überfällig, sie selbst erwartete es bereits vor einem Monat, aber sie verrechnet sich immer.

Ich frage mich, ob Jack Burns wirklich den Unsinn über die ausländischen Arbeiter gesagt hat, den ihm Huret im „Figaro" in den Mund legt.

Aber nun wieder an die Arbeit! An dem Tage, an dem ich diesen Abschnitt über Banken und Kredit2 beende, der mir seit 4-5 Jahren den Weg versperrt (weil er unter 3 Monaten absolut freier Zeit nicht fertig werden kann und ich diese 3 Monate niemals finden konnte) –, an dem Tage, an dem ich ihn beende, wird einiger Alkohol konsumiert werden – darauf kannst Du wetten!

Herzliche Grüße von Louise.

Immer Dein
F. Engels

Aus dem Englischen.