[London] 28. Mai [1892]
Werter Sir Henry,
Vielen Dank für Ihre gestrige Mitteilung. Gumpert hat mir tatsächlich einen vollständigen Bericht von der Konsultation mit Dreschfeld gegeben, den zu rufen er bereits 3 oder 4 Wochen vorher Schorlemmer vorgeschlagen hatte, aber Sch[orlemmer] wollte nichts davon wissen. Da sich die beiden Ärzte in ihrer Diagnose völlig einig sind, befürchte ich, daß uns nur wenig Hoffnung bleibt.
Ich habe meinen Freund Bebel vom Deutschen Reichstag1 bis Mitte nächster Woche zu Besuch bei mir und habe vor, etwa Donnerstag nach Manchester hinüberzufahren, falls Gumpert mich nicht früher ruft.
Wenn ich die in Ihrer Mitteilung gebrauchte Form der Anrede nicht erwidre, so einfach deshalb, weil diese Mitteilung in der Handschrift eines Dritten geschrieben und deshalb ein unbeabsichtigter Irrtum nicht ganz ausgeschlossen ist.
Ihr ergebener
Aus dem Englischen.