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Engels an Hermann Schlüter
in Hottingen-Zürich

London, 7. Dez. 87

Lieber Herr Schlüter,

Es wird am besten sein, wenn Sie ein Heft: Kleinere Aufsätze, 1871–75, von F. E[ngels] zusammenstellen, wie folgt.

1. Artikel über Vogt1, 1871, Nr. 38, 14. Mai
2. „Flüchtlingsliteratur"
3. Tkatschows Brief2
4. „Soziales aus Rußland"
5. „Bakunisten an der Arbeit".

Den Artikel der „N[euen] Rh[einischen] Z[eitung]"1-3 müssen wir weglassen, erstens erfordert der heutzutage eine erklärende Ergänzung (wegen der russischen Freunde), und zweitens hab' ich vor, die Artikel der „N. Rh. Z." von M[arx] und mir später einmal zusammen herauszugeben. Darüber könnten wir später einmal sprechen.

Inl. „Bak[unisten] an der Arbeit" mit den Absätzen in Abschnitt III richtig numeriert, wie sie aufeinanderfolgen sollen. Bitte mir diesen Bogen gefl. zur Ansicht zuzuschicken, damit ich meiner Sache sicher bin. Die übrige Korrektur kann dort besorgt werden.

Können Sie mir noch 1 oder 2 Ex. der „Revue der N[euen] Rh[einischen] Z[eitung]" auftreiben (vollständig), so zahle ich gern dafür. Ich habe nur Heft 3 und 5 und 6, so daß 1, 2 und 4 ebenfalls erwünscht.

Die „Mordspatrioten" sollen Sie bald haben, ich schreibe die Einleitung. „Gewaltstheorie" will ich ebenfalls zurechtzumachen suchen.4

Was andre Sachen angeht, so 1. „N. Rh. Ztgs."-Aufsätze s. vorstehend; 2. „Revue der N. Rh. Z." ist nichts, was nicht eine Einleitung bedürfte und Zeit wegnimmt; 3. „Preuß[ische] Militärfrage" habe ich an Meißner verkauft, mit dem ich keinen Krakeel anfangen kann, und das dort Gesagte wäre heute auch ohne Erläuterung oft sehr mißverständlich.

Ich muß nach Neujahr an den III. Band „Kapital" und dafür meine Augen schonen. Außer dem Übernommnen kann ich daher zunächst absolut nichts für Sie tun, es tut mir sehr leid, aber es geht nicht anders. Sobald dies Ms. im Druck, werde ich während der Korrektur, wenn meine Augen erst wieder in Ordnung, Zeit für Sie haben. Aber bedenken Sie, daß ich noch immer nur wenige Stunden des Tags schreiben kann und nur bei dem hier oft gar nicht für Geld zu habenden Tageslicht, und dabei eine große Korrespondenz!

Mit bestem Gruß

Ihr
F. Engels