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Engels an Karl Kautsky
in London

4, Cavendish Place
Eastbourne, 24./8./86

Lieber Kautsky,

Deine Lawine Briefe heut morgen hat mich vollständig erdrückt, zerquetscht, zermalmt, versimpelt. Ich winde mich durch deren Beantwortung, wie es eben geht. Besten Dank!

L[iebknecht] schreibt mir, er würde vielleicht schon morgen direkt nach London abreisen via Vlissingen – ich erwarte täglich ein paar Zeilen Bestimmteres, und sowie ich den Tag seiner Ankunft weiß, komme ich auf einen Tag herüber und hole ihn hieher ab. Den Esel würde ich ihm nicht kaufen, auf dem Schiff kann er auch ohne Esel schreiben. Oder nimmt er sich vor, die ganze Zeit seekrank zu sein? Aber gegen die Seekrankheit ist bis jetzt kein Esel gewachsen.

Am 12.–13. will der alte Genfer Becker1 in London bei mir einspringen.

Auf Mitte Sept. meldet sich Mutter Schack benebst den Wischnewetzkys für London an.

Wenn dann Schorl[emmer] und Lafargues noch dazukommen – von Schorl[emmer] Postkarte aus Bellaggio, Comer See 16. Aug., erhalten –, dann wird's heiter.

Wir bleiben hier bis 4. Sept. – Samstag über 8 Tage.
Nim und Pumpses grüßen Deine Frau und Dich bestens.

Ditto Dein
F. E.