London, 3. Juni 1885
Werter Herr,
Ich habe Ihren Brief vom 24. [April] (6.) Mai erhalten und hoffe, daß Sie die Bogen 21/26, die ich am 13. Mai absandte, bekommen haben. Heute schicke ich Ihnen 27/33, den Rest. In einigen Tagen denke ich Ihnen das Vorwort usw. schicken zu können. Aus diesem Vorwort werden Sie ersehen, daß das Ms. von Bd. III schon 1864/66, also vor der Zeit geschrieben worden ist, da der Verfasser dank Ihrer Liebenswürdigkeit in der Lage war, sich mit den Agrarverhältnissen Ihres Landes so gründlich vertraut zu machen. Augenblicklich arbeite ich an dem Kapitel über die Grundrente und habe bis jetzt noch keine Anspielung auf russische Verhältnisse gefunden. Sobald das ganze Manuskript in eine leserliche Schrift übertragen worden ist, werde ich es ordnen müssen, indem ich es mit anderen Materialien, die vom Autor hinterlassen wurden, vergleiche; und für das Kapitel über die Grundrente sind sehr umfangreiche Auszüge aus den verschiedenen statistischen Werken, die er von Ihnen bekam, vorhanden – aber ob diese irgendwelche kritischen Notizen enthalten, die für diesen Band verwertbar sind, kann ich noch nicht sagen. Was aber da ist, soll aufs gewissenhafteste genutzt werden. Auf jeden Fall wird mich die bloße Arbeit des Umschreibens bis tief in den Herbst hinein beschäftigen, und da das Manuskript nahezu 600 Seiten in Folio ausfüllt, wird es vielleicht wieder in zwei Bände geteilt werden müssen.
Die Analyse der Grundrente ist theoretisch so vollständig, daß Sie darin sicher allerhand Interessantes für die speziellen Bedingungen Ihres Landes finden werden. Allerdings werden in diesem Ms. die vorkapitalistischen Formen des Grundeigentums nicht behandelt; sie werden lediglich hie und da des Vergleichs wegen erwähnt.
Ihr sehr ergebener
P. W. Rosher
Aus dem Englischen.1