122, Regent's Park Road, N.W.
London, 4. Febr. 85
Dear Madam,
Ich hoffe, daß Sie den Brief, den ich ungefähr um Neujahr herum an Sie schrieb, erhalten haben.
Ich schicke Ihnen heute, eingeschrieben, das mir von Ihnen gesandte Manuskript, und bedauere nur, daß ich es wegen dringender Arbeit nicht früher zurücksenden konnte. Ich habe es sorgfältig durchgesehen und mit Bleistift einige Korrekturen und Vorschläge gemacht, um zu zeigen, wie ich es übersetzt sehen möchte. Sie werden vielleicht merken, daß die Sätze durch meine Vorschläge manchmal kein korrektes Englisch mehr ergeben; in diesen Fällen habe ich es Ihnen überlassen, das richtigzustellen.
Was die fachlichen Termini betrifft, so werde ich Ihnen, wenn Sie so gut sein wollen, mir von Zeit zu Zeit eine Liste mit Seitenangabe zu senden, gern die englischen Äquivalente übermitteln.
Das deutsche Vorwort (sowie die englische Widmung) würde ich an Ihrer Stelle ganz weglassen. Sie enthalten nichts, was jetzt noch von Interesse wäre. Der erste Teil des Vorworts bezieht sich auf eine Phase intellektueller Entwicklung in Deutschland und anderswo, die jetzt nahezu vergessen ist, und der zweite Teil ist in unseren Tagen überflüssig.
Was Übersetzungen meiner anderen Schriften betrifft, so werden Sie natürlich begreifen, daß ich jetzt keine bestimmten Abmachungen treffen kann. Es gibt hier Leute, die auch das eine oder das andere übersetzen wollen, und ich habe zugestimmt unter der Bedingung, daß sie einen Verleger finden und wirklich an die Arbeit gehen.
Das englische Vorwort werde ich schreiben, wenn die Sache etwas weiter vorgeschritten ist.
Inzwischen verbleibe ich
Ihr sehr ergebener
F. Engels
Aus dem Englischen.