London, den 10. Mai 84
Mein lieber Lafargue,
Inliegend Scheck über £ 14.
Ich bekomme keine Pariser Zeitung zu Gesicht – ich weiß also nur aus dem „Standard“ und durch Sie, was vor sich geht. – Ihre Wahltaktik hätte ich auch empfohlen. – Diese Leute bringen sich selbst um, wenn man sie gewähren läßt; give them plenty of rope and they are sure to hang themselves1. Inzwischen hatte mir Bernst[ein] geschrieben, Sie hätten einen Gegenkandidaten zu Joffrin aufgestellt, was er für ungünstig halte2; sagen Sie mir, was daran wahr ist, damit ich ihm antworten kann.
Vielen Dank für den Artikel, das ist nur der erste, und ich erinnere mich nicht mehr, ob ich auch die Fortsetzung geschrieben habe.
Von Vaillants Übersetzung habe ich nur die erste Nummer gesehen. Sie ist gut und genau, wenn man davon absieht, daß er nicht immer die militärischen Ausdrücke kennt.
Ihre und Devilles Vorlesungen sind ausgezeichnet, aber Sie sollten, zumindest für die gedruckte Ausgabe, die Schlußfolgerungen der zweiten über den Darwinismus breiter entwickeln. Dieser Teil scheint von der Masse des vorangehenden Materials für die Schlußfolgerung erdrückt zu werden. Die Schlußfolgerung springt jedoch nicht genug in die Augen, sie ist auch in ihren Einzelheiten nicht entwickelt. Den dritten habe ich noch nicht gelesen. Sobald man in Zürich mit der Übersetzung von „Misère de la philosophie“ fertig ist, werde ich ihnen vorschlagen, die Vorlesungen in deutsch herauszubringen.
Ich mache jetzt Schluß, ich habe eine sehr wichtige Arbeit zu beenden: „Ursprung der Familie, des Eigentums und des Staats“ – ich hoffe, Ende nächster Woche damit fertig zu sein – bis dahin muß ich tüchtig arbeiten.
Grüßen Sie Laura recht herzlich von mir und Nim, die Ihnen auch herzliche Grüße sendet.
Freundschaftlichst Ihr
F. E.
Aus dem Französischen.