London, 13.Nov.83
Geehrter Herr,
Ich habe Sie lange auf Antwort warten lassen.1 Erstens weil ich wegen eines im Grunde leichten, aber langwierigen Unwohlseins das Bett hüten muß, und zweitens weil Sie nicht der erste sind, der sich in der betreffenden Angelegenheit an mich gewandt hat. Ehe ich Ihnen antworten konnte, mußte ich daher weitere Erkundigungen einziehn.
Das Resultat ist, daß Herr E. Bernstein in Zürich nun definitiv die Absicht ausspricht, die „Misère etc.“2 zu verdeutschen und meinen Beistand in Anspruch nimmt. Diesen kann ich ihm unmöglich versagen, da er mir zuerst davon gesprochen, da seine Befähigung dazu mir bekannt, und der sofortige Druck in Zürich gesichert ist, falls es sich herausstellen sollte, daß die Veröffentlichung in Deutschland selbst auf Schwierigkeiten stoßen sollte.
Unter diesen Umständen und im Bewußtsein, daß weder ich noch sonst jemand juristisch befugt ist, Sie oder andere an der Herausgabe einer Übersetzung jener Schrift zu verhindern, bleibt es mir nur noch übrig, Ihnen meinen Dank dafür auszusprechen, daß Sie es für angemessen hielten, sich überhaupt in dieser Angelegenheit an mich zu wenden.
Mit Hochachtung
Ihr ergebenster
F. Engels