[Ventnor] 10. Jan. 1883
Liebes Kind,
Einliegender Brief Lafargues (sei so gut, ihn später mir zurückzuschicken) hat mich sehr beruhigt wegen Jennychens, obgleich Lafargue mir zulieb vielleicht zu optimistisch darstellt; doch scheint, daß die unmittelbare Gefahr überwunden ist.
Reizend sind die Berichte über Wolf, Pa1 (der jetzt der idolater of2 Wolfs ist) etc.
Bei dem jetzigen status ist (und darin stimmt auch Engels mit mir) der Moment durchaus ungünstig, den Johnny nach Argenteuil zu expedieren. Er darf nicht zurück, bis Jenny wieder imstand ist, ihr Haus zu führen. Man muß nur die Hauptsache im Aug' halten, nicht Nebenrücksichten, und die sind es, die Jenny beinah getötet haben. Auf ein paar Monate mehr oder weniger kommt's nicht an, ganz abgesehn davon, daß der arme Junge von vornherein sonst in einen Abgrund von Unordnung versinken würde.
Ich hoffe, Tussychen, daß Du sofort an Jennychen schreibst im Sinn dieser Zeilen. Dem Longuet werde ich noch heut ein paar Zeilen darüber an die „Justice“ schicken.
Du mußt dem Johnnychen die Nachrichten über seine Geschwister mitteilen; of course3 wirst Du Lenchen auch den Hauptinhalt von Lafargues Brief mitteilen.
Gestern war das Wetter abscheulich; es sieht auch heut entfernt von „brillantem“; feucht. Doch denke ich meinen „constitutional“4 heute[...]