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Engels an Marx
in London

Manchester, 7. Juli 70

Lieber Mohr,

Ich mußte Dir gestern wegen Dupont in aller Eile schreiben und ohne den Kasus mit Lizzie recht überlegen zu können; ich hatte den ganzen Tag über in der Stadt zu tun und abends ein Ballot1 im Klub, so daß ich erst später die Sache ruhig mit Lizzie besprechen konnte, wobei sich dann herausstellte, daß gar kein Grund vorhanden ist, weder Serraillier noch D[upont]s Schwager wegen dem Mädchen zu bemühen, denen es ohnehin schon schwerfallen wird, die andern Kinder bei sich zu behalten; das Kind kann ganz gut mit Mary Ellen2 schlafen und wird uns gar nicht genieren. Dupont kann ebenfalls die ersten Tage bei mir wohnen, bis wir ihn einigermaßen eingerichtet haben, und es ist viel besser, daß ich das mit ihm zusammen abmache als allein, ohne ihn selbst dabei zu haben. Lizzie sagt, daß sie Bettzeug genug dafür hat, auch ohne das von Mary Ellen während des Scharlachfiebers benutzte, das ich natürlich noch nicht gebrauchen lassen möchte.

Ich konnte alles dies gestern morgen, als ich Dir schrieb, noch nicht wissen, damit Du aber schon heute neben meinem gestrigen Brief andre Nachrichten hast, telegraphierte ich Dir heute morgen:

Duponts little girl welcome to stay with us, direct them both to my home, advise time of arrival.3

Ich hoffe, Du hast dies Telegramm noch vor weiterer Rücksprache mit D[upont] erhalten. Du mußt ihm beibringen, daß er sich gar nicht zu genieren braucht, mein Anerbieten anzunehmen (wenn dies nötig ist, d. h. das Beibringen), er erleichtert nicht nur sich selbst, sondern auch mir die Sache dadurch, daß er mit der Kleinen gleich zu mir kommt. Bitte ihn also in meinem Namen, sich so einzurichten, wie ich vorschlage, und laß mich nur wissen, wann er kommt, damit ich ihn an der Bahn in Empfang nehmen kann.

Beste Grüße.

Dein F. E.