Manchester, 18. Juli 69
Lieber Mohr,
Froh, daß die Reise so gut abgelaufen. Besten Dank für das Gesandte. Die Briefe morgen zurück.
Wenn Schw[eitzer] die Internationale angreift, so ist allerdings in Erwägung zu ziehn, ob ihm nicht zu dienen. Es ist ein greulicher Dreck, der bei der Verwesung des Lassalle-schwindels sich entwickelt. Also Fritzsche hat 1800 Taler von Schw[eitzer] haben wollen, und da dieser sie ihm weigert, sollst Du ihm 3000 Taler schaffen! Der Kerl ist offenbar ein ebenso großer Lump wie Schw[eitzer]. Von Anfang an hat Lass[alle] die Käuflichkeit eingeführt, und sie ist immer größer geworden. Aber woher hat Schw[eitzer] das Geld, wenn nicht von den Preußen?
Die Zumutung, die englischen Arbeiter sollen £ 450 für Fritzsche schaffen, noch ehe er und Konsorten der IAA beigetreten, ist wirklich gut. Ich glaube ganz direkt, daß Wilh[elm]1 Dir den Fr[itzsche] gradezu auf den Hals gehetzt hat.
Den berühmten Brief an mich von vor 2 Jahren hast Du längst gelesen. Die Beweisführung, daß er nicht anders handeln konnte und durfte, bestand in der unverhüllten Behauptung. Gut auch, daß er sagt, er und Konsorten haben mit der Volkspartei nichts gemein als den Namen! Dem Mann ist nicht zu helfen!
Hitze! Greulich. Gestern die halbe Nacht auf dem Fußboden gelegen, weil es positiv zu heiß war, zu Bett zu gehn. Die Hitze ist so, daß diese paar Zeilen mich in vollen Schweiß gebracht.
Inl. Kugelmann. Was denkst Du von seinen Plänen? Karlsbad wäre Dir ganz ausgezeichnet, aber Jenny unterdessen in Hannover? Wie heißt?
Dein
F. E.