79
Marx an Sigfrid Meyer
in New York

London, 27. August 1867
1, Modena Villas, Maitland Park,
Haverstock Hill

Lieber Meyer,

Einliegend Auszug aus Vorwort zum ersten Band meiner Schrift1, die nächste Woche ausgegeben wird. Suchen Sie, selben möglichst in deutsch-amerikanische Blätter und, wo tubar, auch in englisch-amerikanische Blätter zu bringen. Wo abgedruckt, schicken Sie mir gefälligst ein Exemplar, da dies wichtig für meinen Buchhändler2 ist.

Ad vocem Weber.3 Sein Vater4 ist ein Narr, Exilé von Baden, Uhrmacher. Der Junge, den Sie dort genießen, ist ein Lump. Er war von der Hatzfeldt ausersehn, den Killer des Lassalle5 zu morden. Er nahm das Geld, reiste dem prädestinierten Opfer nach bis Augsburg oder so. Das Herz fiel ihm dann in die Hosen. Er drückte sich dann mit dem H[atzfeldt]schen Geld (er suchte dem alten Mensch unter Drohungen noch mehr zu erpressen) von Deutschland nach Amerika.

Sein würdiger Vater hier und sein Bruder6 hier im hiesigen Kommunistenverein (deutschen)7 sagten: Ich habe den braven Jungen der deutschen Polizei denunziert. So erklärten sie seine Retirade und Prellerei der Gräfin Hatzfeldt. Ich ging in den Verein, denunzierte die Lumpen, und Weber jun. ward mit éclat hinausgeschmissen.

Sie kennen jetzt den Zusammenhang.

Salut.

Ihr
K. Marx