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Engels an Otto Meißner
in Hamburg

Manchester, 22. Febr. 1865

Geehrter Herr,
Ihr wertes Schreiben vom 17. c[ourant] kommt mir erst jetzt zu, da die Postverbindung über Ostende volle drei Tage unterbrochen war, und bin ich Ihnen sehr verbunden für die sofortige Übernahme des Verlags und noch mehr für die rasche Betreibung des Drucks.1

Das Honorar von 2 Louisdor per Druckbogen akzeptiere ich und überlasse Ihnen ebenfalls die Feststellung der Größe der Auflage, jedoch unter der Bedingung, daß Sie mir dieselbe in Ihrem Nächsten mitteilen; es versteht sich, [daß ich]2 für dies Honorar nur die [erste Auflage über]lassen kann.

Die Notizen an die Z[eitungen] werden un[ver]züglich besorgt.

Die scheinbare Verzögerung in [der Absendung] hier, welche Sie mit Recht hervorheben, beruht in folgendem: Ich wurde fertig Samstagabend, 11. Februar, und schrieb den Begleitbrief noch spät in der Nacht; der Brief wurde aufgegeben Montag, 13., morgens 10 Uhr, und ging noch Montagabend mit dem Postboot von Dover ab – ebenso früh, wie er gegangen wäre, hätte ich ihn noch Samstagabend aufgegeben. Die frommen Engländer schicken keine Postdampfer ab am Sonntagabend, wenigstens nicht nach Ostende.

Hochachtungsvoll
Fr. Engels

12 Exemplare hoffe ich per Post am 27. oder 28.cr. hier zu bekommen.