[London] 28. Jan. 61
Lieber Lassalle,
Ich schreibe Dir heut nur ganz flüchtig, nicht von meinem Hause, sondern von der City. In einigen wenigen Tagen erhältst Du ausführlichen Brief und Antwort auf alle Deine Anfragen. Zunächst meinen Dank für Deine Zusendung. Eine Copy der Petition habe ich Freiligrath übermacht, Nr. II erhält Engels, Nr. III bleibt in meinen Händen. Es ist ein ganz famoses Aktenstück und gehört mit zur Geschichte der Jetztzeit.
Du bist wohl so gut, einliegenden Zettel umgehend Herrn Eichhoff zukommen zu lassen.
Bei Deinem jetzigen Gesundheitszustand verbietet mir die Freundschaftspflicht, Dich zu neuen Arbeiten anzuspornen. Otherwise1 würde ich ein Pamphlet gegen Zabel, wie Du es beabsichtigst, für eine politische Tat erklären.
Meine Frau läßt Dich und die Gräfin2 bestens grüßen. Ihre Rekonvaleszierung geht gut voran. Ich meinesteils denke alles Medizinieren (gestern habe ich die letzte bottle3 beendet) für einige Zeit suspendieren zu können.
Der Frau Gräfin empfehl mich bestens. In meinem nächsten Brief an Dich nehme ich mir die Freiheit, einige Zeilen für sie beizulegen.
Tout à vous4
K. Marx