[London] 24. Dez. 1862
Lieber Engels,
Seit ich von Dir, hatte ich a most eventful time of it1.
Montag die Manichäer, die aber nicht alle verabredetermaßen kamen. Ich verteilte 15 £ unter ihnen. Dem schlimmsten gab ich einen Wechsel für 12 £, 6 Wochen (eigentlich, da ich das Datum von Ende dieses Jahres datiert, 7 Wochen) Sicht, mich dem chapter of accidents2 anvertrauend.
Mittwoch meine Frau ab nach Paris. Gestern abend kam sie zurück. Es wäre alles all right gewesen, wenn nicht grade vor ihrer Ankunft Abarbanel vom Schlag paralysiert, so daß er, obgleich sein Kopf in Ordnung, hülflos im Bett lag. Überhaupt war die Reihe Unglücksfälle, die sie durchzumachen, tragikomisch. Erst großer Sturm zur See; ihr Schiff kam davon, eins in ihrer Nachbarschaft (es war via Boulogne) ging unter. Abarbanel wohnt vor Paris. Meine Frau durch Eisenbahn zu ihm. Es passierte Pech mit der Lokomotive, so daß 2 Stunden die Fahrt unterbrochen. Später stürzte ein Omnibus, mit dem sie fuhr. Und gestern geriet in London der Cab3, worin sie saß, in die Räder eines andern. Sie stieg aus und kam per pedes an mit 2 Jungen, die ihren Koffer trugen. Übrigens eins in Paris, wo sie Massol etc. sah, erreicht. Sobald meine Schrift heraus, wird sie französisch publiziert werden.
Nun aber das größte Pech. Marianne (Lenchens4 Schwester), die Allen schon vor einem Jahr an Herzkrankheit kuriert, fing am Tage der Abreise meiner Frau an, unwohl zu werden. Dienstag abend, 2 Stunden vor der Ankunft meiner Frau, war sie tot. Ich übernahm mit Lenchen zusammen während der sieben Tage die Krankenwartung. Allen had misgivings from the first day5. Sonnabend 2 Uhr ist das Begräbnis, wo ich 7 + 1/2 £ auf einem Brett dem undertaker6 zahlen muß. Dies muß also beschafft werden. Es ist dies ein schöner Christspektakel für die armen Kinder.
Salut.
Dein
K.M.