[London] 3. Jan. 1861
Lieber Frederick,
Ich habe Deinen Brief von heute morgen verlegt und erinnere mich daher nicht, wieviel die Übersendung der „Enthüllungen"1 an Petsch kosten würde? Einen bei mir vorrätigen Teil derselben habe ich ihm schon vorige Woche übergeben.
Siebel hat geschrieben. Er war eben von seiner Pariser Hochzeitsreise nach Elberfeld zurückgekehrt. Hat die 6 Exemplare verteilt, 6 neue bestellt2. Es wäre gut, wenn Du ihm einige Instruktionen darüber gäbst, wie er es anzuzeigen.
Toby hat einen langen Schmerzensschrei ausgestoßen im „Freischütz".
Der ekligste Druckfehler (nicht notiert) in „Herr Vogt" war 3 oder 4mal „Nationalrat" statt „Ständerat". Ich habe das durch Petsch ausdrücklich in der „Genfer Grenzpost" berichtigen lassen.
Der Tod des Königs von Preußen3 kömmt sehr gelegen. Qu'en dites-vous?4
Meine Frau täglich besser, obgleich noch sehr schwach. Ich habe Sonnabend die letzte Medizinflasche geleert.
Der Borchardt muß noch gezwiebelt werden.5
Salut.
Dein K.M.
Die ganze family trägt mir die herzlichsten Grüße und besten Neujahrswünsche an Dich auf. Mein Schreiben so kurz, weil mein Schwager und meine Schwester6 hier. Sie reisen morgen nach dem Kap der Guten Hoffnung ab.