[London] City, 14.Nov.1860
Lieber Engels,
Unsere beiden Briefe haben sich gekreuzt. Ich schreib' Dir diese paar Zeilen im Lokal Borkheims, um die £ 5 anzuerkennen, die heute morgen angelangt sind.
Mein seltnes und nur auf ein paar Zeilen beschränktes Schreiben in der letzten Zeit mußt Du einfach erklären aus Überbeschäftigung, Unwohlsein und trouble1 aller Art. Mit Ende nächster Woche, wenn ich die Hände wieder frei habe, werde ich wieder im alten Stiefel schreiben.
Ich habe Dir heute per Post die gestern von mir erwähnte Nummer der „Stimmen der Zeit" geschickt, die ich aber spätestens bis nächsten Mittwoch zurück haben muß, da ich sie entlehnt habe.
Die dankenswerte Notiz aus dem „Guardian" bringe ich unter in einer der „Beilagen" – im Schlußkapitel.
Biscamp hat vorgestern geheiratet; eine amerikanische Hure. Glück auf. Imandt hat geschrieben. Hat eine Tochter. Ist dünn wie eine Reitgerte geworden; den ganzen Sommer bis jetzt krank. Pauvre diable!2
Borkheim läßt grüßen. B[orkheim] hat die Erlaubnis von seinem Hause erhalten, Privatweingeschäfte zu machen, und empfiehlt sich Dir, wenn Du ihm in dieser line3 behülflich sein kannst (alle möglichen Weinsorten).
Sonst nichts Neues.
Salut.
Dein
K.M.