[London] 17. April 1860
Lieber Engels,
Ich hoffe, daß Dein Unwohlsein nicht ernsthaft ist. Dann, daß Du Dich in acht nimmst, nicht überarbeitest.
Ich habe heute dem Lommel die 150 francs geschickt.1 (Was Ihr nicht in Manchester zusammenbekommt, wird hier gesammelt.) Aus folgenden Gründen:
1. 50 fcs. hat er für Auslösung der Exemplare beim Buchbinder zu zahlen. Bleiben ihm 100 fcs. Darüber zu markten, wäre höchst unpolitisch und würde keinen Respekt für unsre Partei einflößen.
2. Hauptsache, rasch und bedingungslos dem Mann den quasum2 Vorschuß zu schicken. Dadurch ist er an uns gebunden. Die andre Hälfte bekommt er by and by3 und bleibt so mit uns engaged4.
3. Er will, sobald er das Geld hat, nach Savoyen reisen, um von da zu berichten.
4. Aus dem einliegenden Zettel des Petsch (dem ich das Exemplar, das Siebel mitbrachte, gegeben) siehst Du, daß er glaubt, Buchhändlergeschäfte mit der übrigens interessanten Broschüre zu machen.
5. L[ommel] ist anständig. Würde sich sonst jetzt verkaufen. Aus den mir von Becker5 übersandten Briefschaften ersehe ich, daß Lommel ein Haupthahn der altprepublicanischen Partei. Auch mit Heinzen befreundet. Was wird der schreien über den Abfall!
Siebels Mitarbeit an der „Straßb[urger] Z[eitun]g" zeugt mir bedenklich.
Dein
K.M.