[London, zwischen dem 11. und 13.August 1857]
Lieber Herr Engels,
Wir sind alle so froh, daß es Ihnen wieder besser geht und Sie sich stärker fühlen. Der Mohr bleibt aber doch dabei, daß längerer Gebrauch von Eisen das wahre Mittel in Ihrer Krankheit sei. Er hat auf dem Museum gewissenhafte medizinische Studien gemacht, und alle modernen Ärzte wenden es an und stellen es über den Lebertran, so ganz übereinstimmend mit englischen Ärzten, die zu derselben Ansicht durch vieljährige Praxis gekommen sind. Er läßt Sie übrigens dringend bitten, sich nur nicht mit Dana-Arbeiten geistig zu sehr anzustrengen. Bummeln und Duseln und Nichtstun ist ebenso nötig als iron1.
Zwei Briefe, die er noch nach Manchester adressierte2, haben Sie wohl erhalten. Der eine enthielt Notices über armies3, der andre über Armada.
Vor ein paar Abenden war der Clown Edgar Bauer bei uns; der ist aber wirklich ohne Lebertran zu einem Stockfisch geworden, der dabei noch geistreich sein will. Die Efforts4 waren so schrecklich, daß ich beinahe ohnmächtig, Karl aber nicht figürlich, sondern wirklich zum Brechen kam.
Der Jones hat seine Frau verloren und ist jetzt kreuzfidel; er macht sämtliche Indians5 zu Kossuths und feiert die Indian patriots6. Sein Gegner, der sittliche Richard Hart, ein paid7 Urquhartist, ist jetzt Advokat in der Coalhole. Karl hat ihn da plädieren hören.
Hoffentlich bringt Ihr nächster Brief wieder gute Kunde, wir sind alle so besorgt um Sie.
Der Wein bekommt mir prächtig. Der Sherry ist ganz vorzüglich. Der Port scheint nicht ganz so gut, mundet mir aber besonders wegen des süßen Geschmacks. Er wird mich wieder auf den Strumpf bringen.
Sein Sie herzlich gegrüßt von
Jenny Marx