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Marx an Isaac Ironside
in Sheffield
(Entwurf)

21. Juni 1856
34, Butler St., Greenheys, Manchester

Dear Sir,

Ihren Brief vom 14. Juni erhielt ich erst heute morgen, da er mir hierher nach Manchester nachgesandt werden mußte, wo ich mich für einige Wochen aufhalten werde.

Ich habe Ihren Vorschlag eingehend erwogen und bin im ganzen mit ihm einverstanden. In einer Sache wie dieser ist es unmöglich, jede geringfügige Einzelheit ausdrücklich zu erwähnen, den Schriftgrad zu vereinbaren usw., noch kann ich voraussehen, ob sich nicht hieraus oder aus den Vorbehalten, die hinsichtlich der „benutzten Vorlage“ zu machen sind, irgendwelche Schwierigkeiten ergeben könnten. Ich werde Ihnen deshalb zur rechten Zeit für die übernächste Sonnabendnummer Material für zwei volle Spalten liefern und Sie jede Woche mit der gleichen Menge ausreichend versorgen.

Es wäre mir am angenehmsten (sofern Ihre Geschäftsgepflogenheiten es zulassen), eine Honorarüberweisung, sagen wir, nach jedem wöchentlichen Erscheinen zu erhalten.

Was den Wiederabdruck der Artikel in Ihren Serien betrifft, so habe ich keine Einwände; behalte mir natürlich das Recht vor, die Materialien später auf jede mir genehme Weise zu benutzen.1

Da ich sicher bin, daß Sie die historische Wahrheit nicht aus Vorurteilen oder parteilicher Voreingenommenheit zurückhalten werden…2

In bezug auf den letzteren Punkt werden Sie es nur für gerechtfertigt erachten, daß, wenn irgendwelche Stellen, die meiner Überzeugung nach von entscheidender historischer Bedeutung sind, gestrichen werden sollten, ich mich verpflichtet sehen würde, die Veröffentlichung einzustellen.

Indem ich Ihnen für die Serien danke, die Sie mir freundlicherweise übersandten, kann ich nicht umhin zu bedauern, daß Sie es nicht für angebracht hielten, mir die Korrekturbogen der „Story of the life of Lord Palmerston“ zu übersenden. Sätze, historische Daten, Zitate aus Palmerstons Reden – alles ist in einem solchen Maße durch Druckfehler entstellt, daß das Pamphlet meiner Meinung nach in seiner jetzigen Form nicht nur nutzlos, sondern geradezu schädlich ist.

Bezüglich des Plans für die gesamte Veröffentlichung werden einige Worte genügen. Ich bediene mich nicht der üblichen Art und Weise, das ganze Thema mit allgemeinen Betrachtungen einzuleiten, sondern beginne im Gegenteil mit den Tatsachen.

Im Gegensatz zu dem üblichen Herangehen historischer Schriftsteller werde ich diese Veröffentlichung nicht mit allgemeinen Betrachtungen, sondern mit Tatsachen beginnen. Das erste Kapitel wird aus Depeschen verschiedener Perioden jenes Jahrhunderts bestehen, um den russischen Geist der englischen Diplomatie des 18. Jahrhunderts aufzuzeigen.3

Ich hoffe, ich brauche Ihnen nicht zu sagen, daß ich kein „kommerzieller“ Schriftsteller bin und daß…4

Aus dem Englischen.