London, 10. Okt. 59
Dear Frederick,
Das Geld kam am Sonnabend wahrhaft „rettend“ an, denn ein Teil des Gläubigerpacks machte an dem Tag eine Generalattaque1. My best thanks.2 Ebenso für das Manuskript3.
Ich lege hier ein meinen „Tribune“-article über Kossuth4. Teil ihn noch lupus mit. Schick ihn dann mir zurück. Es wird ein Hauptskandal, da Pulszky der London Correspondent der „Tribune“. Die zitierten Werke über „Austrian sympathies“, „Anti-Napoleonic rage"5 etc., sind aus Pulszkys letter6 in der „Tribune“, worin er Kossuth et Co. zu verteidigen suchte. In fact, ich bin erstaunt, daß die „Tribune“ unter these circumstances7 und bei ihren general faible8 für K[ossuth] den Artikel gedruckt hat. Ich hatte zwar dem Dana in einer kleinen deutschen Note, die beilag, courage gemacht.
Collet hat dem Kossuth 5 copies9 von der letzten „Free Press“ zugeschickt. A[ugsburger] „A[llgemeine]Z[eitung]“ reproduzierte die Sache. Ebenso „Weser-Zeitung“.
Collet war gestern bei mir. Staatsmann Blind war bei ihm gewesen und beklagte sich sehr, daß er (Collet) das Editorgeheimnis mir gegenüber verletzt habe. Er (Collet) soll zu mir gehn und mich verhindern, weitres mischief10 anzurichten. Die Augsb. „Allg. Zeit.“ sei „a Russian (!) organ"11. Darum wolle er (Blind) nicht ihr beispringen. Collet sagte mir: At the outset, he made upon me the impression of a very sneakish fellow.12 Dem Liebkn[eckt] hat Staatsmann Blind nicht geantwortet, der vornehme Mann, und mich glaubte er durch Collet lahmlegen zu können. The fool!13 Gleichzeitig wollte er von C[ollet] wissen, wer das über K[ossuth] in der „Press“ geschrieben.
Salut.
Dein
K.M.