[London] 24.November 58
Dear Frederick,
Ich habe gestern über Preußen geschrieben1. Also steht Dir für Freitag die ganze übrige Welt offen.
Das £ 1 erhalten. Der „spezifische“ Dreck, worin ich mich in diesem Moment befinde, rührt daher, daß ich gezwungen war at once2 über 8 £ St. dem Zeitungsmann zu zahlen, der mir für länger als ein Jahr kreditiert hatte. Ich bin so blank, was in dieser Witterung nicht comfortable3. In Trier scheint meine Schwester4 diesmal die ganz rationellen intentions5 meiner Mutter6 durchkreuzt oder wenigstens their realisation7 ins Unbestimmte prorogiert zu haben.
Blind war hier mit Gattin8 vorgestern. Ich hatte diese family seit länger als einem Jahr nicht gesehn. Von ihnen erfuhr ich dann verschiednen Klatsch.
1. Frau Kinkel hat sich letzten Montag vor 8 Tagen aus dem Fenster gestürzt, ist seitdem begraben worden. Gottfried9, mit ihm eigner Erhabenheit, wohnte ihrer Sektion bei und hielt eine „Rede“ an ihrem Grab. Freiligrath ist so gerührt, daß er für wenigstens 14 Tage mich als „Frivolen“ vermeiden wird.
2. Fröbel ist hier. Hat reiche Frau geheiratet. Kehrt nach Amerika zurück. Rußland und Amerika müssen nach ihm die Welt teilen. Er fühlt sich sehr erhaben auf diesem Standpunkt, schwärmt für amerikanischen „Luxus“ und Gentlemanlikeness10, verachtet die Deutschen und beweist ihnen dies faktisch, indem er den deutschen Sklavenhandel nach Zentralamerika treibt. Es ist gottvoll, daß ein solcher Rudolstadter, weil ihm die bürgerliche Gesellschaft in ihrer amerikanischen Realität imponiert, „weiter“ zu sein glaubt als der „rest of Europe“11. Diese Hunde verlangen alle nur,
24 Marx/Engels, Werke, Bd. 29