Manchester, 21.Okt. 1858
Lieber Mohr,
Ich bin diese 14 Tage very much put out of the way1 gewesen mit allerhand Lappalien und Lausereien, Krakeel in meinen Lodgings2, die zur Notwendigkeit des Ausziehens führen und was daran bummelt, dazu eine Masse andrer Lumpengeschichten. Ich hab' auch noch nicht einmal neue lodgings gefunden und werde vor Ende nächster Woche schwerlich aus dem trouble3 kommen.
Für die Geschichten wegen Jones, Mazzini und Pyat nebst dem „enthusiastischen General"4 sehr verbunden. Letzterer scheint sich ganz dem ordinären deutsch-amerikanischen Dusel hingegeben zu haben, habeat sibi5 er möge sich drin begraben lassen. Quoad Jones6, so ist der „Reynolds“ mit seinen facts doch etwas knapp und setzt einige nähere Bekanntschaft voraus mit den vorgefallenen Sachen. Nachdem Monsieur Jones sich schon lange so kommun benommen, ist diese schließliche Wendung kaum überraschend. Aber sich so wegzuschenken! Duncombe hat sich doch wenigstens seine Schulden bezahlen und außerdem gut stellen lassen.
Pyat und Mazzini zeichnen sich wirklich selbst gegen früher durch überraschende Geistesarmut aus.
Die Aussichten für Herrn Rudolf Schramm scheinen sehr schlecht zu sein. Der Unteroffizier7 läßt Zeitungen konfiszieren nach wie vor und scheint nach den telegraphischen Depeschen nicht einmal gestern auf die Verfassung geschworen zu haben. Jedenfalls wird der Freudendusel, den sich die preußischen Bourgeois gegenseitig angelogen haben, sehr bald verrinnen, aber ich bin auch Deiner Meinung, daß damit die Sache noch nicht zu Ende ist. Über den Gang der Geschichte bin ich indes noch nicht im klaren. Die Bourgeoisie scheint mir noch nicht so sehr über 1848 und 1849 beruhigt, daß sie Courage genug hat, einerseits gegen Aristokratie und Büro-