[London] 31. Oktober [1857]
Dear Frederic,
Zwei Briefe von Dana erhalten. Erstens, daß „Army“ noch zur Zeit gekommen. Zweitens, daß infolge der commercial crisis1 alle europäischen Korrespondenten außer mir und Bayard Taylor abgedankt sind; ich mich aber nun strictly auf 1 article per week2 einzuschränken. Ich hatte in der letzten Zeit versucht, durch diese Schranke durchzubrechen, ich solle einstweilen ausschließlich schreiben über Indian war und Financial Crisis3.
Wenn ich die history of Cannon noch bis Freitag haben kann, it would be a great boon4. Sobald die nächste Mail5 ankommt von Indien, mußt Du mir etwas ausführlich über die Delhigeschichte schreiben, oder vielmehr den Artikel6, da er diesmal rein technisch sein muß, if possible7, ganz machen.
Unter der Rubrik „Blücher“ hatte ich den Kerls about8 8 Druckseiten geschickt, nämlich als Sousrubrik9 „The Silesian army in the campaigns etc.“10 Da ich die Zeit damit verlieren mußte, Clausewitz, Müffling etc. zu lesen, mußte doch einiger Schadenersatz da sein.
Was Deine Resolution wegen Manchester betrifft, so scheint sie mir, unter den Heckscherschen limitations, quite rational11. Allen sagt auch, daß die lebensgefährlichen Wirkungen rein im Falle des Ergriffenwerdens der Lunge, daß aber jeder sich in der ersten Zeit nach solcher Affaire in acht nehmen muß.
Die Portionen Eisen mögen etwas zu stark gewesen sein. Jedenfalls aber wird die Nachwirkung desselben auf Deinen body12 famos sein. Seit einigen Tagen wird das Wetter hier gut.
I should much like, old boy, to see you before your return to Manchester.13 Einige Schicksalsironie ist darin, daß ich mit den verdammten Krisen persönlich verknittert bin. Welche satisfaction für Heinzen, s'il le savait14.
Die Nachricht as to15 Schramm immer betrübend, obgleich vorherzusehn. Was sagst Du zu Cavaignacs death16 und dem Blödsinn unsres Landesvaters17?
Mit den besten Grüßen der whole family18
Dein
K.M.