[London] 15. September [1857]
Lieber Engels,
Du mußt mein Schweigen und das Nicht-acknowledgment1 Deiner verschiedenen Zusendungen verzeihen. Erstens viel Arbeit und dann viele zeittötende Laufereien, keineswegs „aus innerem Drang“ unternommen. Ich hoffe, trotz des schlechten Wetters geht Deine Gesundheit voran, und gebe immer noch die notion2 nicht auf, daß Du auch Eisen zuletzt in Gebrauch nimmst. Ich fürchte nur, daß das viele Schreiben Dir schädlich ist.
Freitag erwarte ich Brief von Dana. Heute habe ich an ihn expediert „Barclay“, „Berthier“, „Blum“, „Bourrienne“ und Deine Beiträge. Es ist mir wichtig, nächste Woche 2te Lieferung von B zu schicken. Die einzelnen Fragen, die ich bei den nächst zu bearbeitenden französischen Generalen an Dich zu stellen habe, werde ich mit nächstem Brief schicken. Über Bems polnische deeds3 finde ich folgendes:
„Zeichnete sich aus in der Schlacht bei Iganin, wo er mit 12 leichten und 4 schweren Geschützen gegen 40 russische Kanonen von schwerem Kaliber kämpft; dann in der Schlacht von Ostrolenka. Hier ging er mit seiner Batterie im Galopp bis zur Linie der russischen Plänkler vor, richtete gegen die über den Narew gegangnen Abteilungen ein vernichtendes Feuer, hielt den Kugelregen von 80 Geschützen aus und zwang den Feind zum Rückzug. Nach diesem Gefecht Oberst, bald darauf Oberbefehlshaber über die gesamte Artillerie, und als die polnische Streitmacht sich bei Warschau konzentrierte, General. Während der Tage vom 5. und 6. September brachte B[em] seine gesamten Geschützkräfte in den Kampf, indem er die Feldstücke zwischen den abgesonderten Befestigungswerken der äußern Linie aufstellte, rückte am 6ten mit 40 Geschützen bis unter die von den Russen bereits genommene Wola vor, aber, weder von Infanterie noch Kavallerie unterstützt, hatte zu retirieren. Als die polnische Armee sich in der Nacht vom 7ten auf Praga zog, besetzte er mit 40 Geschützen die Brücke, erhielt aber am Morgen vom 8ten Nachricht von der mit den Russen getroffenen Übereinkunft und dem Befehl Małachowskis, mit der Artillerie nach Modlin zu ziehn. Sieh seine Denkschrift, „Allg[emeine] A[ugsburger] Z[eitung]“ 1831, worin er die letzttern Ereignisse bespricht und Krukowiecki angreift.“
Da ich der obigen Autorität nicht quer über den Weg traue, bitte ich Dich zu sondieren und mir kurz, am besten gleich englisch, den betreffenden Passus zurechtzumachen.
Die von Dir verlangten Notizen werde ich morgen auf dem Museum nachsehn.
Dein
K.M.