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Adolf Cluß an Joseph Weydemeyer
in New York

Washington, May 15th 1853

…Marx hat mir einen sehr lustigen Brief geschrieben, er sagt, alle haben sich köstlich amüsiert über meine Schilderung des Treibens von Willich, diesem „Bruder von der Elendsgilde". Er sagt, sie haben en grand comité1 unter homerischem Gelächter beschlossen, seinem „Leben" möglichst ungehinderte Entwicklung zu wünschen. Er meint: „Wäre bei diesem drôle2 die Narrheit nicht untermischt und durchkreuzt von den klugen Berechnungen, wie er für seinen Bauch das Nötige herbeischaffen soll, ohne zu arbeiten, so wäre er schon längst ins Narrenhaus gewandert." Als Revanche für meinen Bericht will mir Marx in einem seiner nächsten Briefe den auf Willich bezüglichen Passus aus den „Großen Männern des Exils" kopieren.

„Revolution and Counterrevolution". Marx sagt, er habe keine Zeit zum Übersetzen; wenn ich oder Du oder wer immer aber die Übersetzung übernehmen will und wir ihn benachrichtigen, wo er aufgehört habe, so will er sich verbindlich machen, den Schluß vollends zu schreiben. Als Broschüre, glaubt Marx, werde die Sache nicht ziehen und keineswegs sich zahlen; als Feuilleton ist er ganz zufrieden. (Weiteres etwas zu tun, bliebe dann eben uns überlassen.)

Die ehemaligen Anhänger Raveaux' – Spießbürger – lange in dem Bedürfnis, wieder einen Heiligen zu besitzen, haben den roten Becker3 an die Stelle von Raveaux gesetzt. À tout seigneur tout honneur4