[London] 21ten Januar 1853
…Gestern las ich einen Brief von Heinzen an Bamberger. Er klagt über Geldpech und schreibt, daß er aus dem „Janus“ austreten mußte. Was den Dr. Kellner angeht, so war er eine Zeitlang Korrespondent der „N[euen] Rh[einischen] Z[eitung]“. Seht, ob nicht d’une manière ou d’une autre1 mit ihm anzubinden ist. Der erste Schritt wäre vielleicht, nachdem Weyd[emeyer] angefühlt hat, wenn Du ihm einen „gediegenen“ Artikel schicktest… Da der elende Willich, der hier ausgespielt hat, vorige Woche als Kinkels Agent nach Amerika abgesegelt ist, so ist es wichtig, daß die auf ihn bezüglichen Punkte der Broschüre2 zum wenigsten in die Presse gebracht werden. Am besten ist’s, Du ermöglichst das Erscheinen der Broschüre in Journalen; sie ist jetzt in der Schweiz erschienen; es liegt also weiter weniger daran. Wäre der Börnstein, der uns „mit Speck“ fangen will, nicht auch in dieser Sache zu brauchen? Soviel ich ihn und seinen compagnon Bernays kenne, wird ihnen die Darstellung der Polizeitricks sehr viel Spaß machen. Ich halte es für politisch, mit diesen Leuten anzubinden. Ich versichre Dich, daß, wenn Bernays Mittel findet – und die muß man ihm reichen –, wieder mit uns anzubinden, ich alles mit den 2 Kerls aufstellen kann. Hast Du nie mehr etwas von Schramm3 und andererseits von Tellering gehört?…
Nach: Brief von Cluß an Weydemeyer vom 17. Februar 1853.