Lieber Weydemeyer,
Zu meiner größten Verwunderung ersehe ich aus Deinem Brief vom 6. Febr. per „Arctic“, daß meine sämtlichen Briefe an Dich nicht angekommen sind. Ich habe Dir 4, wo nicht 5 Artikel über England geschickt und erst gestoppt seit 14 Tagen, weil ich absolut nichts von Dir hörte: mein letzter Artikel ging mit dem Steamer, der Samstag, 31. Jan., von Liverpool abging, und handelte über die vom kleinen Russell zu erwartende Reformbill1. Die ersten 2 Briefe waren adressiert: Mr. J. Weydemeyer, Deutsche Vereinsbuchhandlung, William Street, New York; die letzten: Mr. J. W., 7 Chambers' Street, New York (City). Da es nötig ist, diese Sache zu untersuchen, so schicke ich Dir dies durch Marx, dessen Briefe an Dich zu gelangen scheinen, so bitte ich Dich, 1. nach obiger Lokalität zu gehn und zu sehn, ob die Briefe dort präsentiert wurden; 2. wo nicht, aufs N. Y. City Post-Office zu gehn und Dich dort danach zu erkundigen. Sollten sie sich nicht vorfinden, so gib mir per ersten Liverpooler Steamer Nachricht, und ich werde hier sehn, was für weitere Schritte getan werden können; ich kann die Sache hier leicht in die Zeitungen bringen, wenn unser hiesiger Postmeister mir keine genügende Antwort besorgt. Mehrere der Briefe hab' ich selbst zur Post gebracht, die andern sind mit den Geschäftsbriefen gegangen, und das beweist ihre richtige Besorgung, da alle unsre Geschäftsbriefe angekommen sind. Ich bitte Dich, tu diese Schritte gleich, denn sonst ist es nutzlos, daß ich Dir bei Erneuerung der „Revol[ution]" weitere Artikel schicke.
Schick uns den L. Simonschen Artikel in der „Tribune"2 doch zu – im Ausschnitt – mit Angabe des Datums der Nr. – oder unter Bande die ganze Nr., so was ist immer gut zu lesen.
Meine Adresse bleibt dieselbe.
Dein
F. E.
Manchester, 19. Febr. 52