[London] 12. April 1855
28, Dean Street, Soho
Lieber Engels,
Ich denke Mittwoch mit meiner Frau nach Manchester abzureisen; für einige Tage muß sie die Lokalität ändern. Schreibe ich nicht das Gegenteil, so bleibt es bei diesem Tage. Jedenfalls schreib' ich Montag noch einmal.
Das Haus ist natürlich ganz verödet und verwaist seit dem Tode des teuren Kindes, das seine belebende Seele war. Es ist unbeschreiblich, wie das Kind uns überall fehlt. Ich habe schon allerlei Pech durchgemacht, aber erst jetzt weiß ich, was ein wirkliches Unglück ist. Ich fühle mich broken down1. Zum Glück hatte ich seit dem Begräbnistag so tolle Kopfschmerzen, daß Denken und Hören und Sehn mir vergangen ist.
Unter all den furchtbaren Qualen, die ich in diesen Tagen durchgemacht habe, hat mich immer der Gedanke an Dich und Deine Freundschaft aufrecht gehalten und die Hoffnung, daß wir noch etwas Vernünftiges in der Welt zusammen zu tun haben.
Dein
K.M.
Meine Frau bringt eben ein paar Zeilen an Dich, die ich beilege.