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Engels an Marx
in London

Manchester, 28. Okt. 1852

Lieber Marx!

Gestern schickte ich Dir einen Band Dureau de la Malle und einen Brief per Carver & Co.1 Hiermit erhältst Du verschiedne kaufmännisch zugerichtete Kuverts mit inl. Enveloppen2 für Hontheim und Esser I, die weniger bei Bürgern Verdacht erregend sind als Schneider. Hältst Du es für passend, so kannst Du inliegend immer noch ein versiegeltes Kuvert für Schneider machen. Ich sehe indes nicht ein, warum Du nicht auch von Zeit zu Zeit die andern Verteidiger durch ein paar Zeilen von ihrer Wichtigkeit überzeugen solltest. Auch wird ein kaufmännisches Petschaft beigelegt, dein altes Weyd[emeyer]sches Wappen und das plumpe S sind nichts wert. Wende auch nach Manchester irgendein andres six penny-Petschaft an.

Schicke von Zeit zu Zeit weniger wichtige registrierte Briefe an Schneider, um die Kerls irrezuleiten und glauben zu machen, daß man den geheimen Weg drangegeben habe aus Mangel an Adressen.

Daß die Bürger, deren Adressen Du hier erhältst, die Briefe richtig besorgen, daran kann wohl kein Zweifel sein.

Mach doch die Advokaten auf die offensichtlichen crimes und délits3 aufmerksam, die die Polizei begeht, und sieh, daß sie auf Verhaftung des Stieber wegen falschen Eides und Zeugnisses antragen, der Kerl hat ja mit Deinem Kothesbrief effektiv Perjury4 begangen.

Per Post heut abend mehr über gleichgültigere Sachen.

Dein
F. E.