Lieber Marx,
Hierbei der Rest des [neulichen]1 Artikels.2 Gestern auch den folgenden erhalten. Das heute gesandte Stück kannst Du gleich via Liverpool per United States Mail Steamer3 abschicken, am Mittwoch morgen segelt der „Pacific“. Am Freitag wirst Du wieder etwas erhalten.
Mach doch die Artikel nicht mehr so lang. Mehr als 1–1½ Spalte kann Dana gar nicht wünschen, es wird zu viel für eine Nr. Diesen neuen Artikel werde ich wieder spalten müssen, doch geht es sehr schwer, und ich weiß noch nicht wo. Fünf – 7 Seiten von der Handschrift Deiner Frau sind vollkommen genug, und gibst Du mehr in einem Artikel, so wird Dana Dir nicht einmal dafür dankbar sein.
Bürgers, Röser und vielleicht Otto sowie Nothjung scheinen mir so ziemlich geliefert. Gegen Daniels, Becker4, Jacobi scheint gar nichts vorzuliegen, und so hoffe ich, daß diese wenigstens freikommen. Becker hat sich mit großer Unverschämtheit herausgearbeitet. Je mehr diese aber diskulpiert5 werden, mit desto größerem Eifer, glaub’ ich, wird sich Gerichtshof und Jury auf die Kompromittierteren werfen, die beleidigte Bourgeoisie und der beleidigte Staat wollen ihre Opfer haben.
An den Siegeln aller Briefe, die ich von Dir erhalte, ist mit heißem Eisen herumgearbeitet, doch soweit ich beurteilen kann, pour le roi de Prusse6. Das an der Enveloppe sitzende Gummi verhindert das Eindringen.
Weerth ist hier, hat mir das Paket gebracht und läßt Euch alle grüßen. Das Szemeresche Manuskript über Kossuth ist weit besser als das über Görgey – dem K[ossuth] ist er gewachsen. Die P[ieper]sche Übersetzung habe ich noch nicht ansehn können, ich bin zu sehr auf dem Comptoir beschäftigt und abends manchmal matt wie ein Hund.
Beste Grüße an Deine Frau.
Dein
F.E.
M[anchester] 18. Oktober 52