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Engels an Marx
in London

Lieber Marx,

Der Pieper hat mir geschrieben und umgehende Rücksendung der korrigierten Übersetzung gewünscht. Cela me convenait bien1, ich hatte Leibschemrzen und war zu aller Arbeit untauglich. Sag ihm, wenn er auf seine Briefe Antwort von mir haben will, so soll er wenigstens seine Adresse dabei schreiben; Pieper, Esq. ist in London so bekannt nicht, selbst seitdem er Kommis à 25 sh. die Woche ist. Im übrigen soll er nur mit der Übersetzung fortfahren, sich aber etwas mehr Mühe geben oder, wenn das nicht geht, wenigstens bei schweren Stellen Platz lassen, ich will sie dann ausfüllen, das ist immer besser, als Blödsinn aus Leichtsinn machen. Er schrieb mir übrigens bloß unter dem Vorwand, nicht zu wissen, ob ich ihn überhaupt für kapabel halte, das Ding zu machen. Er soll ein ausführliches Register über die Hauptfehler mit Glossen haben. – Heut und morgen abend denk’ ich das Ding fertigzumachen, da ich besser bin.

Im übrigen schrieb er mir getreulichst als Echo alles, was er an Deinem Hause gehört hatte und was ich natürlich schon wußte.

Pindar ist wohl bei Dir gewesen? Er schrieb mir von London aus und ist nach Paris, ich schreib’ ihm heut abend. Seine Schwedin oder Finnländerin hab’ ich auch kennengelernt, c’est une oie, petite bourgeoise au plus haut degré, qui paraît s’être bientôt consolée du départ de son époux2. Er hat recht getan, diesem Tier aus dem Weg zu gehn. Ich werde anstandshalber noch ein paarmal zu seiner Alten hingehn und dann die Sache droppen3, c’est embêtant4, diese fischblütige kleine Hexe zu hören, wie sie ihren Herrn Gemahl schlecht macht.

Hoffentlich ist Dir die Diskontierungsgeschichte endlich gelungen und geht es in Deinem Hause etwas besser. Ich sinne jetzt auf einen neuen Plan, einige Pfunde zu sparen; wenn er gelingt, denk’ ich bis Anfang nächsten Monats – also in ca. 14–16 Tagen – Dir wieder etwas schicken zu können. Es hängt teilweise davon ab, ob mein Schwager5 hieherkommt und wann.

Inl. zwei Wische von Weydemeyer, Du kannst mir das „Lithogr.“ gelegentlich fürs Archiv zurückschicken. Das Memoire von Häfner ist interessant, aber offenbar für uns geschrieben – c’est une petition6.

Grüß Deine Frau und Kinder bestens.

Dein
F.E.

[Manchester] 14. Sept. 1852

Du wirst mit Vergnügen sehn, daß Heinzen auf dem letzten Loche pfeift.