Lieber Marx,
Inl. Neuestes von Weydemeyer, das etwas besser lautet. Deinen Artikel behalte ich einstweilen hier, 1. um ihn zu lesen und 2. um ihn später eventuell ins Englische zu übersetzen, was mit Weglassung einiger nur Deutschen verständlichen Redeblumen sehr gut geht.
Voilà donc1 Moses Heß in der „K[ölnischen] Z[eitung]“ steckbrieflich wegen Hochverrats verfolgt. Ich will mich hängen lassen, wenn das nicht infolge von bei Vater Dronke gefundenen blödsinnigen Papieren über ihre wichtigen Genfer Geschichten geschehen ist. Cela valait bien la peine!2 Inzwischen ist Moses wieder Märtyrer, was sein otium cum dignitate3 sehr verschönern wird; vielleicht wird man ihn bald nach London spedieren – est-ce que nous n'échapperons jamais à cet imbécile4! Jedenfalls kann alles das für die armen Teufel in Köln wieder sehr fatal werden und neuen Grund zu Verschleppungen ihres Prozesses geben; wären sie wirklich schon vor die Assisen verwiesen, so hätten wir das doch gehört.
Freiligrath schreibt mir wegen einer Introduktion an meinen Schwager5 – ich schicke sie ihm heute, er will also doch sich mit Gewalt nach einer Stelle umsehn.
Meine besten Grüße an Deine Frau und Kinder.
Dein
F.E.
Manchester, 27. April 1852
Famose Abstimmung gestern abend über die Militia Bill. Gott gebe noch ein paar solche, und die neue Wahl schleppt sich bis in den September oder Oktober hinaus. Serves the Whigs right and the financials too!6 Ich sehe, Jones will sein Paper7 doch gleich herausbringen – der Streich von Harney wegen des „Star“ ist hundsgemein, aber es ist gut, daß Jones nicht dies diskreditierte alte verkommene untergehende Blatt bekommen hat. Harney mag es und sich begraben lassen.