[Paris, Mitte August 1849]
Lieber Weydemeyer!
Ich gehe gern auf Rühls Vorschlag ein, wenn er das ganze Geschäftliche, wozu ich unbrauchbar bin und wofür er Kommissionsgebühren haben soll, in die Hand nehmen will.
1. aber habe ich keinen Buchdrucker zur Hand, der die nötigen Vorschüsse macht,
2. die Subskriptionslisten scheinen mir überflüssig. Ankündigungen in der „Westdeutschen [Zeitung]“ und andern rheinischen und sonstigen Blättern würden denselben Zweck erreichen. Namentlich müßte die Sache auch in den Berliner, Hamburger, Leipziger und Breslauer Blättern angezeigt werden.
Die Nachricht mit Deiner Zeitung1 ist sehr schlimm. Ich werde deshalb zunächst an den alten braven Geschäftsführer der „N[euen] Rh[einischen] Z[eitung]“, an Naut schreiben und Dich vom Resultate benachrichtigen.
Meinen Artikel2 hättest Du schon, aber die Krankheit meiner Frau und sämtlicher Kinder macht mich für 8 Tage zu einer Art Krankenwärter.
Beste Grüße an Deine Frau
Dein
K.M.
Ich erwarte möglichst bald Antwort von Dir.