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Marx an den Obersten Engels
in Köln
(Entwurf)

[Köln, um den 5. März 1849]

An den Herrn Obersten und Kommandanten Engels

Mein Herr!
In der Überzeugung, daß Kgl. preußische Unteroffiziere unter vier Augen gefallne Worte nicht in Abrede stellen werden, habe ich keine Zeugen zu der in Frage stehenden Unterhaltung zugezogen1. Was meine angebliche Äußerung betrifft, daß „mir die Gerichte, wie man kürzlich gesehn, nichts machen könnten“, so werden selbst meine politischen Gegner mir zugeben, daß, wenn ich eine solche Albernheit denken, ich sie nicht gegen Dritte aussprechen würde. Und geben die Herrn Unteroffiziere nicht selbst zu, daß ich ihnen auseinandergesetzt, wie die Sachen hinter dem Striche mir ganz fremd sind, ich überhaupt nur für den Teil der Zeitung verantwortlich bin, den ich unterschreibe? Es war also gar keine Veranlassung da, von meiner Stellung den Gerichten gegenüber zu sprechen.

Ich nehme um so lieber Abstand von einem Antrage auf weitere Untersuchung, als es mir nicht um Bestrafung der Herrn Unteroffiziere, sondern nur darum zu tun war, sie durch den Mund ihrer Vorgesetzten auf die Schranken ihrer Attributionen aufmerksam zu machen.

Was Ihre gütige Schlußbemerkung betrifft, so hat die „Neue Rheinische Zeitung“ durch ihr Stillschweigen über die letzten im Militär selbst vorgefallnen Reibungen gezeigt, wie sehr sie die herrschende Aufregung der Gemüter zu berücksichtigen weiß.