Ostende, 27. Juli 46
rue St. Thomas, 11
Lieber Heß
Wie Du siehst, schreib' ich Dir nicht mehr aus Brüssel. Ich bleibe bis zum 10. August hier und werde wahrscheinlich am 11. von Brüssel nach Paris gehn. Marx hat mir Deinen Brief hieher geschickt. Ich will gern mein möglichstes tun, Deine Frau1 über die Grenze zu schmuggeln, aber es ist immer schlimm, daß sie keinen Paß hat. Da ich bei ihrer Ankunft schon ein paar Tage aus Brüssel war, weiß ich über die ganze Geschichte nichts als was Du im Brief sagst. Wie gesagt, ich werde mein möglichstes tun.
Dein
Engels
[Brüssel, um den 28. Juli 1846]
Lieber Heß!
Indem ich Dir diese Zeilen von Engels überschicke, füg' ich nur noch hinzu, daß Deine Frau ganz munter ist. Der Seiler ist ihr dienender Ritter und hat sie mit Vogler und Frau zusammengebracht, womit sie fast täglich zusammen ist.
Meine Frau kann nicht viel leisten, da sie sehr leidend ist und meist auf dem Bett liegen muß.
Dein
M.
Soeben wollt' ich den Brief fortschicken. Da lese ich Deine Anzeige über Ruge in der „Kölnischen Zeitung". Da der Druck unsrer Schrift2 sich noch sehr verzögern kann, rate ich Dir, Deinen Aufsatz über Ruge zurückzunehmen. Du wirst ihn fast ganz brauchen können.
Ich habe den Westfalen geschrieben, das Manuskript an Daniels zu schicken. Hat der es noch nicht, so laß Dir den Aufsatz über Ruge direkt von ihnen schicken.
Was ist denn das für ein Buch von Heinzen? Und was schreibt Dottore Graziano über Dich? Schreib mir das.