Lieber Marx,
Gestern abend 12 Uhr, als ich nach Hause kam und Deinen Brief mit der Erzählung der Infamie gegen Schr[amm] und P[ieper] vorfand, schickte ich Dir sofort einen Brief für H[arney]. Du wirst diesem Brief, der unsichern Handschrift, der pathetischen Entrüstung, dem polternden und stolpernden Gedankengang und der nicht sehr großen Harmonie des Ganzen angesehen haben, daß er unter dem Einflusse einiger Gläser starken Rumpunschs abgefaßt war, die ich den Abend ausnahmsweise zu mir genommen hatte, und ihn daher nicht abgeschickt haben. In fact1, ich war so wütend, daß ich nicht hätte zu Bett gehn können, ohne ihn abzuschicken, und so rannte ich, mehr um mich selbst zu beruhigen, als in der Absicht, dem H[arney] meine Meinung schleunigst zukommen zu lassen, noch um 1 Uhr auf die Post. Du wirst den Brief heute gegen Mittag bekommen haben, und da heute vor Abend keine Post ist, so war es mir unmöglich, einen zweiten Brief vor dem gegenwärtigen abzuschicken. Ich schließe Dir nun einen verbesserten Brief an H[arney] bei, den Du ihm zustellen willst, wenn Du, wie ich hoffe, den ersten noch nicht spediert hast.
Briefe adressiere mir zukünftig wie folgt:
1. Alle Briefe, die Du vor 6 Uhr abends auf das Charing Cross Office2, oder vor ¹/₂ 6 auf die Nebenbüros besorgst, aufs Comptoir (E[rmen] & E[ngels]). Ich habe sie den Morgen um 10.
2. Alle Briefe, die Du nach 6 Uhr abends noch aufgibst, nach Great Ducie Street. Ich habe sie den nächsten Abend um 6 Uhr, während ich sie auf dem Comptoir erst den nächsten Morgen haben würde.
Hühnerb[ein] schrieb mir dieser Tage. Mirbach ist glücklich durchgebrannt und geht von Paris seiner Frau nach nach Athen.
Dein
F.E.
[Manchester] Donnerstag, 27.Febr. 51