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Marx an Engels
in Genf

[Köln, 26.Oktober 1848]

Lieber Engels!

Da Dein Brief erst jetzt abends ankommt, ist es keine Zeit mehr, nach Wechseln sich umzutun. Es ist selbst nicht mehr Zeit, nach meinem Hause zu gehn. Ich schicke Dir Einliegendes, was grade vorrätig ist, und zudem eine Anweisung von 50 Taler von Schulz auf einen Bürger in Genf, wo Du auch sonstige Hülfe finden kannst.

Ich habe schon vor langer Zeit an Dich und Dronke nach Paris 50 Taler und zugleich nach Brüssel an Gigot Deinen Paß geschickt.

Die Zeitung erscheint seit dem 11.Oktober1 wieder, tale quale2. Näheres Dir darüber zu schreiben, jetzt nicht der Moment, da Eile nötig. Sobald Du irgend kannst, schreib Korrespondenzen und längere Artikel. Ich bin jetzt, da alle außer Weerth fort und Freiligrath erst seit einigen Tagen eingetreten, bis über die Ohren beschäftigt, komme gar nicht zu ausführlichern Arbeiten, und zudem tut das Parkett3 alles, um mir Zeit zu stehlen.

Übrigens hat Dein Alter an Gigot geschrieben, wo Du seist. Er will Dir, wie er sagt, Geld schicken. Ich habe ihm Deine Adresse geschickt.

Dein
K. Marx

Schreib umgehend. Soll ich Deine Wäsche usw. schicken? Plasman sofort dazu bereit. Dein Vater hat ihn übrigens bezahlt.

[Nachschrift von Louis Schulz]

P. S. Einliegenden Brief an J. Köhler am See oder rue du Rhône dort wollen Sie gefälligst öffnen und denselben abgeben, worauf Ihnen derselbe frs. 250 für meine Rechnung gegen Tratte nach S[icht] auf mich auszahlen wird. Freundschaftlichen Gruß
Louis Schulz